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23.10.2007 16:12 Uhr

Tobias Rathgeb: Disziplin wird entscheiden

Ein halbes Jahr lang schien er regelrecht in der Versenkung verschwunden zu sein, nachdem der körperlich kleinste Hansa-Profi zuletzt am 24. Spieltag der Vorsaison - dem 0:0 am 4. März gegen Wacker Burghausen - das Hansa-Trikot in einem Meisterschaftsspiel getragen hatte. Doch nach der Verletzung von Kapitän Stefan Beinlich bekam Tobias Rathgeb eine neue Chance - und wusste sie zu nutzen. Am 1. September gegen Borussia Dortmund wurde er von Trainer Frank Pagelsdorf zentral vor der Abwehr aufgeboten und ist mittlerweile kaum noch von dieser Position wegzudenken. Am vergangenen Sonnabend gegen den FC Schalke 04 stand der Mann mit der Rückennummer 17 nun schon zum siebenten Mal in Folge in der Startelf.

Das 1:1 gegen den amtierenden Vizemeister bewertet der Mittelfeldspieler durchaus als Erfolg. „Für mich war das ein gewonnener Punkt. Denn nachdem wir in der ersten Halbzeit viel zu passiv gespielt haben, hätten wir sogar höher in Rückstand liegen können. Erst nach der Pause und speziell nach dem Ausgleich konnten wir uns dann selbst genügend Chancen erarbeiten. Natürlich hätten wir das Spiel am Ende auch noch gewinnen können. Aber ich denke, es wäre vermessen, zu sagen: Das waren zwei verlorene Punkte.“

Dass der kommende Hansa-Gegner Karlsruher SC als Aufsteiger im vorderen Tabellenbereich mitmischt, kommt für Tobias Rathgeb alles andere als überraschend: „Ich kenne die Mannschaft recht gut, sie hat sehr viel Qualität und steht zu Recht so weit oben.“ Mit zwei KSC-Akteuren - Torhüter Markus Miller und Mittelfeldspieler Michael Mutzel - hat der Neu-Rostocker sogar schon zusammen beim VfB Stuttgart gespielt. Dass die beiden Schwaben nun ausgerechnet zum Erzrivalen nach Baden gewechselt sind, ist für Tobias Rathgeb so außergewöhnlich nicht: „Die Abneigung der beiden Vereine ist in Fankreisen sicherlich stark verbreitet. Doch wir Spieler selbst haben das eigentlich nie so gesehen, sind, auch wenn wir im Nachwuchs gegeneinander gespielt haben, immer ganz gut miteinander ausgekommen.“
Insofern ist die Partie am kommenden Sonnabend gegen den KSC auch für Rathgeb selbst keine besondere Partie. Dennoch hätten seine Eltern sicherlich nichts dagegen, wenn ihr Sohn - nachdem er vier Wochen zuvor schon ein Tor gegen ihren Lieblingsverein VfB erzielt hatte - nun auch gegen die Karlsruher einen Treffer markieren würde. Doch Tobias unterstreicht: „Meine Hauptaufgabe ist es natürlich, gegen den Ball zu arbeiten. Nur hin und wieder werde auch ich mich in den Angriff mit einschalten. Die Kunst dabei muss aber sein, dies immer dann zu tun, wenn der Gegner nicht damit rechnet.“

Gerade gegen den Karlsruher SC, der bislang vier seiner fünf Bundesliga-Auswärtsspiele gewinnen konnte, muss man zu Hause auf der Hut sein. „Die Mannschaft ist sehr konterstark, da darf man natürlich nicht den Fehler machen und ins offene Messer laufen“, weiß auch Tobias Rathgeb, der deshalb fordert: „Wir müssen die geeignete Mischung finden, nicht zu passiv spielen, aber trotzdem kontrolliert agieren. Ich denke, die Disziplin auf dem Platz wird am Sonnabend ganz entscheidend sein.“

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