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16.11.2005 16:19 Uhr

Story nächster Gegner: Energie Cottbus

Energie Cottbus ist wieder gefragt. Gegen Kellerkind LR Ahlen kamen zum letzten Heimspiel 11.000 Zuschauer. Der hohe Zuspruch kommt nicht von ungefähr. Denn die Lausitzer spielen in dieser Saison wieder um den Aufstieg in die Bundesliga mit.

Die Rückkehr ins Oberhaus, in dem Energie von 2000 bis 2003 vertreten waren, ist der große Traum der Cottbuser. Auch wenn Trainer Petrik Sander vor der Serie noch vorsichtig sagte: „Es wäre vermessen, nach dem Fast-Abstieg jetzt sofort wieder von Aufstieg zu reden. Das würde nur überzogene Erwartungen schüren.“

Doch die sind in der Lausitz nach dem perfekten Start wieder hoch. Die Mannschaft um den bundesligaerfahrenen Torhüter Tomislav Piplica steht mit 23 Zählern auf Platz drei: einem Aufstiegsrang. Der Vorsprung auf den Vierten beträgt zwei Punkte.

Leistungsträger bei Energie ist neben Piplica vor allem einer: Kevin McKenna. Man nennt ihn in der Lausitz auch gern „Berufspendler“. Er pendelt zwischen Abwehr und Angriff und ist längst zu einer Art Geheimwaffe für Energie geworden, die Trainer Sander immer dann ziehen kann, wenn es im Angriff nicht rund läuft. McKenna räumt dann seinen Platz in der Innenverteidigung und schießt als Stürmer Tore. Und das mehr als jeder andere in der Liga. Mit acht Treffern führt er die Torjägerliste der 2. Liga an.

Mit dieser ungewöhnlichen Flexibilität zieht er seit einigen Wochen auch die Aufmerksamkeit der Bundesliga auf sich. „Es gibt Anfragen“, bestätigt der kanadische Nationalspieler. Sein Vertrag in Cottbus läuft allerdings noch bis 2007. Erst im Sommer war McKenna nach drei Jahren bei Heart of Midlothian aus Schottland nach Cottbus zurückgekehrt. Dort hatte er unter dem damaligen Trainer Eduard Geyer seine Laufbahn als 18-Jähriger in Europa begonnen.

Dass McKennas Torgefahr keine Eintagsfliege ist, belegt auch die Statistik seiner Zeit in Schottland. Für die Hearts aus Edinburgh traf er in fast drei Jahren 23-mal. Aufmerksamkeit vor einem breiten deutschen Publikum erregte er vor zwei Jahren beim Länderspiel der deutschen Nationalelf gegen Kanada (4:1) in Wolfsburg. Damals brachte er die Ahornblätter 1:0 in Führung.

Nun soll er Energie in die Bundesliga führen, auch wenn die letzten Ergebnisse nicht nach dem Geschmack der Klubbosse waren. Dem 1:4 in Freiburg folgte nur ein 0:0 gegen Ahlen. „So etwas passiert, doch davon lasen wir uns nicht zurückwerfen“, sagt McKenna. Die nächsten Spiele werden es beweisen. Bleibt der Erfolg erhalten, werden künftig noch mehr als 11.000 Fans ins Stadion der Freundschaft pilgern.

 

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