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04.01.2009 07:03 Uhr

Thomas Finck: Dürfen uns nicht auf dem Erreichten ausruhen

Das ist ja prima. Die Amateure des F.C. Hansa Rostock haben das letzte Spiel in der Regionalliga zum Start der Rückrunde mit einem Sieg begonnen. In Berlin gewann die Fußballer von Trainer Thomas Finck gegen Türkiyemspor 1:0 und überwintern in der neuen Spielklasse unter den besten sechs Mannschaften der Liga. Nach der letzten Begegnung sprachen wir mit Thomas Finck über das abgelaufene Spieljahr.

Herr Finck, mal ehrlich, hatten Sie mit einer solchen Leistung Ihrer Truppe im ersten Jahr Regionalliga gerechnet?
Thomas Finck: Nein, ganz bestimmt nicht. Ziel war es im August, so schnell wie möglich so viele Punkte wie möglich zu erringen und immer schön weit von den Abstiegsplätzen entfernt zu sein. Ich wusste ja, was für ein Druck auf die Spieler zu kommen würde. Aber sie haben den Druck nach einigen Anpassungsschwierigkeiten wunderbar ausgehalten.

Im letzten Spiel in Berlin hatten Sie praktisch eine U20 auf dem Platz?
Thomas Finck: Ja, der Schnitt dürfte in der Mannschaft so bei 19,5 gelegen haben. Kay-Uwe Pittwehn machte sein erstes Spiel über 90 Minuten, Kühn und Haufe sind noch Jahrgang 89. Es war wirklich eine sehr junge Mannschaft und es spielte mit Sebastian Albert nur noch ein Bursche aus der Profielf mit. Insofern staune ich schon selbst über die Widerstandskraft der Mannschaft.

War alles nur Sonnenschein?
Thomas Finck: Nein, nein. Es war ein komplizierter Beginn. Neue Stadien, neue Mannschaften, erfahrene Gegner, dies alles musste erst einmal verarbeitet werden. In Plauen haben wir 0:2 verloren, in Lübeck eine 3:0-Führung in der Nachspielzeit verschenkt. Gegen Babelsberg und Halle konnten wir uns als bessere Mannschaft nur einen statt vier Punkte anheften. Aber all dieses Lehrgeld hat uns auch zielstrebiger, hungriger und mutiger gemacht. Und: Die Qualität der Gegner hat auch das Spiel meiner Mannschaft und jeden einzelnen Jungen ein wenig besser gemacht.

Sie haben jetzt 26 Punkte, wie viele Zähler brauchen sie für den Klassenerhalt?
Thomas Finck: Ich gehe von 43 Punkten aus. Wir dürfen uns also nicht auf dem Erreichten ausruhen und müssen weiterhin extrem fighten. Auch schon deshalb, weil ja am Ende der Saison die letzten vier Begegnungen ohne Lizenzspieler absolviert werden müssen. Die nötigen Punkte sollten dann schon drin sein.

Wo lieferte Ihre Mannschaft denn die besten Leistungen ab?
Thomas Finck: Das 8:1 in Cottbus war schon Sensationell vom Ergebnis. Aber auch unser 3:1 gegen das Spitzenteam Holstein Kiel war natürlich ein Höhepunkt der Saison. Allerdings auch das 3:0 nach 60 Minuten in Lübeck. Da sind alle Jungs wirklich an ihren Aufgaben gewachsen.
Welche Spieler haben sich in dieser Zeit besonders ins Licht der Öffentlichkeit gespielt?
Thomas Finck: Guido Kocer hat gezeigt, dass er nach dem Wechsel in den Männerbereich weiterhin eine gute Nase für Tore hat. Er machte vor Simon Tüting und Addy Menga die meisten Treffer. Simon Tüting hat sich in 18 Monaten gerade in der Defensive deutlich verbessert und trotzdem nichts von seiner Torgefahr verloren. Rene Lange hat sich enorm verbessert, er war für mich unser bester Spieler der Vorrunde. Auch Andreas Kerner hat eine souveräne Halbserie im Tor absolviert.

Die Leistung der Mannschaft ist ja um so bemerkenswerter, da mit in den letzten Spielen mit Tüting, Lukimya-Mulongoti, Albert, Kocer sowie Freitag gleich noch mal fünf Spieler der Amas oben zum Kader gehörten.
Thomas Finck: Der Aspekt Klassenerhalt ist für uns und die Entwicklung unserer jungen Spieler natürlich jetzt sehr wichtig. Aber wir sind eine Ausbildungsmannschaft und da ist es schon schön, wenn man seine Spieler nach oben schieben kann. Dies ist ja auch Sinn und Zweck unserer Mannschaft. Ich wünsche mir natürlich schon, dass die Jungs sich nun auf längere Zeit unter Dieter Eilts unter der Konkurrenz der Profis durchsetzen können. Und da drücke ich natürlich meinem Kollegen und seinen Spielern die Daumen, dass die Jungs den Klassenerhalt schnell schaffen.

Was wird sich im neuen Jahr ändern?
Thomas Finck: Wir werden den finnischen Jugendnationalspieler Thomas Götzl aus der A-Juniorenmannschaft mit nach oben holen. So wie wir da zuvor schon mit Felix Kroos getan haben, der inzwischen ja bei den Profis trainiert.

Verlässt ein Spieler den Verein?
Thomas Finck: Robert Rudnik verabschiedete sich zum FC Energie Cottbus II.

Wie geht es jetzt mit der Mannschaft weiter?
Thomas Finck: Wir beginnen mit dem Training am 12. Januar. In der Vorbereitung gehen wir vom 18. bis 22. Januar ins Trainingslager in der Sportschule Rabenberg. Dort absolvieren wir am 20. Januar auch ein Testspiel gegen den Drittligisten FC Erzgebirge Aue. Am Wochenende 21./22. Februar geht es dann für uns im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg II in die Rückrunde.

Vielen Dank für das Gespräch

 

 

 


 

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