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30.10.2007 21:12 Uhr

Start zu einer neuen positiven Serie?

Einst war das Bremer Weserstadion für den F.C. Hansa ein gutes Pflaster. Nach dem Bundesliga-Aufstieg 1995 blieben die Rostocker dort zunächst viermal in Folge unbesiegt. Aus den anschließenden sechs Gastspielen beim SV Werder wurde dann allerdings nur noch ein einziger Punkt geholt.

 

Auch aus dem allerersten Bundesliga-Duell beider Mannschaften am 21. September 1991 gingen die Bremer als Sieger hervor. Ein früher Treffer von Marco Bode (8.) bedeutete den 1:0 Heimsieg der Grün-Weißen, da beim vermeintlichen Ausgleichstreffer der Hanseaten nach Ansicht des Unparteiischen der Ball die Torlinie nicht mit vollem Durchmesser überschritten hatte. Und nachdem das Rückspiel in Rostock 0:0 ausging, sollte es noch geraume Zeit dauern, bis der erste Rostocker Torerfolg gegen Werder Bremen verzeichnet werden konnte. Der gelang erst am 25. November 1995 und leitete auch die oben erwähnte, erfolgreichste Periode der Hansa-Gastspiele in Bremen ein.

 

Obwohl die Hanseaten auf Grund der gesperrten Hofschneider (5x Gelb) und Zallmann (Rot) mit Uwe Ehlers und Christian Beeck zwei neue Leute in die Dreier-Abwehrkette einbauen mussten, blieben sie ohne Gegentreffer. Und vorne hatten zwei Hanseaten besonderen Anteil am 2:0 Auswärtssieg. Hilmar Weilandt wurde von Baiano im Strafraum gefoult, Stefan Beinlich verwandelte den fälligen Elfmeter (33.). Und nach Beinlichs Vorarbeit besorgte Weilandt den Treffer zum Endstand (54.).

 

In den folgenden beiden Spielzeiten gastierten die Hanseaten jeweils am zweiten Spieltag – jeweils an einem Dienstag – im Weserstadion und spielten jeweils 1:1 Unentschieden. Im August 1996 hatte Akpoborie (40.) auf Barbarez-Zuspiel zunächst die Rostocker Führung erzielt, bevor Hofschneider (70.) ein Eigentor unterlief. Ein Jahr später lagen die Hanseaten durch van Lent (23.) zunächst 0:1 zurück, bevor Majak (67.) erneut eine Vorlage von Barbarez nutzte.

 

Besonders wertvoll war dann am 24. Spieltag der Saison 1998/99 der 3:0 Auswärtssieg in Bremen. Es waren die ersten Punkte im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Andreas Zachhuber. Victor Agali (26.), Timo Lange (42.) und Oliver Neuville (50.) machten schon frühzeitig alles klar und schufen die Grundlage für die Aufholjagd, die am letzten Spieltag mit dem Klassenerhalt in Bochum gekrönt werden konnte. Gleichzeitig war dieser 3:0 Erfolg der letzte Hansa-Sieg in Bremen, nur in der Saison 2002/03 sollte noch einmal ein 0:0 Unentschieden gelingen.

 

Erwähnt werden soll aber natürlich noch das kurioseste und gleichzeitig torreichste Spiel zwischen SV Werder und F.C. Hansa, das am Ostersonntag 2002 im Weserstadion stattfand. Trotz eines frühen Ailton-Treffers (3.) führten die Rostocker durch Tore von Rene Rydlewicz (Foulelfmeter) und Antonio Di Salvo nach einer halben Stunde mit 2:1. Auch den 2:2 Ausgleich durch Krstajic unmittelbar nach der Pause beantwortete Rayk Schröder (49.) umgehend. Lange sah es dann danach aus, als sollten die Hanseaten die 3:2 Führung über die Zeit retten. Doch Werder warf noch einmal alles nach vorne und legte den Hanseaten tatsächlich noch zwei faule Ostereier ins Netz. In der 90. Spielminute erzielte der aufgerückte Torhüter Frank Rost den 3:3 Ausgleich. Und zwei weitere Minuten später pfiff Schiri Sippel einen Zweikampf zwischen Schröder und Krszajic ab und deutete auf den Elfmeterpunkt. Während die mitgereisten Rostocker Fans in der Nachspielzeit ungläubig mit ansehen mussten, wie Ailton zum 4:3 verwandelte, erlebte Armin Veh die Wende der Partie nicht mehr. Der Hansa-Trainer war schon vorzeitig im Kabinengang verschwunden gewesen.

 

Beim bislang letzten Auftritt der Hanseaten in Bremen am 30. Januar 2005 schossen sowohl David als auch Thomas Rasmussen ein Tor, dennoch wurde diese Partie knapp 2:3 verloren. Es folgte der Bundesliga-Abstieg, doch vielleicht hat ja die Zweitliga-Periode des F.C. Hansa dafür gesorgt, dass nun wieder eine posive Serie im Weserstadion gestartet werden kann. Die letzte mit acht Punkten aus vier Spielen gab es bekanntlich auch direkt nach einem Wiederaufstieg.

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