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06.08.2005 11:09 Uhr

Story Heimgegner: Kickers Offenbach

Sechs Jahre ist es her, dass der Traditionsverein Offenbacher Kickers letztmals im Profifußball vertreten war. In der Saison 1999/2000 gehörten die Hessen dem Bundesliga-Unterhaus an, stiegen am Ende jedoch als Tabellen-17. ab.

Ein erneutes nur einjähriges Gastspiel wollen die Kickers nach der Rückkehr in die 2. Liga in der Spielzeit 2005/2006 diesmal vermeiden. Schließlich wollen sich die Offenbacher hinter den Rivalen Eintracht Frankfurt und FSV Mainz 05, die beide in der Bundesliga spielen, zumindest als dritte Macht im Rhein-Main-Gebiet etablieren. Um das zu schaffen, setzt Trainer Hans-Jürgen Boysen insbesondere auf Teamgeist: „Es kommt vor allem auf den Zusammenhalt an. Und darauf, dass alle an einem Strang ziehen.“

Damit das klappt, hat der Coach in der Saisonvorbereitung bewusst ein Team-Entwicklungs-Trainingslager absolviert. Für drei Tage ging es nach Hundseck in den Schwarzwald. Mountainbike-Touren, Flöße bauen, das Abseilen vom Turm standen im Mittelpunkt. Mit dem Ziel: Das Teamwork zu fördern.

Um den Klassenerhalt zu schaffen, ist aber auch fußballerische Klasse vonnöten. Die die Mannschaft laut Weltmeister Uwe Bein, der in Offenbach für den sportlichen Bereich zuständig ist, auf alle Fälle hat. „Ich bin davon überzeugt, dass der Kader Zweitliga-Potenzial hat“, sagt der frühere Nationalspieler, der 1990 zum deutschen Weltmeisterteam zählte.

Bis auf Bruno Akrapovic ist der Stamm auf dem Bieberer Berg geblieben. Zudem wurden neue Spieler geholt, um die Aufstiegsmannschaft zu verstärken. Die bekanntesten Zugänge sind Daniel Schumann und der Franzose Regis Dorn, die vom Erstliga-Absteiger SC Freiburg zu den Hessen gewechselt sind. Vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach kam Torhüter Sead Ramovic. Und vom mazedonischen Klub Vardar Skopje wurde Wandeir verpflichtet. Zudem bauen die Hessen auf die Torjäger-Qualitäten ihres Stürmer-Routiniers Sasa Ciric.

Neben dem Teamgeist und der sportlichen Qualität setzen die Verantwortlichen der Kickers in der 2. Liga aber auch auf die tolle Stimmung im Umfeld des Klubs. „Wir wollen unbedingt die Euphorie des Aufstiegs nutzen und einen guten Start hinlegen“, sagt Boysen. Doch der Coach ist schon lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass der OFC als Neuling vor einem schweren Jahr steht: „Wir wissen, dass es in der 2. Liga keine leichten Spiele und Gegner gibt.“

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