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19.03.2007 07:10 Uhr

Story Köln: Die „Geißböcke“ planen schon den neuen Anlauf

Seit mehr als einem Vierteljahr elektrisiert ein Name die 2. Bundesliga: Christoph Daum. Und wenn kein Wunder geschieht, wird das auch in der kommenden Saison noch der Fall sein. Denn Daum, 1992 Meistertrainer des VfB Stuttgart, wird seinen derzeitigen Klub 1. FC Köln in diesem Jahr wohl noch nicht in die Bundesliga zurückführen.

 

Nach dem 4:1 im Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching am vorigen Spieltag, dem ersten Dreier nach zuvor drei Spielen ohne Sieg, beträgt der Rückstand auf den dritten Aufstiegsplatz immer noch neun Punkte, obwohl die Rheinländer in der Winterpause den Kader nochmals kräftig aufgerüstet hatten. Mit den drei Brasilianern André, Tiago und Fábio Luciano, dem türkischen Stürmer Serhat und dem norwegischen Defensivmann Marius Johnsen kamen fünf neue Leute. Außerdem konnte wieder auf Abwehrspieler Lukas Sinkiewicz, der seinen Kreuzbandriss auskuriert hat, zurückgegriffen werden.

Selbst die FC-Verantwortlichen um Präsident Wolfgang Overath haben den Aufstieg abgehakt. Die ersten Planungen für eine weitere Zweitliga-Saison wurden bereits aufgenommen. „Wir haben eine Planungssicherheit, die wir so natürlich nicht wollten. Das einzig Positive an unserer schweren Situation ist, dass wir sehr früh wissen, woran wir sind“, sagte Manager Michael Meier.

 

Nachdem auch Star-Coach Daum bei den „Geißböcken“ nicht die Wende eingeleitet hat, will er bereits jetzt sein aktuelles Personal auf die Tauglichkeit für einen neuen Anlauf testen. „Ich will sehen, auf welche Spieler, die noch unter Vertrag stehen, wir uns in Zukunft beim FC noch verlassen können. Es geht darum, wer charakterlich zu uns passt“, erklärte Daum zuletzt seinem Kader.

 

In der neuen Serie soll dann ein neuer Anlauf gestartet werden, um in die Bundesliga zurückzukehren. Auf Dauer will Daum den ersten Bundesliga-Meister mit einem Fünfjahresplan wieder zu einem festen Bestandteil der Eliteklasse machen. „Im Augenblick ist es sehr viel Arbeit, weil wir den FC wieder aufs Erfolgsgleis führen müssen. Im Moment stehen wir auf einem Nebengleis im Bummelzug. Das Ziel ist es, mit Köln im Konzert der Großen dabei zu sein“, sagte der 53-Jährige.

 

Mit Daum. Denn der denkt keineswegs ans Aufhören. „Ich werde so lange weitermachen, bis ich den 1. FC Köln aus der 2. Liga herausgeführt habe, das ist das kurzfristige Ziel. Mittelfristig geht es darum, den 1. FC Köln in der Bundesliga zu etablieren, und langfristig geht es darum, den FC an die Bundesligaspitze und in den internationalen Bereich zu führen“, erklärte der Coach. Daum besitzt in Köln einen Vertrag bis 30. Juni 2010.

 

Ob künftig Stürmer Patrick Helmes, der wie der Ex-Dortmunder Salvatore Gambino gegen Unterhaching zweimal traf, für Köln spielt, ist weiter unklar. Nachdem der Jungstar seinen Wechsel zu Erstligist Bayer Leverkusen spätestens zur Saison 2008/2009 vertraglich schon besiegelt hatte, überlegt er offenbar nun doch, bei den „Geißböcken“ zu bleiben, die die Rechtmäßigkeit des Vertragsabschlusses mit Leverkusen bei der Deutschen Fußball Liga DFL erfolgreich angefochten hatten. „Der FC hat mir ein neues Angebot gemacht“, sagte der Angreifer, der nach sieben Toren in den ersten fünf Spielen wegen eines Fußbruches lange pausieren musste und nach seinem Comeback jetzt dreimal getroffen hat: „Die neue Offerte klingt super. Ich bin ins Grübeln geraten.“

 

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