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10.06.2011 07:44 Uhr

Stefan Beinlich: Der Kader für die neue Saison ist komplett

Zum dritten Mal nach 1994 und 2006 heuerte Stefan Beinlich im vergangenen Sommer auf der Hansa-Kogge an. Während ihm als Mittelfeldspieler 1995 und 2007 jeweils der sofortige Aufstieg in die Bundesliga gelungen war, konnte er als Manager nun erneut auf Anhieb einen Aufstieg feiern. Nach diesem Triple und knapp eine Woche vor dem Trainingsauftakt zur neuen Zweitliga-Saison sprachen wir mit Stefan Beinlich.

Hansa-Online: Welcher der drei Aufstiege war der schönste?

Stefan Beinlich: Jeder Aufstieg ist schön, da gibt es für mich keine Unterschiede. Auch die beiden Aufstiege als Spieler in die Bundesliga kamen damals ja überraschend. Vielleicht aber war der aktuelle Aufstieg der außergewöhnlichste, weil vor der Saison praktisch alles neu war.

Hansa-Online: Wann zeichnete sich ab, dass es trotzdem klappen könnte?

Stefan Beinlich: Das war Ende September, als wir in Offenbach – trotz der knappen Niederlage – und zuhause gegen Braunschweig jeweils die bessere Mannschaft waren. In diesen beiden Spielen haben wir bewiesen, dass wir auch mit den Spitzenteams mithalten können. Und als wir zur Winterpause immer noch ganz oben standen, war intern klar, dass wir auch aufsteigen wollen.

Hansa-Online: Und wann war klar, dass es tatsächlich gelingen wird?

Stefan Beinlich: Anfang April, als wir innerhalb einer Woche drei Siege errungen hatten. Bei 17 Punkten Vorsprung nach dem Dresden-Spiel hätte es wirklich schon mit dem Teufel zugehen müssen, wenn es nicht gereicht hätte.

Hansa-Online: Unmittelbar danach wurde mit Tino Semmer der erste Neuzugang verpflichtet. Ein Wunschkandidat?

Stefan Beinlich: Ja. Tino haben wir praktisch die komplette Saison über beobachten können, da Erfurt immer eine Woche vorher gegen unseren nächsten Gegner gespielt hat. Dabei ist er uns positiv aufgefallen.

Hansa-Online: Trotz der frühzeitigen Planungssicherheit herrschte dann lange Zeit Flaute in Sachen Transferpolitik. Warum?

Stefan Beinlich: Weil wir in Ruhe an den Dingen arbeiten wollten. Es geht nicht immer darum, der Erste zu sein, sondern seine Vorstellungen voll umzusetzen. Unsere frühe Planungssicherheit haben wir genutzt, um intensiv auf die Suche zu gehen.

Hansa-Online: ... und dabei wurde in Österreich der Tscheche Pavel Kostal gefunden. Was zeichnet ihn aus?

Stefan Beinlich: Bei ihm handelt es sich um einen großen und erfahrenen Innenverteidiger, von dem wir uns versprechen, dass er mit seiner Routine und Ausstrahlung der Abwehr die nötige Sicherheit verleihen wird.

Hansa-Online: Der namhafteste Neuzugang heißt Marek Mintal. Ist er die neue Sturmhoffnung des F.C. Hansa?

Stefan Beinlich: Wir sind davon überzeugt, dass er uns in der Offensive weiterhelfen wird. Immerhin war er im Trikot des 1.FC Nürnberg schon zweimal Torschützenkönig, einmal in der Bundesliga und einmal auch schon in der 2. Bundesliga. Mit seiner großen Erfahrung soll er einerseits Ruhe ausstrahlen, aber wir erhoffen uns von ihm andererseits natürlich auch die Cleverness im Abschluss.

Hansa-Online: Nach Pavel Kostal kommt mit Timo Perthel ein weiterer Neuzugang aus der ersten Liga Österreichs. Für welche Position ist er vorgesehen?

Stefan Beinlich: Timo kann auf der linken Seite praktisch alles spielen. Zuletzt war der Bremer ein Jahr an Sturm Graz ausgeliehen und hat dort als Linksverteidiger den österreichischen Meistertitel gewonnen. Er kann aber auch den offensiven Part bekleiden – schön, dass wir jetzt wieder einen vierten Linksbeiner im Team haben.

Hansa-Online: Im Austausch wechselt Tom Trybull zum SV Werder. Ist das richtig?

Stefan Beinlich: Nicht ganz. Die beiden Transfers laufen unabhängig voneinander ab. Wir hätten Tom gern behalten, aber er wollte uns verlassen, weil er sich schon jetzt für einen Wechsel in die Bundesliga entschieden hat. Also haben wir ihn nach Bremen verkauft.

Hansa-Online: Sind bis zum Trainingsauftakt am Pfingstmontag noch weitere Veränderungen im Kader zu erwarten?

Stefan Beinlich: Nein, nach aktuellem Stand nicht. Nach den Transfers dieser Woche ist der Kader für die neue Saison komplett. Neben den vier externen Neuzugängen rücken ja bekanntlich mit Johannes Brinkies, Pelle Jensen und Tom Weilandt auch noch drei Akteure der eigenen A-Junioren in den Profi-Kader auf.

Hansa-Online: Mit welchem Ziel startet die Mannschaft in die neue Saison?

Stefan Beinlich: In der ersten Saison nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga kann es nur um den Klassenerhalt gehen. Dieses Ziel hat absolute Priorität.

Hansa-Online: Am kommenden Sonnabend wird die erste Runde im DFB-Pokal ausgelost. Gibt es einen Wunschgegner?

Stefan Beinlich: Ich wünsche mir einen Kontrahenten, gegen den wir gewinnen und in die nächste Runde einziehen können. Wenn wir dann auch noch ein volles Stadion haben, wäre es optimal.

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