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01.10.2013 17:24 Uhr

Stellungnahme zum heutigen OZ-Artikel: Undifferenzierte Berichterstattung durch Herstellen falscher Zusammenhänge

Heute titelte die Ostsee-Zeitung „Hansa-Chaoten kosten die Steuerzahler Millionen“ (OZ vom 1.10.2013). Der Redakteur Jörg Köpke erweckt darin den Eindruck, dass die Polizei aufgrund aktueller Entwicklungen an ihre Grenzen stößt. Dies entspricht nicht den Tatsachen.

Hier der Hintergrund zur Einordnung und zum besseren Verständnis: Es gibt eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Silke Gajek (Grüne) zur Sicherung von Sportveranstaltungen in MV (siehe Anlage unten).

Die Antwort vom Innenministerium vom 8. August (!) bezieht sich auf die Saison 2011/12. In dieser Saison spielte der F.C. Hansa in der 2. Bundesliga. Vor circa acht Wochen rief der OZ-Redakteur beim Aufsichtsratsvorsitzenden Thomas Abrokat an und wollte dazu eine Stellungnahme. Thomas Abrokat wies den Journalisten mehrfach darauf hin, dass es sich dabei um zwei Jahre alte Zahlen aus der Zweitligasaison handelt. Um die Thematik ganzheitlich abzubilden, müsste man die aktuellen Zahlen recherchieren. So würde man schnell feststellen, dass die Einsatzstärke der Polizei bei Heimspielen des F.C. Hansa Rostock stark rückläufig ist. Dafür sind vor allem die verstärkten Aktivitäten und Erfolge in der Präventions- und Kommunikationsarbeit des Vereins sowie die Zusammenarbeit mit der Polizei verantwortlich. Somit wäre die in dem Artikel formulierte Forderung von Grünen-Politikerin Silke Gajek, der F.C. Hansa hätte im "präventiven Bereich erheblichen Handlungsbedarf" widerlegt. Projekte wie "Hansa Rostock und ich" (prämiert von der Bundesligastiftung) und Kompetenzrunden wie die "Task Force" finden bundesweit bei Politik und in den Verbänden nicht nur große Anerkennung sondern werden ebenso gewürdigt.

Natürlich ist dem F.C. Hansa Rostock bewusst, dass die Bemühungen in diesem Bereich weiter intensiviert und ausgebaut werden müssen und es immer wieder Rückschläge geben kann. Jedoch ist man sich seiner gesellschaftlichen Rolle bewusst und kommt seiner großen Verantwortung dahingehend mit viel Einsatz nach.

Nach den Vorfällen beim Auswärtsspiel in Duisburg, für die sich der F.C. Hansa beim MSV entschuldigt hat, hat der oben genannte Redakteur eine alte Anfrage aus dem Landtag mit den zwei Jahre alten Zahlen und dem Gespräch vor acht Wochen zu einem Artikel zusammengeführt, der der komplexen Thematik nicht nur nicht gerecht wird, sondern einen völlig falschen Eindruck beim Leser hinterlassen könnte. Zudem ist die Tatsache, dass ein sieben Wochen altes Zitat von Thomas Abrokat im Zusammenhang mit aktuellen Vorkommnissen verwendet und somit aus dem Zusammenhang gerissen wird, für den F.C. Hansa unverständlich.

Der Vergleich zwischen Polizeiaufkommen bei Spielen von Profimannschaften und Spielen von Amateurmannschaften hinkt schon allein aufgrund des nicht vergleichbaren Zuschauerinteresses, woraus sich die Einsatzstärken der Polizei definieren.

Der F.C. Hansa wird die Mitglieder des Landtagsausschusses für Inneres und Sport nach Rostock einladen, damit sich diese ein aktuelles Bild von der vielfältigen Präventions- und Fanarbeit des Vereins machen können.

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