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26.01.2006 09:01 Uhr

Story Heimgegner: TSV 1860 München

Im Trainingslager auf Teneriffa versuchte 1860 Münchens Trainer Reiner Maurer noch, seiner Mannschaft den richtigen Schliff für die Mission Wiederaufstieg zu verpassen. Nach dem 0:0 zum Rückrundenauftakt gegen LR Ahlen war seine eigene Mission als „Löwen“-Bändiger aber schon beendet. Am Sonntagabend beurlaubte der Verein den früheren Mittelfeldspieler nach 13-monatiger Amtszeit.

„Der Verein steht vor einer wegweisenden Rückrunde“, begründete 1860-Präsident Karl Auer die Entscheidung des Vereins: „Wir wollen nichts unversucht lassen, das Ziel Aufstieg zu realisieren.“ Ausgelöst hatte die Trainerentlassung die Nullnummer gegen „Kellerkind“ Ahlen, bei der selbst Maurer eine viel zu pomadige Spielweise der Mannschaft gesehen hatte.

Die Fans der Sechziger wurden zum Rückrundenstart in der heimischen Allianz-Arena wieder einmal enttäuscht. Seit dem 14. Oktober müssen sie jetzt schon auf einen Heimsieg warten. Die Horrorbilanz im neuen eigenen Stadion, in das in der Hinserie im Schnitt rund 45.000 Fans pilgerten, lautet: zehn Spiele, vier Niederlagen, drei Remis und nur drei Siege. Das ist zu wenig, um am Saisonende aufzusteigen. Der frühere Meisterspieler Peter Grosser meinte nach dem verpatzten Start ins neue Jahr denn auch: „Schlechter als gegen Ahlen kann man nicht mehr spielen.“

Dabei waren die Hoffnungen in München groß. Vor allem, nachdem es dem Klub gelungen war, in der Winterpause Steffen Hofmann von Champions-League-Teilnehmer Rapid Wien zu verpflichten und sich nochmals zu verstärken. 550.000 Euro Ablöse hat er gekostet. Doch auch er trug nicht dazu bei, dass die „Löwen“ eine gute Vorstellung boten. „Ich bin enttäuscht, mein Debüt hatte ich mir ganz anders vorgestellt“, sagte der Mittelfeldspieler, der neben dem in der Hinserie wiedererstarkten chinesischen Nationalspielers Jiayi Shao Akzente in der „Löwen“-Offensive setzen soll. Ganz so schlecht war Hofmanns Leistung bei der Premiere denn auch nicht. Immerhin hatte er 68 Ballkontakte und versuchte, das Spiel zu lenken. Und das macht den Sechzigern Mut für die Zukunft.

Dennoch weiß Präsident Karl Auer, was die Stunde geschlagen hat. Denn der Rückstand zur Spitze wird von Spieltag zu Spieltag immer größer. Deswegen kündigte er vor dem Auswärtsspiel in Rostock auch an: „Ich werde mit dem einen oder anderen Spieler Tacheles reden. Wir müssen jetzt endlich wieder unsere Spiele gewinnen. Fußball ist für mich nicht mehr die schönste Nebensache der Welt ...“

 

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