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24.11.2006 08:31 Uhr

Story Heimgegner Rot-Weiß Essen

Es ist wie verhext. Auch der neue Trainer Lorenz-Günther Köstner hat die Negativserie von Rot-Weiß Essen nicht beendet. 48 Stunden nach der Amtsübernahme von Köstner verlor der Traditionsklub aus dem Ruhrgebiet am 13. Spieltag 0:1 (0:0) gegen Erzgebirge Aue und wartet seit nunmehr sieben Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn. Für den Tabellenvorletzten war es die fünfte Pleite in Folge.

Damit nicht genug. Für RWE gab es weitere Hiobsbotschaften. Mittelfeldspieler Dimitrios Grammozis fällt mindestens drei Monate aus. Der ehemalige Profi des Hamburger SV und 1. FC Kaiserslautern erlitt in der Partie gegen Aue einen Wadenbeinbruch. Zudem wird auch Macchambes Younga-Mouhani den Essenern fehlen. Er sah gegen Aue in der 21. Minute wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte. „Das ist ganz bitter für uns“, kommentierte der neue RWE-Trainer Köstner die schlechten Nachrichten vor dem nun anstehenden Spiel beim F.C. Hansa.

„In der ersten Halbzeit hat die Mannschaft ein gutes Spiel gemacht. Am Ende ließen dann aber die Kräfte mehr und mehr nach“, sagte Stürmer Arie van Lent, früher in der Bundesliga für Werder Bremen, Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt aktiv, nach dem Schlusspfiff. Kapitän Alexander Löbe erklärte nach dem erneuten Rückschlag: „Wir dürfen uns trotz allem nicht entmutigen lassen. Der neue Trainer wird in der kommenden Woche sicher für neue Impulse sorgen.“

 

Köstner hatte am 18. November seinen Dienst als Trainer bei RWE angetreten. Der 54-Jährige legte in den vergangenen Tagen den Schwerpunkt seiner Arbeit unter anderem auf Standardsituationen und Taktikschulung. Während des Trainings führte Köstner zudem immer wieder Einzelgespräche mit seinen Spielern. Zusammen mit dem Chefcoach standen auch der neue Essener Co-Trainer, der frühere Bundesligaprofi Alexander Strehmel, sowie der Sportliche Leiter Olaf Janßen auf dem Trainingsplatz. Ex-Profi Janßen hatte nach der Entlassung von Uwe Neuhaus Anfang November das Training geleitet.

 

Köstner ist davon überzeugt, RWE aus dem Tabellenkeller zu führen. Obwohl durch den verpatzten Saisonstart eine schwere Hypothek auf ihm lastet. „Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass die Aufgabe heikel und schwierig ist. Aber das macht sie für mich reizvoll. Ich bin ein Mensch, der gerne schwierige Aufgaben in Angriff nimmt“, sagte der neue Essener Coach.

Erfahrung im Abstiegskampf hat Köstner beim Karlsruher SC und beim 1. FC Köln gesammelt. 1999 führte er die SpVgg Unterhaching in die Bundesliga. „Ich kann nichts versprechen, aber ich werde alles dafür tun, damit wir unser Ziel Klassenerhalt erreichen“, sagte der Fußball-Lehrer, der zuletzt ein Engagement beim Regionalligisten TSG Hoffenheim hatte. Gelingt es Köstner, dann lohnt es sich auch für ihn. Denn sein Vertrag, der bislang nur bis zum 30. Juni 2007 datiert ist, verlängert sich nur im Falle des Klassenverbleibs bis zum 30. Juni 2008.

 

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