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05.11.2008 13:51 Uhr

Stefan Wächter: „Denke jetzt nur von Tag zu Tag“

Ein halbes Jahr lang war es sehr ruhig gewesen um Stefan Wächter, der nach seiner schweren Knieverletzung zumeist im Hintergrund das anberaumte Reha-Programm absolvierte und schrittweise an der Vorbereitung des Comebacks arbeitete. Vergleichsweise turbulent verlief dagegen die vergangene Woche für den 30jährigen Torhüter des F.C. Hansa.
Ursprünglich hatte Trainer Frank Pagelsdorf verlauten lassen, dass Stefan Wächter beim Regionalliga-Punktspiel der zweiten Mannschaft am vergangenen Sonnabend gegen den SV Babelsberg 03 erstmals wieder zwischen den Pfosten stehen sollte. „So war es ursprünglich angedacht, doch es war auch immer klar, dass wir kurzfristig intern noch einmal darüber sprechen. Und mein Bauchgefühl sagte mir dann, dass ich lieber noch ein oder zwei Wochen warten sollte“, erklärt die Nummer 1 des F.C. Hansa, die sich am 26. April in Cottbus das Knie verdreht hatte und operiert werden musste.

Auf Erfahrungswerte mit einer solchen Verletzung kann Stefan Wächter noch nicht zurückblicken: „Ich hatte bislang zwar schon einmal einen Kahnbeinbruch, doch da wachsen die Knochen relativ schnell wieder zusammen und dann ist alles okay. Jetzt ist jedoch alles viel komplexer. Und da will man natürlich auch kein unnötiges Risiko eingehen. Man darf nicht vergessen, dass nach sechs Monaten Pause nicht plötzlich alles von heute auf morgen geht.“
Dass er am Sonnabend nicht im Reserve-Team zum Einsatz kam, hatte also überhaupt nichts damit zu tun, dass er plötzlich und unerwartet im 18er-Kader für das Zweitliga-Spiel in Oberhausen stand. „Das lag daran, dass sich Kenneth Kronholm im Abschlusstraining am Samstag-Vormittag verletzt hatte und nicht mitfahren konnte. Da habe ich mich kurzfristig bereiterklärt, in Oberhausen auf der Bank zu sitzen. Ich bin also schnell noch mal nach Hause gefahren und habe ein paar Sachen eingepackt!“

Mit großem Risiko war diese spontane Entscheidung natürlich nicht verbunden, denn von der ärztlichen Abteilung hatte der Hansa-Keeper ja schon vorab das Okay erhalten. „Und es war dann auch ein schönes Gefühl, mal wieder eine Reise mit der Mannschaft zu machen und zumindest schon mal von der Bank wieder Bundesliga-Luft zu schnuppern.“ Ob er dies auch am kommenden Sonntag gegen den VfL Osnabrück wieder tun wird, ist noch völlig offen. Und auch, ob Stefan Wächter alternativ dazu am selben Tag mit der zweiten Mannschaft in Magdeburg auflaufen wird. „Wir entscheiden jetzt einfach nur von Tag zu Tag. Es gilt weiterhin, Geduld und Vernunft walten zu lassen. Falscher Ehrgeiz wäre nur fehl am Platze!“

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