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15.09.2014 11:55 Uhr

Titel-Hattrick geglückt: Unsere Hansa-Oldies sind Deutscher Ü40-Meister!

Die Oldies des F.C. Hansa Rostock haben beim DFB-Ü-40-Cup in Berlin wieder überzeugt. Nach den Erfolgen von 2012 und 2013 haben es "Paule", "Hille" und Co. auch 2014 geschafft: Sie sind Deutscher Ü40-Meister! Nach zum Teil knappen und packenden Spielen in der Vorrunde und im Halbfinale bezwang das Team der Kogge im Finale im Amateurstadion des Berliner Olympiaparks mit der SG Hoechst Classique einen altbekannten Gegner mit 2:0. Die SG verlor nämlich schon im Endspiel 2012 das Duell um die Krone des Deutschen Ü40-Fußballs gegen die Hansa-Herren. Doch fangen wir von vorne an:


Vorrundenspiel 1: F.C. Hansa Rostock – SG Hoechst Classique 1:1 (1:0)

Bereits im ersten Turnierspiel kam es zur ersten der beiden Neuauflagen des Finalspiels von 2012, als die Hansa-Oldies mit 2:0 die Oberhand gegen den Hessenmeister von der SG Hoechst Classique behielten. Die Frankfurter waren von Beginn an bemüht, die Räume eng zu gestalten. Gerth setzte ein erstes Achtungszeichen, als er von der Strafraumgrenze in die rechte Ecke zielte, der Torhüter aber den Ball gerade noch zur Ecke lenken konnte. Der F.C. Hansa ließ den Ball laufen und kam viel über die Außenbahnen. In der 6. Minute konnte Gerth einen Kopfball nicht platzieren, danach schoss Benthin links am Tor vorbei. Kunath musste nur bei einem Durchbruch auf der rechten Seite aufpassen, konnte den Ball im Nachfassen aber sichern. In der 12. Minute zog Beinlich nach Zuspiel von Weilandt von links eine sehr gut temperierte Flanke nach innen, die Gerth zum 1:0 per Direktabnahme verwandelte.

Die zweite Hälfte war gekennzeichnet von einem aktiven Pressing seitens der Hessen, so dass Hansa nur schwer seine spielerische Linie fand. Chancen blieben absolute Mangelware. In der 20. Minute gab der Schiedsrichter einen höchst umstrittenen Freistoß von halbrechts. Der anschließende Direktschuss wurde durch März unglücklich unhaltbar für Kunath abgefälscht: 1:1. Hansa spielte bis zum Schluss um den Sieg, doch es blieb beim Unentschieden.

Vorrundenspiel 2: TS Einfeld – F.C. Hansa 0:1 (0:1)

Angesagtes Ziel waren gegen den Meister Schleswig-Holsteins, den TS Einfeld, drei Punkte, um für den weiteren Turnierverlauf eine gute Ausgangsposition zu haben. Hansa Oldies begannen die Begegnung forsch und hatten in den ersten vier Minuten gute Offensivaktionen. Jedoch sowohl ein Freistoß als auch ein Schrägschuss von Wilken fanden nicht das Ziel. Einfeld versuchte es durchs Mittelfeld mit Kurzpassspiel, blieb jedoch immer wieder in der Rostocker Abwehr hängen. Die 9. Minute hatte es dann in sich: Erst wurde Benthin in der Spitze in Szene gesetzt und konnte erst in letzter Sekunde vom Ball getrennt werden. Der herausgeschlagene Ball wurde von Beinlich im Mittelfeld abgefangen und sofort auf die rechte Seite auf Weilandt gepasst, der den Einfelder Torhüter mit Flachschuss zum 1:0 überwand. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt verdient. Jedoch ging in der Folgezeit der Spielfluss verloren und es wurden einige Bälle im Mittelfeld nicht gehalten. So blieben Chancen Mangelware. Am Ende des ersten Turniertages standen vier Punkte und eine gute Ausgangsposition für den Finalsonntag zu Buche.

Vorrundenspiel 3: F.C. Hansa Rostock - SV Hermersberg 2:0 (2:0)

Mit dem SV Hermersberg stand der Finalist von 2013 im ersten Sonntagspiel der Gruppe A gegenüber. Die Pfälzer standen unter Druck und brauchten einen Sieg, um sich für das Halbfinale zu qualifizieren, da gegen TS Einfeld unentschieden gespielt wurde. Doch bereits in der 1. Minute eroberte Weilandt auf der linken Seite das Leder und zog sofort nach innen, wo Kruse den Ball gekonnt gegen den Innenverteidiger abschirmte und zum 1:0 einschoss. Hansa kam gut ins Spiel und ließ den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren. Hermersberg war geschockt und offenbarte unerwartete Schnitzer in der Hintermannschaft. Zwei Ecken blieben ungenutzt, nach der dritten Ecke, die zu kurz abgewehrt wurde, überflankte Beinlich von links den Torhüter gefühlvoll, so dass März per Kopf zum 2:0 keine Mühe mehr hatte (8. Min.). Im 2. Abschnitt verlegten sich die Rostocker auf schnelle Konter, die jedoch nichts mehr am 2:0 ändern sollten.

