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25.10.2005 11:18 Uhr

Stuttgart mit „Trap“ noch nicht auf Touren

Mit der Verpflichtung des italienischen Startrainers Giovanni Trapattoni sollte beim VfB Stuttgart eine neue Ära beginnen. „Überall, wo Herr Trapattoni war, hatte er auch Erfolg“, sagte Präsident Erwin Staudt im Sommer unmittelbar nach der Präsentation des „Maestros“ euphorisch.

Doch mittlerweile ist in Stuttgart die Euphorie verflogen. Denn der Erfolg ist bei den Schwaben ein Vierteljahr später immer noch ausgeblieben. Das Minimalziel des VfB lautet UEFA-Cup-Qualifikation. Doch nach den bisherigen Vorstellungen ist es zum gegenwärtigen Zeitpunkt eher unwahrscheinlich, dass dies geschafft wird.

Denn der VfB kommt einfach nicht in Schwung. Und dass, obwohl der Klub nach dem Verkauf der Leistungsträger Kevin Kuranyi zu Schalke 04 und Alexander Hleb zu Arsenal London kräftig in die Mannschaft investierte und unter anderem den dänischen Stürmerstar Jon Dahl Tomasson vom AC Mailand und dessen Landsmann Jesper Grönkjaer von Atletico Madrid verpflichtete. Allein das Duo kostete rund 12,5 Millionen Euro Ablöse. Zudem kam Nationalspieler Thomas Hitzlsperger von Aston Villa, der ebenfalls als großer Hoffnungsträger galt.

„Wir haben mit Tomasson und Grönkjaer die Lücken mehr als erfüllt. Beide haben sehr viel internationale Erfahrung und stehen da, wo viele andere in unserer Mannschaft noch hin wollen. Sie werden sagen, wo es langgeht“, glaubte Staudt noch vor Wochen.

Bislang ist es ihnen aber nicht gelungen, obwohl Tomasson auffälligster VfB-Spieler in dieser Saison war. Aufgrund der ständigen Rotation von Trapattoni - selbst die Nationalspieler Andreas Hinkel und Thomas Hitzlsperger haben keinen Stammplatz - ist das Team noch nicht gefestigt. Die Folge: Erfolge blieben meist Mangelware.

Dabei ist der Klub gerade zum Siegen verdammt. Aufsichtsratschef Dieter Hundt: „Wir brauchen die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb auch von der finanziellen Seite. Wir haben eine teure Mannschaft.“ Das heißt: Sollte der VfB die Europacup-Qualifikation verpassen, ist nicht auszuschließen, dass sich der Klub im nächsten Jahr von dem einen oder anderen Spieler trennt.

Doch soweit denkt Trapattoni nicht. Er ist trotz des mäßigen Starts optimistisch und sagt: „Ein Neuaufbau geht nicht von heute auf morgen. So etwas braucht Zeit. Man muss nur die Geduld bewahren.“

Foto: Giovanni Trapattoni (l.) und Co-Trainer Andreas Brehme © 2005 Bongarts/Getty Images

 

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