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29.04.2008 08:17 Uhr

Simon Tüting: „Die Amas sind ein verschworener Haufen“

Simon Tüting macht in der Oberliga Nord/Nordost als so genannter Perspektivspieler des F.C. Hansa alle Ehre. In 22 Spielen erzielte der Norddeutsche aus Osnabrück mittlerweile in der Elf von Trainer Thomas Finck 12 Treffer. Am ersten Spieltag begann die Serie in Spandau mit einem Treffer in der 90. Minute im Stadion an der Neuendorfer Straße. Am siebten Spieltag gelang ihm im Jahnsportpark in Schöneiche beim 4:0 der erste „Doppelpack“, letzte Woche gegen Ludwigsfelde der zweite „Zweier“ beim 5:1. Am vergangenen Sonntag erzielte das Talent aus der Profi-Abteilung vor 114 Zuschauern gegen den BAK beim 6:0 zum dritten Mal zwei Tore. Nunmehr führt er die Torschützenliste der Hanseaten mit 12 Treffern in 22 Spielen an. Damit liegt die Mannschaft hinter Hertha BSC (55 Punkte) auf Rang 2 (47 Punkte) und damit vor Türkiyemspor (46), hätte also die Qualifikation für die vierthöchste Spielklasse erreicht. Nach dem Spiel sprachen wir mit Simon Tüting in Warnemünde, wo er sich mit seinem Kumpel Stefan Wächter traf, dem er nach dessen schwerer Verletzung in Cottbus am Sonntagabend „moralische Unterstützung“ zuteil werden ließ. 

Clemens Lange hatte unter der Woche vor dem Tabellenletzten BAK gewarnt. War diese Warnung gerechtfertigt?

Simon Tüting: Ja, durchaus. Solche Mannschaften aus dem unteren Tabellenfeld stehen tief hinten drin und es ist schwer, sie zu knacken. Aber wir haben mit drei Toren in der 21., 22. und 23. Minuten schnell den Bann gebrochen. Mit meinem 3:0 ging es dann nur noch um die Höhe des Ergebnisses. Wir haben kein Feuerwerk abgebrannt, aber doch eine ordentliche Leistung gezeigt.

Wie sehen Sie die Zielstellung der Mannschaft jetzt?

Simon Tüting: Wir sind Zweiter, haben in dieser Woche sechs Punkte – drei Punkte für das Spiel gegen Schöneiche gab es am grünen Tisch - erreicht und können ruhig weiter arbeiten. Nun sollten wir am Wochenende bei einer Spitzenmannschaft wie Tennis Borussia so weiter machen.

Wie ist die Spielsicherheit und Torflut mit elf Toren in zwei Spielen zu erklären?

Simon Tüting: Wir haben uns als Mannschaft mit einem relativ kleinen Kader gefunden, sind wirklich ein verschworener Haufen, spielen guten Offensivfußball. Und das, obwohl von den Profis nur Sebastian Albert und ich diesmal im Kader waren. Torwart Kenneth Kronholm spielte ja diesmal nicht, wohl weil er nach der Verletzung von Stefan Wächter nach oben in den Bundesliga-Kader rückt und so geschont wurde.

Sie haben einen tollen Lauf in der Oberliga. Wie sind Sie mit sich selbst momentan zufrieden?

Simon Tüting: Es geht momentan nicht um den Einzelnen, sondern um die Ziele des Vereins. Ich bin aber tatsächlich gut drauf, fühle mich wohl, mache mein Ding und hoffe, dass Leistung honoriert wird. Ich denke, meine Leistungskurve zeigt nach oben.

Aber Sie waren bislang noch nie im Bundesligakader…

Simon Tüting: Stimmt. Es bleibt aber mein Ziel. Dafür arbeite ich hart.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

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