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11.04.2006 15:27 Uhr

Story Cottbus: Cottbus will nach drei Jahren zurück ins Oberhaus

Die Verantwortlichen bei Energie Cottbus haben drei Jahre nach dem Abstieg wieder ihr Selbstvertrauen zurückgewonnen und träumen von der Rückkehr ins Fußball-Oberhaus. „Wir sind das Flaggschiff des Ostens“, sagt Michael Stein, der neue Präsident der Lausitzer, voller Stolz.

Grund für seine Euphorie ist die Tatsache, dass Energie als einziger Ost-Klub noch wirklich gute Aufstiegschancen hat, erst recht nach dem 1:0-Erfolg gegen LR Ahlen am vorigen Spieltag, mit dem Energie den dritten Platz festigte. Als Stein den Klub übernahm, drohte der Absturz in die Regionalliga, Cottbus hatte 4,5 Millionen Schulden. Doch jetzt ist alles anders. „Eine Rückkehr in die Bundesliga drei Jahre nach dem Abstieg würde der ganzen Region und den Menschen hier einen enormen Schub verpassen“, sagt Stein. Und es wäre auch für ihn persönlich ein großer Triumph. Denn erst seit Mai 2005 hat er als Präsident das Sagen, zuvor feuerte er die Mannschaft über 20 Jahre von der Tribüne aus an.

Um Cottbus wieder nach oben zu bringen, musste Stein aber zunächst Schulden abbauen. Über 500.000 Euro hat er in acht Monaten geschafft, aber das reicht nicht. „In der zweiten Liga würde die Konsolidierung noch Jahre dauern. Ein Aufstieg würde das Ganze natürlich beschleunigen“, sagt er.

Sein wichtigster Mann ist Trainer Petrik Sander. Gerade hat Stein dessen Vertrag um zwei Jahre - auch für die 1. Liga - verlängert. „Ich spreche oft mit Pet“, sagt Stein. „Er hat einen riesigen Anteil am Erfolg, weil er die Mannschaft sehr gut zusammengestellt hat. Hier ist nicht mehr alles auf einen Spieler ausgerichtet - wie zum Beispiel früher auf einen Spielmacher Mokhtari.“

Mit den Neuzugängen traf sich Sander vor der Saison „auf Autobahnraststätten, um sie persönlich zu überzeugen, nach Cottbus zu kommen“, wie der Trainer erklärt. Präsident Stein sagt: „Pet hat es geschafft, wieder eine homogene Einheit zu schaffen. Vorher hatten wir viele Einzelkämpfer.“

Im Gegensatz zu Vorgänger Ede Geyer, der für einen rauen Umgangston bekannt war, arbeitet Sander auf die sanfte Tour. So erklärt er jedem Spieler, der auf Bank oder Tribüne sitzt, warum er nicht dabei ist. „Ich schulde es jedem, ihm das zu erläutern, halte nichts davon, es den Jungs einfach vor den Kopf zu knallen.“

Vor der Saison reduzierte Sander den Kader von 30 auf 23 Profis. „Je mehr Spieler du hast, desto größer ist die Unzufriedenheit, weil du viele gar nicht berücksichtigen kannst“, erklärte er. Zu den Korsettstangen zählen Torhüter Tomislav Piplica, Abwehrspieler Greg Berhalter, Allrounder Kevin McKenna, die alle bereits in der Bundesliga spielten, und Spielmacher Daniel Gunkel.

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