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27.05.2015 10:21 Uhr

Statistischer Saisonrückblick 2014/15: Hansa mit dem viertbesten Angriff der Liga

Am Ende der Drittliga-Saison 2014/15 konnte in Rostock kräftig durchgeatmet werden. Obwohl der F.C. Hansa mit 41 Punkten am Ende nur drei Zähler weniger auf dem Konto hatte als in der Drittliga-Abschlusstabelle 2012/13, wo immerhin Rang 12 zu Buche stand, reichte es diesmal nur zu Rang 17. Und dabei wurden sogar 15 Tore mehr geschossen als noch vor zwei Jahren! An der Hansa-Offensive lag es also nicht, dass bis zum Abpfiff des letzten Spieltages um den Klassenerhalt gebangt werden musste. Mit 54 Toren stellte der F.C. Hansa den viertbesten Angriff der 3. Liga! Die 68 Gegentreffer bedeuten allerdings die löchrigste Abwehr der 3. Liga, denn nur in vier von 38 Meisterschaftsspielen stand hinten die Null.

Rekordhalter ist der F.C. Hansa damit auch noch in einer anderen Kategorie. Mit 3,21 Toren fielen in den Spielen mit Beteiligung der Kogge die meisten Treffer pro Partie. Eine ganze Saison ohne ein 0:0 Unentschieden sahen die Fans aktuell zum ersten Mal in diesem Jahrtausend. Dies hatte es im vergangenen Vierteljahrhundert nur ein einziges Mal gegeben – und zwar in der Bundesliga-Saison 1998/99, als ebenfalls erst am allerletzten Spieltag der Klassenerhalt gelang.

Kein Hansa-Spieler konnte in allen 38 Meisterschafts-Begegnungen eingesetzt werden – die meisten Punktspiele absolvierte Christian Bickel, der 36mal zum Einsatz kam. Der Mittelfeldspieler fehlte einmal wegen einer Gelb-Sperre und einmal wegen einer Erkrankung. Mit sieben Saisontoren war er zudem zweitbester Schütze seiner Mannschaft, knapp vor Halil Savran und Steven Ruprecht, die je sechsmal trafen. Unangefochten an der Spitze der Torjägerliste stand Marcel Ziemer, dessen 15 Saisontore den fünften Platz in der Drittliga-Torschützenliste bedeuten.

In der ewigen Torschützenliste des F.C. Hansa belegt „Cello“ nach nur einer einzigen Saison bereits den 41. Platz. Dort stehen für ihn 21 Pflichtspieltore zu Buche, denn mit sechs Treffern war Marcel Ziemer auch bester Torschütze im Pokalwettbewerb, wo der F.C. Hansa eine absolut makellose Bilanz hinlegte. Wie schon in der Saison 2010/11, als ebenfalls der Landespokal gewonnen werden konnte, blieb man auch diesmal in allen Pokalspielen ohne Gegentreffer. 26:0 Tore lautete die Bilanz nach dem 1:0-Endspielsieg über den Regionalligisten TSG Neustrelitz.

Auch im Landespokal wurde kein Hansa-Spieler in allen sechs Begegnungen eingesetzt. Steven Ruprecht, der als einziger Spieler bis zum Halbfinale immer zum Einsatz gekommen war, musste im Endspiel verletzt zuschauen. Der 4:0-Erfolg im Achtelfinale beim Hagenower SV war übrigens der insgesamt 300. Auswärtssieg in einem Hansa-Pflichtspiel. Doppelten Grund zum Feiern hatten die Hanseaten auch nach dem 1800. Meisterschaftsspiel der Vereinsgeschichte, denn am 20. September 2014 konnte Spitzenreiter Arminia Bielefeld mit 4:2 bezwungen werden.

Dass ausgerechnet das 1000. Heimspiel-Gegentor von einem ehemaligen Hansa-Spieler erzielt wurde, tat nicht besonders weh. Als Philipp Klement am 21. Februar 2015 in der Nachspielzeit den 2:1-Anschlusstreffer für die Gäste aus Mainz erzielte, geriet der Hansa-Sieg nicht mehr in Gefahr. Und dieser Erfolg war immerhin nicht nur der erste Heimsieg nach dreieinhalb Monaten, sondern auch der erste von fünf Drittliga-Heimsiegen in Serie, womit der Grundstein für den Klassenerhalt gelegt werden konnte. Der 1:0-Erfolg zwei Wochen später über den Chemnitzer FC war zugleich der 700. Sieg der Vereinsgeschichte in einem Meisterschaftsspiel.

