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31.08.2012 10:17 Uhr

SVW Wiesbaden nach sechs sieglosen Spielen unter Zugzwang

Drei Punktspiele innerhalb von nur 144 Stunden beschert die aktuelle englische Woche dem F.C. Hansa, der bereits am kommenden Sonnabend wieder in Aktion tritt. Nach den Auswärtspartien in Darmstadt (1:1) und Burghausen (0:2) präsentieren sich die Rostocker diesmal wieder in der heimischen DKB-Arena, wo ab 14 Uhr der SV Wehen Wiesbaden gastiert. Die Hessen gehören zu jenen Teams, die bislang noch kein Erfolgserlebnis gegen den F.C. Hansa verbuchen konnten. In der Zweitliga-Saison 2008/09 verloren sie in Rostock mit 0:1 und spielten daheim 1:1, was für den F.C. Hansa den Klassenerhalt und für den SVW den Abstieg bedeutete. In der Drittliga-Saison 2010/11 gewannen die Rostocker dann beide Duelle (2:1, 3:1) und stiegen souverän in die 2. Bundesliga auf, während den Wiebadenern dazu am Ende ein Punkt fehlte.

In der vergangenen Spielzeit konnten die Hessen dann nicht mehr um den Aufstieg mitspielen. Als nach 24 Spieltagen lediglich Rang 13 zubuche stand, wurde Trainer Gino Lettieri nach zweijähriger Amtszeit beurlaubt und mit Peter Vollmann ein neuer Chef-Coach verpflichtet. Der Ex-Rostocker konnte das Ruder allerdings auch nicht mehr herumreißen und es musste lange um den Klassenerhalt gezittert werden. Erst am vorletzten Spieltag gelang die Rettung und in der Abschlusstabelle belegte der SV Wehen Wiesbaden lediglich Rang 16. Am Saisonende trennte man sich schließlich von insgesamt zwölf Spielern – auch der Ex-Rostocker Addy-Waku Menga erhielt keinen Vertrag mehr.

Zu den neun Neuzugängen, die Trainer Peter Vollmann in die BRITA-Arena lotste, gehören auch zwei alte Bekannte des Trainers, die er im Sommer 2010 einst schon zum F.C. Hansa geholt hatte. Innenverteidiger Michael Wiemann und Mittelfeldspieler Robert Müller tragen nach zwei Jahren mit der Kogge auf der Brust nun das Emblem des SVW. Und dies sogar regelmäßig, denn sie gehören – neben dem erfolgreichsten Torschützen Zlatko Janjic – zu jenen drei Feldspielern, die an den bisherigen sieben Spieltagen noch keine einzige Minute verpasst haben.

Aktuell steht für den SV Wehen Wiesbaden erst ein Saisonsieg zubuche und der datiert bereits vom ersten Spieltag! Damit blieb die Mannschaft natürlich weit hinter den Erwartungen zurück. Nach dem 3:1 Heimsieg über Rot-Weiß Erfurt – Zlatko Janjic gelang nach dem 0:1 Pausenrückstand innerhalb von 30 Minuten ein lupenreiner Hattrick – blieb man zweimal torlos, was bei den Stuttgarter Kickers (0:0) für einen Punkt reichte, während man gegen Unterhaching (0:2) durch zwei späte Gegentreffer noch verlor.

In den anschließenden drei Punktspielen hätten sich die Wiesbadener mit drei Siegen auf einen Aufstiegsplatz katapultieren können. Doch es gelang ihnen dreimal in Folge nicht, einen 2:0 Vorsprung über die Zeit zu retten! In Babelsberg führte der SVW durch zwei Treffer von Marcus Mann zur Pause mit 2:0, kassierte in den letzten zwanzig Minuten jedoch zwei Gegentreffer zum 2:2 Endstand. Noch bitterer wurde es im Heimspiel gegen Preußen Münster, als man durch zwei Treffer von Rückkehrer Dominik Stroh-Engel bis zur 88. Minute 2:0 führte. Der 2:2 Ausgleich schließlich fiel in der zweiten Minute der Nachspielzeit! Und in Chemnitz, wo die Wiesbadener zur Pause ebenfalls schon 2:0 führten, gingen sie am Ende sogar völlig leer aus. Ein Gegentreffer vier Minuten vor dem Abpfiff besiegelte die 2:3 Niederlage.

Sieben Punkte hatte der SV Wehen Wiesbaden also leichtfertig in der Schlussphase noch aus der Hand gegeben und statt Rang 2 stand nur Rang 13 zubuche, als man am Mittwoch dieser Woche den SV Darmstadt 98 zum Hessen-Derby empfing. Dort kamen die Wiesbadener noch einmal mit einem blauen Auge davon und retteten – durch das vierte Saisontor von Zlatko Janjic – sechs Minuten vor dem Ende zumindest ein 1:1 Unentschieden. Allerdings wartet der SVW nun schon sechs Spiele lang auf einen Sieg und fiel vor dem Auswärtsspiel am Sonnabend beim F.C. Hansa sogar auf Platz 15 zurück.

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