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23.11.2005 10:32 Uhr

Story Ahlen: Paul Linz soll Ahlen vor dem Abstieg retten

So eine Zittersaison wie 2004/2005 wollten die Verantwortlichen von LR Ahlen kein zweites Mal erleben. Erst am 22. Mai, dem letzten Spieltag der vergangenen Serie, schafften die Westfalen mit einem 4:3 bei 1860 München den Klassenerhalt. Doch die Realität im sechsten Zweitligajahr sieht anders aus. LR ist Tabellenvorletzter des Unterhauses. Aus zwölf Spielen wurden lediglich acht Punkte geholt.

Ein Umstand, der in Ahlen bereits vor rund drei Wochen zum Trainerwechsel führte. Am 25. Oktober trat Frantisek Straka von seinem Amt zurück. „Es war meine Entscheidung. Nach der Niederlage in Unterhaching war ich der Meinung, dass die Mannschaft ein neues Signal brauchte“, begründete Straka seinen Entschluss. Einen Tag später wurde bekannt gegeben, dass Paul Linz die Nachfolge antritt. „Er kennt die Liga wie kaum ein anderer. Er kennt jeden Spieler unserer Mannschaft“, erklärte  Vereinsboss Helmut Spikker, warum der frühere Coach von Eintracht Trier ausgewählt wurde.

Jetzt soll Linz, der als Profi bei Werder Bremen und Waldhof Mannheim spielte, das Wunder schaffen und Ahlen in der Liga halten. Allerdings weiß er zu genau, dass die Aufgabe „nicht leicht“ wird. Aber er sei „optimistisch“, zusammen mit der Mannschaft den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Seine erste Bilanz kann sich sehen lassen: Unter ihm besiegten die Westfalen Schlusslicht 1. FC Saarbrücken 3:1 und holten bei Energie Cottbus mit einem 0:0 immerhin einen Punkt.

Dass Ahlen vor einem schwierigen Jahr steht, war jedoch vielen Experten vor der Serie bewusst. Allein acht der am letzten Zweitligaspieltag eingesetzten Kräfte verließen LR im vergangenen Sommer. „Ein komplett neues Mannschaftsgerüst war nötig“, sagte Manager Frank Aehling.

Geld für Ablösesummen oder hohe Gehälter konnte er allerdings nicht bieten. Nur viel Idealismus. „Wir haben jeden einzelnen Kandidaten hier nach Ahlen geholt, ihm unsere Anlage gezeigt. Jeder sollte sehen, was wir haben und was wir nicht haben.“

Die Politik hatte Erfolg, schließlich wurden auf diese Weise einige namhafte Spieler verpflichtet. Nico Patschinski (früher FC St. Pauli), mit vier Treffern bester Ahlener Torschütze, Radoslav Kaluzny (Energie Cottbus, Bayer Leverkusen), Torhüter Pascal Borel (Werder Bremen) oder Marcel Ketelaer (Borussia Mönchengladbach, Hamburger SV, 1. FC Nürnberg) verfügen alle über Bundesligaerfahrung. Doch eine Mannschaft mit vielen guten Namen garantiert keinen Erfolg. Diese Erfahrung mussten die Ahlener bislang auch machen. Doch seit der vergangenen Saison wissen die Verantwortlichen von LR auch. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

 

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