Zwei weitere Wochen später, als mit dem 4:0 über Fortuna Köln der höchste Saisonsieg gelang, ging der Treffer von Christian Bickel zum 2:0 als 100. Drittliga-Heimtor der Hanseaten in die Annalen ein. Ein statistisches Kuriosum gab es – wiederum zwei Wochen später – am Ostersonntag in Duisburg. Nur fünf Minuten, nachdem das 2:1 für den späteren Zweitliga-Aufsteiger das 200. Drittliga-Gegentor des F.C. Hansa bedeutet hatte, traf Halil Savran mit dem 200. Drittliga-Tor für unsere Mannschaft zum 2:2-Endstand.

Ex-Kapitän Sebastian Pelzer bestritt zwar – aus Verletzungsgründen – zwischen August und September 2014 nur neun Saisonspiele, ist von den zuletzt aktiven Spielern allerdings der mit den insgesamt meisten Einsätzen im Rostocker Trikot. Seine 129 Pflichtspiele bedeuten den 62. Platz in der ewigen Rangliste. Knapp dahinter belegt Jörg Hahnel, der zuletzt beim Pokalspiel am 15. November 2014 in Waren zwischen den Pfosten gestanden hatte, bevor er in der Winterpause nach Schönberg wechselte, den 66. Platz. Er hat insgesamt 124 Pflichtspiele im Torwarttrikot mit der Kogge absolviert.

Alle eingesetzten Spieler der Saison 2014/15 im Überblick (Punktspiele/Tore – Pokalspiele/Tore):
Christian Bickel (36/7 – 5/3), Denis-Danso Weidlich (35/4 – 4), Marcel Ziemer (34/15 – 3/6), Steven Ruprecht (33/6 – 5/1), Halil Savran (23/6 – 3/3), David Blacha (21/2 – 3/3), Sascha Schünemann (21/1 – 2/1), Kai Schwertfeger (20/2 – 4), Julian Jakobs (19/1 – 4), Robin Krauße (19 – 4), Dennis Srbeny (18/1 – 4/3), Max Christiansen (17 – 1), Marcel Schuhen (16 – 2), Maximilian Ahlschwede (16 – 2), Oliver Hüsing (16/2 – 1), Christian Stuff (15 – 3), Aleksandar Stevanovic (15 – 2/1), Sabrin Sburlea (14/1 – 2), Mikko Sumusalo (14 – 2), Jörg Hahnel (14 – 1), Markus Gröger (11 – 4), Manfred Starke (10 – 2/1), Shervin Radjabali-Fardi (10 – 2), Jose Alex Mem-Ikeng (10/1 – 1), Johannes Brinkies (9 – 3), Mustafa Kucukovic (9/3 – 2/3), Tommy Grupe (9 – 2), Jovan Vidovic (9 – 2), Sebastian Pelzer (9 – 0), Marco Kofler (8 – 1), Martin Pett (3 – 2), Lukas Scherff (2 – 2/1), Nico Matern (1 – 2)

Die Rostocker Spieler mit den meisten Einsätzen aller Zeiten (Pflichtspiele):

Juri Schlünz (406), Hilmar Weilandt (405), Rainer Jarohs (403), Dieter Schneider (393), Heiko März (377), Axel Schulz (364), Gernot Alms (338), Werner Drews (308), Klaus-Dieter Seehaus (305), Jürgen Uteß (296), Herbert Pankau (295), Michael Mischinger (292), Timo Lange (290), Gerd Kische (281), Kurt Zapf (276), Wolfgang Barthels (252), Norbert Littmann (252), Christian Radtke (248), Jürgen Decker (240), Gerhard Sackritz (231), Helmut Hergesell (230), Manfred Rump (225), Heino Kleiminger (219), Jens Dowe (219), Marco Zallmann (216), Rene Rydlewicz (216), Heinz Minuth (212), Jens Wahl (210), Mathias Schober (206), Jürgen Heinsch (203), Dieter Wruck (201), Magnus Arvidsson (198), Steffen Baumgart (194), Arthur Bialas (190), ….. Sebastian Pelzer (129) ….. Jörg Hahnel (124) ….. Steven Ruprecht (76), Denis-Danso Weidlich (75) ….. Julian Jakobs (64) ….. David Blacha (62), Halil Savran (62) ….. Manfred Starke (60) ….. Tommy Grupe (57) ….. Shervin Radjabali-Fardi (53)

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