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03.12.2013 10:20 Uhr

SV Wehen Wiesbaden empfängt punktgleichen F.C. Hansa

Blickt man zurück auf die Prognosen, die vor Beginn der aktuellen Drittliga-Saison abgegeben wurden, zählte der SV Wehen Wiesbaden zu den meistgenannten Aufstiegsfavoriten. Und dieser Rolle wurde die Mannschaft von Trainer Peter Vollmann zunächst auch gerecht. Nach dem 2:1-Heimsieg über RasenBallsport Leipzig am sechsten Spieltag und 16 von 18 möglichen Punkten waren die Wiesbadener Ende August Tabellenführer der 3. Liga. Danach gab es in Erfurt zwar die erste Saisonniederlage, doch nach dem 2:0-Erfolg über den MSV Duisburg am 8. Spieltag hatte man als Tabellenzweiter bereits fünf Punkte Vorsprung auf den dritten Tabellenplatz!

Gemeinsam mit dem punktgleichen Tabellenführer Heidenheim stellte man auch den erfolgreichsten Angriff der Liga – zwei Tore pro Partie hatte man durchschnittlich erzielt.
Zwei Tore erzielte man auch zwischen dem 9. und 13. Spieltag – allerdings insgesamt in den fünf Spielen, von denen kein einziges mehr gewonnen werden konnte. Nach nur zwei von 15 möglichen Punkten fielen die Wiesbadener auf den siebenten Tabellenplatz zurück, hatten aber weiterhin nur einen Punkt Rückstand auf Relegationsrang 3! Trotzdem war die erste Heimniederlage – das 0:2 gegen die SpVgg Unterhaching am 19. Oktober – für Peter Vollmann das letzte Spiel auf der Trainerbank der Hessen. Während der Auswärtspartie beim 1.FC Heidenheim betreute dann Co-Trainer Bernd Heemsoth die Mannschaft, die dem souveränen Spitzenreiter immerhin ein 0:0 abtrotzte.

Als neuer Trainer wurde schließlich Marc Kienle verpflichtet. Der 41-jährige Fußball-Lehrer hatte zuvor im Nachwuchsbereich des VfB Stuttgart und FC Bayern gearbeitet und trainiert in Wiesbaden nun zum ersten Mal eine Männermannschaft. Unter seiner Regie ist der SV Wehen Wiesbaden noch ungeschlagen, konnte allerdings mit dem 2:1-Auswärtssieg in Chemnitz auch nur eine von vier Begegnungen gewinnen. Am vergangenen Sonnabend gastierte man zum Hessen-Derby in Darmstadt, das am Ende 2:2-Unentschieden endete. Zweimal geriet der SVWW in Rückstand, doch Jose-Pierre Vunguidica (53.) und Martin Röser (80.) konnten jeweils ausgleichen.

Der 23-jährige Angolaner Vunguidica, der im Sommer 2012 vom 1. FC Köln rheinaufwärts wechselte, ist mit sechs Saisontoren auch der beste Torschütze seiner Mannschaft. Nur einen Treffer weniger hat Tobias Jänicke erzielt, der zum Quartett der ehemaligen Rostocker zählt, die Ex-Coach Peter Vollmann nach Wiesbaden gelotst hatte. Während sich Stephan Gusche bereits am zweiten Spieltag einen Kreuzbandriss zuzog und momentan im Aufbautraining befindet, gehören neben Tobias Jänicke auch die Ex-Hanseaten Robert Müller und Michael Wiemann zum Stammpersonal des SVWW. Daran änderte auch der Trainerwechsel nichts.
Eine Änderung gab es allerdings auf der Torhüterposition.

Während der 34-jährige Michael Gurski unter Peter Vollmann alle 13 Punktspiele über die volle Distanz absolvierte und dabei 16 Gegentore kassiert hatte, wurde anschließend der 23-jährige Markus Kolke zwischen die Pfosten beordert und musste in fünf Begegnungen fünfmal hinter sich greifen. Aktuell belegt der SV Wehen Wiesbaden mit 24:21 Toren und 28 Punkten den vierten Tabellenplatz, auf Grund der besseren Tordifferenz rangiert er knapp vor dem F.C. Hansa. In den neun Auswärtsspielen wurden ebenso 14 Punkte geholt wie in den neun Heimspielen. Auf einen Heimsieg warten die Wiesbadener allerdings schon seit fast drei Monaten, den nach dem 2:0-Erfolg über den MSV Duisburg am 8. September gab es in der BRITA-Arena viermal ein 1:1-Unentschieden sowie die einzige Heimniederlage im letzten Spiel von Peter Vollmann.

Am kommenden Freitag ab 19 Uhr kommt es in Wiesbaden nun also zum Duell zwischen Gastgeber SV Wehen und dem F.C. Hansa, das in der BRITA-Arena zum vierten Mal ausgetragen wird. Das einzige Zweitliga-Spiel am 24. Mai 2009 endete 1:1-Unentschieden, während es in der 3. Liga zweimal einen 2:1 Sieger gab. Am 21. November 2010 gewann der F.C. Hansa, zuletzt am 22. Februar 2013 dann allerdings der SVWW.

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