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09.02.2006 08:14 Uhr

Story: Heimgegner VFL Bochum

Die Fußball-Lehrer waren sich vor der Saison einig: Die Bundesliga-Absteiger Hansa Rostock, VfL Bochum und SC Freiburg waren für die Mehrzahl der Trainer der 2. Bundesliga die klaren Favoriten für den Gang in die Eliteliga. Der VfL ist diesen Erwartungen bislang am besten gerecht geworden. Am vergangenen Wochenende haben die Westfalen ihre Tabellenführung in der 2. Bundesliga gefestigt, als der VfL Kellerkind LR Ahlen 3:0 (1:0) besiegte.

Im heimischen Ruhrstadion hatte Bochum vor 13.000 Zuschauern zunächst zwar einige Schwierigkeiten, ging aber durch Tommy Bechmann (36.) mit 1:0 in Führung. Im zweiten Durchgang erzielten erneut Bechmann (66.) und der Brasilianer Edu (78.) mit einem Foulelfmeter die weiteren Treffer. Torhüter Rein van Duijnhoven hatte wenig zu tun, mit 17 Gegentreffern hat er die wenigsten der Liga kassiert.

Obwohl der Aufstieg immer näher rückt, wird beim VfL noch kein Sekt kaltgestellt. „Zum Feiern gibt es noch keinen Grund. Uns stehen noch ein weiter Weg und harte Arbeit bevor“, sagt Trainer Marcel Koller und konzentriert sich auf das, „was unmittelbar bevorsteht“. Das ist die Partie im Rostocker Ostseestadion.

Damit der VfL die Rückkehr ins Oberhaus schafft, haben die Westfalen in der Winterpause nochmals ihren Kader verstärkt. Dabei setzt Bochum auf brasilianischen Fußballzauber, vor allem auf den 15-maligen Nationalspieler Fabio Junior. Er ist nach Edu der zweite Spieler vom Zuckerhut im Kader des VfL. Mit der Verpflichtung des 28 Jahre alten Stürmers vom arabischen Club Al Wahda lieferte der Tabellenführer zweifelsohne die überraschendste Personalie in der Punktspielpause.

„Wir wollen mit ihm den Wiederaufstieg in die erste Liga schaffen“, sagt Trainer Koller, der nach intensiver Video-Analyse von der Technik, Schnelligkeit und Beidfüßigkeit des Neu-Bochumers angetan war. Fabio Junior war Ende 1999 von seinem Stammverein Cruzeiro Belo Horizonte für rund 15 Millionen Dollar zu AS Rom gewechselt, wo er sich aber nicht durchsetzte.

Während sich die Mannschaft und Trainer auf den Wiederaufstieg konzentrieren, kämpft Werner Altegoer, der Aufsichtsratsvorsitzende der Bochumer, um eine gerechte Verteilung der TV-Millionen im Sinne der kleinen Klubs. Er brachte kürzlich sogar einen Boykott gegen Bayern München ins Gespräch, falls der Rekordmeister ab der Spielzeit 2009 auf die Einzelvermarktung beharren würde. „Das sind Drohgebärden, das interessiert sicher im Augenblick keinen. Bis 2009 geht sowieso gar nichts, bis dahin ist die zentrale Vermarktung vereinbart. Wenn die Bayern dann meinen, sich aus der Liga herausschälen zu müssen, dann müssen sie sich überlegen, gegen wen sie spielen wollen. In diesem Fall könnte es in der Bundesliga dazu kommen, dass sich ein Großteil der Vereine weigert, gegen Bayern anzutreten“, sagte Altegoer.

 

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