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20.11.2007 14:12 Uhr

Stefan Wächter: Wir müssen auf unsere Chancen lauern

Mit Torhüter Stefan Wächter kehrt am Sonntag ein Hansa-Profi nach Hamburg zurück, der noch vor einem halben Jahr selbst das HSV-Trikot trug. Vor dem Auswärtsspiel des F.C. Hansa beim Tabellendritten skizziert er den kommenden Gegner und beleuchtet die Chancen der eigenen Mannschaft.

Frage: Stefan, ist dieses Spiel ein ganz besonderes für Dich?
Wächter: Ich würde lügen, wenn ich nein sagen würde. Ich habe immerhin sechs Jahre dort gespielt, in dieser Zeit natürlich auch viele Freundschaften geschlossen und sehr viel erlebt. Das kann man sicherlich nicht so einfach ausblenden. Und ich bin ja auch nicht im Groll dort gegangen, sondern hatte einen ordentlichen Abschluss.

Frage: Verfolgst Du den HSV also immer noch mit größerem Interesse als die anderen Bundesligisten?
Wächter: Natürlich schaue ich dort ganz besonders hin, zumal sich auch innerhalb der Mannschaft Freundschaften entwickelt haben, wie beispielsweise mit Basti Reinhardt oder Collin Benjamin.

Frage: Überrascht es Dich, dass der HSV ganz vorne mitmischt, nur einen Punkt Rückstand auf Tabellenführer FC Bayern hat?
Wächter: Nein, überhaupt nicht. Ich habe ja schon in den letzten Monaten der vergangenen Saison hautnah miterlebt, was Trainer Huub Stevens dort aufgebaut hat. Er hat die Mannschaft im Frühjahr als Tabellenletzter übernommen und noch in den UEFA-Cup geführt. Die Spieler im Kader hatten schon vorher eine hohe Qualität. Huub Stevens ist es schließlich gelungen, die Stärken jedes einzelnen zu bündeln und daraus eine richtige Mannschaft zu formen.

Frage: Was sind die besonderen Stärken des HSV?
Wächter: Die Philosophie des Trainers ist es, das Hauptaugenmerk auf eine stabile Defensive zu legen. Wenn die gut steht, dann reicht bekanntlich schon ein Tor zum Sieg. Und wie das geht, hat der HSV in dieser Saison ja schon oft genug bewiesen.

Frage: Wie muss der F.C. Hansa an die kommende Aufgabe herangehen?
Wächter: Erst einmal muss man natürlich klarstellen, dass wir in Hamburg nur Außenseiter sind. Aber diese Rolle könnte uns auch entgegenkommen. Wir müssen uns natürlich zuerst auf die Defensive konzentrieren, dürfen uns aber auch nicht verstecken. Das heißt, auf unsere Chancen zu lauern und diese konsequent zu nutzen. Denn viele Gelegenheiten werden wir dort sicherlich nicht bekommen.

Frage: Der HSV hat in den letzten drei Heimspielen vier Gegentore kassiert, auswärts im selben Zeitraum nur eins. Eine Frage der Spielweise?
Wächter: Ja. Zu Hause muss der HSV das Spiel machen, das Publikum ist erfolgsverwöhnt und will guten Fußball sehen. Dementsprechend stehen die Hamburger daheim auch unter größerem Druck. Das müssen wir versuchen, auszunutzen.

Frage: Wagst Du einen Tipp?
Wächter: Mein Traumergebnis wäre natürlich ein 1:0 Sieg für uns, das wäre schon toll.

Frage: Könntest Du Dich dann in Hamburg noch blicken lassen?
Wächter: Aber ja. Wahrscheinlich würde es die eine oder andere Bemerkung mit einem Augenzwinkern geben, doch richtig übel nehmen wird mir das sicherlich niemand.

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