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15.03.2006 15:01 Uhr

Story nächster Gegner Aue: Die Offensive ist das Sorgenkind

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Nach diesem Motto geht zurzeit Erzgebirge Aue in der 2. Bundesliga vor. Mit dem 2:2 (2:0) am vergangenen Spieltag gegen Energie Cottbus fuhren die Sachsen Punkt Nummer 30 ein. Andrzej Juskowiak (34.) und Jörg Emmerich (44./Foulelfmeter) hatten die „Veilchen“ 2:0 in Führung gebracht, ehe Sergiu Marian Radu in der 58. Minute und Lars Jungnickel (76.) für Cottbus zum verdienten Ausgleich trafen.

Dass Aue momentan nur in der zweiten Tabellenhälfte steht, hat der Klub auch seiner Angriffsschwäche zu verdanken. Nur 23 Tore erzielten die Sachsen in 24 Spielen. Dabei stehen im Auer Kader immerhin so gefährliche Angreifer wie Ersin Demir, Sebastian Helbig und vor allem Routinier Juskowiak. „Wir Stürmer standen in letzter Zeit oft in der Kritik. Ich finde, dass wir uns nicht schlecht präsentiert haben. Wir haben nur die Chancen oft zu leichtfertig vergeben“, sagt der frühere polnische Nationalspieler Juskowiak zur Angriffsschwäche. Der frühere Bundesliga-Profi (Mönchengladbach, Wolfsburg, Cottbus) ist sicher: „Irgendwann wird der Knoten richtig platzen.“

Immerhin: Einen Teil des vor dieser Spielzeit ausgegebenen Saisonziels hat der FC Erzgebirge zumindest derzeit schon erfüllt. „Wir wollen auf jeden Fall die Nummer eins in Sachsen bleiben“, hatte Aues Präsident Uwe Leonhardt vor der Saison ein Ziel des Vereins formuliert. Bislang wurde das Vorhaben umgesetzt. Aue steht in der Tabelle vor dem Erzrivalen Dynamo Dresden.

Oberste Priorität hat für den langjährigen FCE-Trainer Gerd Schädlich natürlich der Klassenerhalt. Und ist der Vorsprung noch nicht groß genug. „Wir haben alles andere als ein beruhigendes Polster“, weiß Schädlich.

Grundsätzlich ist rund um das Erzgebirgsstadion Bescheidenheit angesagt. Bodenständigkeit dominiert den Verein aus der 18.000 Einwohner-Stadt. Übermütig wird dort niemand, auch nicht angesichts zweier überraschend erfolgreicher Jahre in der 2. Bundesliga mit den Plätzen acht und sieben. „Die Region ist nicht auf Rosen gebettet. Wenn wir es schaffen, uns auf Dauer in der 2. Liga zu etablieren, ist es das Optimum“, ist auch Schädlich, der seit 1999 bei den Erzgebirglern arbeitet, Realist.

 

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