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20.05.2009 08:41 Uhr

SVW Wiesbaden muss nach zwei Jahren wieder absteigen

Beim SVW Wiesbaden hat sich eine alte Fußball-Weisheit bewahrheitet: Das zweite Jahr nach einem Aufstieg ist das schwierigste. Damit endet zumindest vorerst die Erfolgsgeschichte des kleinen Dorfvereins, der im Sommer 1997 aus der Oberliga Hessen in die Regionalliga Süd aufgestiegen war und sich während seiner zehnjährigen Zugehörigkeit zur dritthöchsten Spielklasse systematisch zu einem Spitzenteam entwickelte.

Als die Hessen – noch unter dem Namen SV Wehen – im Sommer 2007 dann sogar in die 2.Bundesliga aufgestiegen waren, wurde das Halberg-Stadion im Taunussteiner Ortsteil Wehen endgültig zu klein für die gehobenen Ansprüche. Und um den Profi-Fußball gleichzeitig einer größeren Anzahl von Fans nahe zu bringen, baute man das neue Stadion innerhalb von nur wenigen Monaten in der nicht allzu weit entfernten hessischen Hauptstadt Wiesbaden. Doch auch in der neuen BRITA-Arena wurde man schnell heimisch und die Mannschaft, die nunmehr SV Wehen Wiesbaden hieß, beendete ihre Premieren-Saison in der zweithöchsten Spielklasse auf einem respektablen achten Tabellenplatz.

In der aktuellen Saison dagegen taten sich die Wiesbadener von Anfang an sehr schwer. Erst am 8. Spieltag gelang mit dem 3:1 Erfolg im Derby gegen den FSV Frankfurt der erste Saisonsieg, dem in der ersten Halbserie nur noch ein weiterer dreifacher Punktgewinn folgen sollte. Trotz 0:0 Pausenstand wurde der 1.FC Kaiserslautern in einer turbulenten zweiten Halbzeit noch mit 4:2 bezwungen. Und als der SVW zum letzten Hinrundenspiel nach Rostock fuhr, hatte der Unentschieden-Spezialist (8 Punkteteilungen an den ersten 16 Spieltagen) ebenso 14 Punkte auf dem Konto wie Kontrahent F.C. Hansa. Das direkte (Keller-)Duell an jenem 14. Dezember 2008 konnten die Hanseaten dann bekanntlich durch einen Retov-Treffer in der 26. Spielminute mit 1:0 gewinnen, weshalb die Wiesbadener nur auf dem 17. Tabellenplatz überwinterten.

Durch ihren 1:0 Heimsieg zum Rückrundenauftakt gegen Alemannia Aachen zogen die Hessen zwar noch einmal nach Punkten mit dem F.C. Hansa gleich, doch danach begann dann der steile Absturz des SVW Wiesbaden. Nach zunächst sieben Niederlagen in Serie konnten nur in der Woche vor Ostern vier Punkte innerhalb von vier Tagen eingefahren werden. Danach verlor die Mannschaft dreimal hintereinander knapp mit 0:1 und so war schon am 30. Spieltag der Abstieg in die 3.Liga auch rechnerisch besiegelt.

Seit sie nun allerdings ohne jeglichen Druck aufspielen können, sind die Wiesbadener ungeschlagen geblieben. Nachdem mit dem 1:0 Erfolg in Oberhausen der erste Auswärtssieg der laufenden Saison gelungen war, spielte man daheim gegen den TSV 1860 München 0:0 unentschieden und hätte auch am vergangenen Sonntag in Augsburg fast gewonnen. Erst ein Gegentor in der 93. Minute sorgte noch für das 1:1 Unentschieden und war gleichzeitig erst der 17. Gegentreffer des SVW in der Rückrunde! Damit verfügt man immerhin über die viertbeste Zweitliga-Abwehr in diesem Zeitraum!

Absteigen müssen die Wiesbadener in erster Linie deshalb, weil sie die offensivschwächste Mannschaft der 2.Bundesliga sind. Nur 27 Tore haben sie an den bisherigen 33 Spieltagen erzielt, nach der Winterpause sogar nur noch neun geschossen! Und gleich ein Drittel davon gelangen ihnen beim 3:1 Erfolg über den FC St.Pauli, dem bislang einzigen Heimsieg der Mannschaft seit dem 18. Spieltag. Aus Hansa-Sicht ist natürlich zu hoffen, dass es am kommenden Sonntag dabei bleiben wird und der SV Wehen Wiesbaden sich mit einer Heimniederlage aus der 2.Bundesliga verabschiedet.

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