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05.12.2012 10:28 Uhr

SpVgg Unterhaching kommt mit dem besten Angriff der Liga

Obwohl die SpVgg Unterhaching (mit 63 Saisontreffern!) in der vergangenen Spielzeit die torgefährlichste Mannschaft der 3. Liga war, konnte sie sich erst am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt sichern und beendete die Saison 2011/12 auf dem 15. Tabellenplatz. Da die Rand-Münchner zudem mit großen finanziellen Problemen zu kämpfen hatten, gaben sie auch diesmal lediglich den Klassenerhalt als Saisonziel aus. An der offensiven Spielweise hielt man trotzdem fest, denn erneut stellt die Mannschaft mit aktuell 35 Toren den besten Angriff der Liga!

Diesmal spiegelt sich dies auch im Tabellenbild wider – bei 36 Punkten aus 20 Spielen hat man bereits 17 Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone und darf sich nun wohl schon vorzeitig neue Ziele setzen. Immerhin hat das Gründungsmitglied der 3. Liga auch nach dem Start in die zweite Halbserie sehr gute Chancen, in die 2. Bundesliga zurückzukehren! Dieser Spielklasse hatte die Spielvereinigung zuletzt in der Saison 2006/07 angehört – das bislang letzte Zweitliga-Punktspiel fand übrigens am 20. Mai 2007 in Rostock statt, als der F.C. Hansa mit einem 3:1-Erfolg in die Bundesliga aufstieg.

Aktuell sind die Hachinger Tabellenfünfter und haben nur einen Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz! Dies liegt nicht nur an der starken Offensive, sondern auch an der Tatsache, dass sie nur schwer auszurechnen sind. Einen herausragenden Torjäger besaß man in der ersten Halbserie nämlich nicht. Die beiden besten Torschützen Florian Niederlechner und Stephan Thee hatten nach 19 Spieltagen jeweils sechsmal getroffen und rangierten – gemeinsam mit Hansas zweitbestem Schützen Johan Plat – nur auf Rang 13 der Torschützenliste. Knapp dahinter folgte bereits Mittelfeldspieler Dominik Rohracker, der fünfmal eingenetzt hatte.

Dass die SpVgg Unterhaching im oberen Tabellenviertel rangiert, verdankt sie auch ihrem sehr guten Saisonstart. Insgesamt viermal war die Mannschaft von Trainer Claus Schromm sogar Spitzenreiter, rangierte auch nach dem elften Spieltag noch auf den ersten Tabellenplatz. An den folgenden sieben Spieltagen konnte dann nur noch einmal gewonnen werden, doch da man sich viermal die Punkte teilte und nur zweimal verlor, fiel die Mannschaft lediglich auf den vierten Tabellenplatz zurück. Zum Abschluss der ersten Halbserie gewannen die Hachinger ihr Heimspiel gegen den Chemnitzer FC mit 4:3 und hatten bei Halbzeit der Saison nur einen Punkt weniger auf dem Konto als die vor ihnen platzierten Mannschaften von Preußen Münster (2.) und Arminia Bielefeld (3.).

Beim Rückrundenstart am vergangenen Freitag musste sich die SpVgg Unterhaching zu Hause mit einem 2:2-Unentschieden gegen Schlusslicht Darmstadt 98 begnügen und war damit noch gut bedient. Bereits seit der ersten Spielminute rannte man einem Rückstand hinterher und profitierte beim 1:1-Ausgleich von einem Foulelfmeter. Nur eine Minute später lagen die Hachinger erneut zurück und erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit gelang Florian Niederlechner, der bereits den Strafstoß verwandelt hatte, mit seinem achten Saisontor das glückliche 2:2.

Während Hachings Torhüter Stefan Riederer zu Hause bereits 20mal hinter sich greifen musste – keine andere Mannschaft der 3. Liga kassierte im eigenen Stadion mehr Gegentreffer – traten die Oberbayern auswärts oft mit einem Abwehrbollwerk an. Von den nur sechs Gegentoren in fremden Stadien wurden allein drei am 28. August beim VfL Osnabrück kassiert. Das 0:3 beim aktuellen Spitzenreiter bedeutet auch die bislang einzige Auswärtsniederlage der SpVgg Unterhaching in der laufenden Saison! In sechs der insgesamt neun Auswärtsspiele blieben die Blau-Roten ohne Gegentreffer, was ihnen in der Vergangenheit in Rostock allerdings noch nie gelungen ist. Die einzigen Punktgewinne überhaupt (1:1, 2:2) gab es zur Jahrtausendwende im Fußball-Oberhaus!

Die drei Auswärtsspiele, die bislang im Rahmen der 2. Bundesliga ausgetragen wurden, haben die Hachinger an der Küste (bei einer Tordifferenz von 4:11) jeweils klar verloren und an das 2:7 vom einzigen Drittliga-Gastspiel in der DKB-Arena werden sich die meisten Fußballfreunde ohnehin noch sehr gut erinnern können. Seinerzeit hatten sich sieben verschiedene Hanseaten in die Torschützenliste eingetragen, von denen Mohammed Lartey und Sebastian Pelzer unverändert zum Kader gehören. Aber nur letzterer kann erneut auflaufen, wenn es am kommenden Sonnabend ab 14 Uhr in der Rostocker DKB-Arena wieder zum Duell zwischen F.C. Hansa und der SpVgg Unterhaching kommt.

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