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16.08.2006 09:36 Uhr

Story Heimgegner: Erzgebirge Aue setzt weiter auf Kontinuität

Der Auftakt ist geglückt. Mit einem 1:0 gegen die SpVgg Unterhaching startete Ergebirge Aue in die neue Zweitliga-Saison. Mann des Tages im Erzgebirgsstadion war beim Saisonauftakt dabei ein Routinier: der bundeliga-erfahrene Stürmer Andrzej Juskowiak, der schon im Oberhaus für Borussia Mönchengladbach, den VfL Wolfsburg und Energie Cottbus auf Torejagd ging. Für Aue ist der 35 Jahre alte 39-malige polnische Nationalspieler mit seiner Erfahrung ein Eckpfeiler.

In Aue sind die Verantwortlichen sicher, dass auch die Saison 2006/2007 sehr erfolgreich wird. Denn in Gerd Schädlich haben die Erzgebirgler einen Trainer unter Vertrag, der für den Klub eine Art Lebensversicherung ist. „Gerd Schädlich ist wie ein guter Wein. Je länger er hier ist, desto besser wird er“, sagt Präsident Uwe Leonberg.

Tatsache ist: Seitdem Schädlich in Aue das Sagen hat, läuft es bei den Sachsen. Seit dem 1. Juli 1999 steht der Coach dort unter Vertrag. 2003 führte er den Klub in die zweite Bundesliga. Und seitdem ist Erzgebirge im Bundesliga-Unterhaus fester Bestandteil, obwohl viele Experten in Aue oft einen potenziellen Abstiegskandidaten sahen.

Doch abheben nach dem 7. Platz in der vorigen Saison, das kommt in Aue für niemanden in Frage. Auch in dieser Spielzeit geht es darum, rechtzeitig den Klassenerhalt zu sichern. „Wenn man finanziell im unteren Drittel der Liga steht, ist es schwer, ganz nach oben zu kommen“, sagt Schädlich.

Zumal Aue trotz Juskowiak die nötige Offensivkraft fehlt, um tatsächlich um den Aufstieg in die Bundesliga mitzuspielen. In der abgelaufenen Serie erzielten die Sachsen lediglich 38 Tore. Doch dafür gibt es Gründe. Schädlich: „Wir müssen unsere Torgefahr aus den hinteren Reihen entwickeln. Daran arbeiten wir.“

Wenigstens auf Juskowiak ist fast immer Verlass. Der Treffer gegen Unterhaching war sein 26. Tor im 80. Punktspiel für Aue. Damit bewahrte er sein Team vor einem Fehlstart, denn in der ersten Halbzeit waren die Gäste aus Bayern die deutlich bessere Mannschaft. Erst das Pfeifkonzert der Erzgebirge-Fans zur Pause schien die Schädlich-Elf aufgeweckt zu haben. Denn nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber besser ins Spiel und hatten durch Stürmer Skerdilaid Curri schon das 1:0 auf dem Fuß. Abwehrspieler Stefan Buck rettete für Hachings geschlagenen Torhüter Philipp Heerwagen auf der Linie. In der 76. Minute sorgte Juskowiak mit einem Kopfball dann aber für die Erlösung.

Kein Wunder, dass der Aue-Coach lobende Worte für seinen Torjäger findet. „Ich baue auf ihn“, sagt Schädlich. Und auf Kontinuität: So wurde der Kader nicht - wie bei einigen anderen Klubs geschehen – völlig ausgetauscht. Aue verpflichtete in Torhüter Axel Keller und Mittelfeldmann Miso Brecko, die in der vorigen Saison noch das Trikot des F.C. Hansa trugen, sowie Tom Geißler von Mainz 05 und Mitja Schäfer von LR Ahlen nur vier Spieler. Aus der eigenen Jugend rückte Verteidiger Tim Zwingenberger in den Profikader auf. Nur vier Spieler wurden abgegeben. „Wir haben eine gute Mannschaft, der ich einiges zutraue“, sagt Schädlich.

 

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