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18.02.2011 08:48 Uhr

SpVgg Unterhaching hinkt eigenen Ansprüchen hinterher

Wenn der F.C. Hansa am kommenden Sonnabend bei der SpVgg Unterhaching antritt, werden Erinnerungen wach an ein denkwürdiges Hinspiel. Am 28. August vergangenen Jahres führten die Bayern in der Rostocker DKB-Arena bis zur 44. Spielminute mit 2:1, mussten sich am Ende aber noch 2:7 geschlagen geben! Mit Tobias Jänicke (4.), Mohammed Lartey (45.), Radovan Vujanovic (55.), Sebastian Pelzer (59.), Marcel Schied (72.), Enrico Neitzel (75.) und Björn Ziegenbein (87.) trugen sich seinerzeit sieben verschiedene Hansa-Spieler in die Torschützenliste ein. Bei ihren insgesamt sechs sieglosen Gastspielen in Rostock haben die Unterhachinger damit schon 21 Gegentore kassiert!
 
Im heimisichen Sportpark dagegen präsentierten sich die Rot-Blauen immer recht abwehrstark, wenn der F.C. Hansa zu Gast war. In den bislang zwei Bundesliga- und drei Zweitliga-Heimspielen gegen die Rostocker haben die Hachinger erst drei Gegentreffer einstecken müssen. Allerdings waren die Angreifer der Spielvereinigung auch nicht viel erfolgreicher, konnten in den letzten beiden Zweitliga-Begegnungen vor heimischem Publikum sogar überhaupt keinen Treffer erzielen. Am 2. April 2006 gab es eine 0:1-Heimniederlage und am 15. Dezember des gleichen Jahres ein 0:0-Unentschieden. Die beiden Erstliga-Duelle in Unterhaching in den Spielzeiten 1999/2000 und 2000/2001 endeten jeweils 1:1 und der einzige Heimsieg der SpVgg in einem Meisterschaftsspiel gegen den F.C. Hansa datiert schon vom 27. April 1993, als sich die Bayern mit 2:0 durchsetzen konnten.
 
In der aktuellen Saison treffen Haching und Hansa nun erstmals im Rahmen der 3. Liga aufeinander. Vor dem Saisonstart hatten sich beide Mannschaften zum Ziel gesetzt, in den oberen Regionen der Tabelle mitzuspielen. Doch momentan hinkt die Spielvereinigung den eigenen Ansprüchen weit hinterher. Während die Hanseaten sogar sehr gute Chancen auf den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga haben, müssen sich die Fußballer aus der Münchner Vorstadt auf den Kampf um den Klassenerhalt konzentrieren. Aktuell belegen sie zwar Rang 13, haben nach zuletzt zwei Niederlagen ohne eigenen Torerfolg allerdings nur noch vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Am vergangenen Wochenende gab es sogar eine hohe 0:4-Niederlage beim FC Rot-Weiß Erfurt, bevor sich die Hachinger am Dienstag dieser Woche im Nachholspiel beim FC Bayern II knapp mit 0:1 geschlagen geben mussten. Ein abgefälschter Distanzschuss unmittelbar vor dem Pausenpfiff machte die Derby-Niederlage perfekt.
 
Zuhause haben die Schützlinge von Trainer Klaus Augenthaler das Siegen allerdings noch nicht verlernt. Nach zuvor vier Unentschieden (gegen Offenbach, Jena, Sandhausen und Regensburg) sowie einer Niederlage (0:1 gegen Dresden) in den fünf Heimspielen von Oktober bis Januar gelang am 5. Februar wieder einmal ein voller Erfolg im heimischen Generali-Sportpark. Der 27jährige Isländer Gardar Gunnlaugsson und der 18jährige Kosovare Valonis Kadrijaj machten mit ihren jeweils ersten Saisontoren den 2:0-Erfolg über Mitkonkurrent VfR Aalen perfekt.
 
Bester Torschütze der Spielvereinigung bleibt Stürmer Mijo Tunjic, der seine sechs Saisontore ausschließlich in der ersten Halbserie erzielen konnte. Zuletzt traf der Bosnier mit niederländischen Pass beim 3:2-Auswärtssieg seiner Mannschaft am 20. November 2010 in Saarbrücken. Allerdings gehörte der knapp 23jährige bei den sechs Punktspielen im Kalenderjahr 2011 auch noch nie zur Startelf der Hachinger, wurde zunächst nur dreimal eingewechselt und musste danach wegen Achillessehnenproblemen dreimal zuschauen. Ob er am morgigen Sonnabend ab 14 Uhr, wenn es zum Heimspiel gegen den F.C. Hansa kommt, schon wieder im Kader steht, muss abgewartet werden.

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