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19.11.2009 09:40 Uhr

Tim Sebastian: „Wir müssen unsere Chancen brutal nutzen“

Als Innenverteidiger ist er für die Stabilität der Hintermannschaft verantwortlich, bei Standardsituationen soll er seine Vollstrecker-Qualitäten unter Beweis stellen: Tim Sebastian. Mit seinen drei Saisontreffern gehört er aktuell zu den besten Torschützen des F.C. Hansa Rostock. Am Sonnabend (13.00 Uhr) trifft Tim beim Heimspiel gegen den Karlsruher SC auf seine ehemaligen Teamkollegen.

Beim Auswärtssieg in Ahlen wurde er zum gefeierten Held, als er innerhalb von nur fünf Minuten zwei Foulelfmeter verwandelte. Im folgenden Heimspiel gegen den SC Paderborn 07 erzielte er per Kopf den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichstreffer, doch jubeln konnte er nach dem Abpfiff dieser Partie nicht mehr. Hansa verlor 1:2. Wie auch nach den anschließenden drei Bundesliga-Punktspielen, die ebenso verloren wurden. Damit waren die Hanseaten inzwischen von Rang 7 auf Rang 14 der Tabelle zurückgefallen.

„Das ist natürlich bitter, zumal wir ja eigentlich nie an die Wand gespielt wurden. Oft waren es nur Kleinigkeiten, die den Ausschlag gegeben haben. Oder es gab eine Phase, in der wir kurz den Faden verloren haben, die der Gegner dann aber konsequent ausgenutzt hat. Und wenn St. Pauli und Aachen dann auch noch solche Sonntagstore schießen, dann ist das einfach nicht berechenbar“, erklärte Tim Sebastian, der sich besonders über die Heimniederlagen gegen Paderborn und St. Pauli geärgert hat: „Da waren wir eigentlich die bessere Mannschaft, stehen aber trotzdem mit leeren Händen da.“

Nun steht das nächste Heimspiel vor der Tür. Für Tim Sebastian zudem kein Spiel wie jedes andere. Wenn der F.C. Hansa am Sonnabend ab 13.00 Uhr gegen den Karlsruher SC antritt, trifft der 25-Jährige auf jene Mannschaft, für die er in der vergangenen Saison noch selbst gespielt hat. „Ja, das ist schon ein besonderes Spiel für mich. Nachdem ich mit dem KSC ja nicht gegen Hansa gespielt habe, ist es jetzt das erste Mal überhaupt, dass ich gegen einen Ex-Verein antreten muss.“

Obwohl die Karlsruher nach der vergangenen Saison einen großen Aderlass zu verzeichnen hatten, wird Tim Sebastian noch viele ehemalige Mitstreiter wieder treffen: „Zum Teil natürlich aus dem Betreuer-Bereich, aber auch aus dem damaligen 28er-Kader kenne ich noch genügend Spieler, von denen bis zu zehn am Sonnabend sogar in der Startelf stehen könnten. Aber das darf auf dem Platz natürlich keine Rolle spielen.“

Dass Tim Sebastian seine Gegenspieler genau kennt, sollte nicht unbedingt von Nachteil sein für den F.C. Hansa. Doch nicht nur, weil in Karlsruhe inzwischen ein neuer Trainer das Sagen hat, ist dies allein natürlich noch keine Garantie dafür, dass die Negativserie des F.C. Hansa beendet werden kann: „Der KSC ist wieder ein Gegner auf Reichweite, gegen den wir uns keine unnötigen Fehler erlauben dürfen. Im Vergleich zu den vergangenen Heimspielen müssen wir vielleicht noch einen Tick beherzter auftreten, noch etwas cleverer agieren. Der Zug nach vorn muss erkennbar sein, doch wir müssen dabei auch die Ruhe bewahren“. Er vergisst dabei ebenfalls nicht, dass es ein weiteres Manko der vergangenen Wochen abzustellen gilt: „Wir müssen unsere Chancen diesmal wieder brutal nutzen.“

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