Vorrundenspiel 4: VfR Wellensiek - F.C. Hansa Rostock 0:2 (0:2)

Wieder Blitzstart der bereits für das Halbfinale qualifizierten Hansa-Oldies gegen den VfR Wellensiek: Hartmann brach links durch, scheiterte allerdings aus Nahdistanz am Torwart (1.). Kurz danach erobert Wagner den Ball, seine Flanke erreicht Benthin, dessen Kopfball über die Latte streicht (3.). Hansa hatte auf vier Positionen umgestellt und versuchte sich zum Tor durchzuspielen. Einige vielversprechende Angriffe versandeten, weil der letzte Pass nicht ankam oder der Wellensieker Keeper klären konnte. Röhrich kam zur 2. Halbzeit, wurde rechts frei gespielt, spielte seinen Verteidiger aus und verwandelte mit strammem Schuss in die lange Ecke zum verdienten 1:0 (16.). Hansa kontrollierte Ball und Gegner und gestattete keine nennenswerten Aktionen im eigenen Strafraum. Die FCH-Oldies setzten den Schlusspunkt mit einem gelungenen Dribbling von Röhrich auf der linken Seite, der Wilken einsetzt. Dessen Flanke nutzt Baumgart von rechts im Strafraum zu einer herrlichen Kopfballbogenlampe zum 2:0 (30.).

Halbfinale: F.C. Hansa Rostock – TSV Lesum-Burgdamm 3:1 (2:1)

Im Halbfinale traf der F.C. Hansa auf den TSV Lesum-Burgdamm, seines Zeichens Deutscher Meister von 2008 und fünffacher Teilnehmer am DFB-Ü40-Cup aus Bremen. Die Rostocker brachten wieder ihre stärkste Elf auf dem Feld und begannen konzentriert. Allerdings kassierten sie nach einem Ballverlust im Mittelfeld das 0:1. Der erstmalige Rückstand konnte die Hanseaten nur kurz verunsichern. Eine Flanke von Beinlich verpasste den freistehenden März noch, dann wurde Hartmann zum wiederholten Male hart angegangen. Den fälligen Freistoß setzte Kruse von links direkt in den linken Torwinkel zum 1:1 (12.). Hansa beschäftigte nun die gegnerische Abwehr und in der 15. Minute schlug Hansa erneut zu: Doppelpass zwischen Hartmann und Kruse auf der linken Seite mit anschließendem Schlenzer von Kruse ins lange Ecke zum 2:1. Lesum-Burgdamm blieb gefährlich bei Kontern, konnte diese jedoch nicht zu Ende bringen. Mitte der zweiten Halbzeit dann Foul an Weilandt in zentraler Position, dieses Mal brachte Beinlich den Ball links hoch über die Mauer. Das Leder schlug - leicht abgefälscht - unhaltbar für den Torhüter ein zum vorentscheidenden 3:1 (23.). Zwei Minuten später dann Foul von Baumgart im eigenen Strafraum: Elfmeter! Doch Kunath konnte den Ball aus der rechten Torwartecke fischen und zur Ecke lenken und sicherte so den dritten Einzug ins Finale nacheinander.

Finale: F.C. Hansa Rostock – SG Hoechst Classique 2:0 (1:0)

Das zweite Aufeinandertreffen der beiden Teams fand im Amateurstadion des Olympiaparks von Berlin eine stimmungsvolle Kulisse. Der F.C. Hansa wurde durch einen lautstarken Anhang unterstützt, der den Akteuren den richtigen Schwung verlieh. Im sechsten Turnierspiel fiel dem einen oder anderen schon mal ein Sprint schwer. In der 5. Minute konnte Hartmann auf der linken Seite einen Ball erobern, sein Pass erreichte Beinlich, der links am Tor vorbeizirkelte. Die Frankfurter, zum sechsten Mal für das Turnier qualifiziert, standen zum dritten Mal im Endspiel und wollten es nun endlich wissen. In der 7. Minute Minute musste Kunath erstmals eingreifen und einen 20-Meter-Schuss aus zentraler Position parieren. Wenig später dann der erlösende Torschrei der Hansa-Fans: Erneut spielt Hartmann zentral auf Beinlich, der seinem Bewacher enteilte, den Torwart umkurvte und nach Drehung ins lange Eck zum 1:0 verwandelte. Hansa entwickelte viel Druck in dieser Phase, ließ den Gegner kaum zur Entfaltung kommen. Nach der Pause wurde Hartmann im Strafraum gelegt, den fälligen Elfmeter verwandelte Kruse sicher zum 2:0 (19.). Mit der Führung im Rücken konnte der F.C. Hansa seine technischen Qualitäten zeigen. Kruse versuchte es in der 27. Minute noch mit einem Schlenzer, es blieb am Ende aber beim verdienten 2:0-Sieg. Der Schlusspfiff ging im Jubel unter, die Oldies des F.C. Hansa hatte sich zum dritten Mal in Folge zum Deutschen Meister gekrönt (Zum Spielplan von dfb.de).

Bei der anschließenden Siegerehrung gab es Glückwünsche und Anerkennung von allen Seiten. Großer Jubel kam bei der Mannschaft und den Fans auf, als Hilmar Weilandt zum besten Spieler des Turniers gekürt wurde. Die Torjägerkrone teilt sich Axel Kruse mit vier Treffern mit dem Frankfurter Sven Müller. Den Hansa-Oldies war der Stolz auf das Erreichte anzumerken, einige werden wohl erst nach Tagen realisieren, dass das Team sich nun dreifacher Deutscher Meister nennen darf.

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