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13.07.2009 11:15 Uhr

Stephan Gusche: Will meinen Platz in der Mannschaft festigen

Wenn die Hanseaten am Montag Mittag in das sechstägige Trainingslager aufbrechen, gehört auch Stephan Gusche zu jenen 26 Akteuren, die im Kühlungsborner Europa-Hotel Quartier beziehen. Für den talentierten Innenverteidiger, der bei seinem Heimatverein FC Eintracht Schwerin zunächst noch als Stürmer begonnen hatte, ist dies ein weiterer Meilenstein in seiner noch recht jungen Karriere.

Ursprünglich sollte Stephan Gusche bereits im Sommer 2008 und damit ein Jahr vorfristig in den Männerbereich aufrücken, war für den Regionalliga-Kader der zweiten Mannschaft vorgesehen. Doch ein Bandscheibenvorfall warf ihn wieder zurück, er fiel monatelang aus.
Erst am 7. März dieses Jahres feierte Stephan Gusche sein Comeback im Heimspiel der Hansa-A-Junioren gegen Union Berlin. Und dann ging alles ganz schnell, denn schon zwei Tage später trainierte er mit dem Profi-Team der Hanseaten! „Das kam natürlich auch für mich total überraschend, denn ich hatte ja ewig nicht gespielt“, gestand der 1,93 m große Abwehrspieler. Doch der gerade zum Co-Trainer der Hansa-Profis aufgestiegene Thomas Finck wusste aus seiner Zeit als Nachwuchstrainer um die Fähigkeiten des Stephan Gusche, der im Jahre 2004 zum F.C. Hansa gewechselt war und dort zunächst im Fußball-Internat wohnte.

Nach einem Jochbeinbruch beim Regionalliga-Punktspiel am 18. April 2009 in Kiel musste er zwar erneut mehrere Wochen pausieren, doch der krönende Abschluss der Saison sollte noch kommen. Nachdem Stephan Gusche mehrfach schon im 18er Kader der Profis gestanden hatte, konnte er den Klassenerhalt am letzten Spieltag in Wiesbaden sogar auf dem Spielfeld bejubeln. Denn Trainer Andreas Zachhuber verhalf ihm in der vorletzten Spielminute dieser Partie zu seiner Zweitliga-Premiere. „Es waren sogar vier Minuten“, addiert der 19jährige stolz die Nachspielzeit hinzu und setzt sich für die kommende Saison, in der er erstmals auch die komplette Saisonvorbereitung im Männerbereich absolvieren darf, nun die nächsten Ziele.

Zwar hofft Stephan Gusche, der im Januar 2008 schon einmal zu einem DFB-Lehrgang in Katar weilte, auch noch darauf, „einmal ein offizielles Länderspiel zu bestreiten“, doch zunächst steht der F.C. Hansa voll im Fokus des Mannes mit der Rückennummer 26, der sogar seine Ausbildung zum Industrie-Kaufmann abbrach, um sich auf das Fußball spielen konzentrieren zu können. Nach der zweiwöchigen Vorbereitung in heimischen Gefilden, während der der Innenverteidiger auch in allen vier Testspielen zum Einsatz kam, geht es für ihn nun erstmals mit den Hansa-Profis in ein Trainingslager. In Kühlungsborn wird er zwar das Zimmer mit Tom Buschke teilen, doch Stephan Gusche hofft natürlich auch, dass er während der Trainingseinheiten weiterhin viel von den erfahrenen Spielen lernen kann.

Verstecken will sich der Hansa-Youngster hinter den namhafteren Akteuren aber auf keinen Fall: „Ich möchte nicht zu den Spielern gehören, die nur auf Probe zum Kader gehören, sondern zähle mich zu den vier Kandidaten für die Innenverteidigung. Und diese Position in der Mannschaft will ich mit guten Leistungen im Trainingslager festigen“, erklärt er selbstbewusst. Allerdings will Stephan Gusche auch nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen: „Natürlich hoffe ich auf weitere Einsätze in der 2.Liga, weiß aber auch, dass ich noch Spielpraxis sammeln muss. Die werde ich mir sicherlich auch noch in der Regionalliga-Mannschaft holen müssen. Und das will ich natürlich auch!“

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