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10.09.2007 17:13 Uhr

Toni Kroos als bester U17-Fußballer der Welt ausgezeichnet

Für den Weltpokal reichte es am Ende zwar nicht ganz, doch zwei Trophäen hatte Toni Kroos, der Kapitän der deutschen U17-Nationalmannschaft, auf der Heimreise von der WM in Südkorea trotzdem im Gepäck. Für seine fünf erzielten Turniertore erhielt er den bronzenen Fußballschuh und wurde zudem mit dem goldenen Ball ausgezeichnet, nachdem ihn die Sportjournalisten als besten Spieler der WM gewählt hatten. „Die Auszeichnungen sind eine besondere Ehre für mich. Natürlich hätte ich mich über den WM-Titel noch mehr gefreut, aber auch diese Ehrungen sind eine schöne Anerkennung für die Leistungen unserer Mannschaft“, erklärte der 17jährige Blondschopf.

 

Beim 3:2 Vorrundensieg über Ghana hatte der gebürtige Greifswalder, der 1997 in der Boddenstadt mit dem Fußballspielen begann und von 2002 bis 2006 beim F.C. Hansa zum Nationalspieler geformt wurde, bereits doppelt getroffen. Zudem erzielte der offensive Mittelfeldspieler in den letzten drei Turnierspielen jeweils einen Treffer. Beim 4:1 Erfolg im Viertelfinale über England setzte er den Schlusspunkt, bei der 1:3 Halbfinalniederlage gegen den späteren Weltmeister Nigeria erzielte er den Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:2 und im Spiel um den dritten Platz, das erneut gegen Ghana ausgetragen wurde, traf er nach 17 Minuten zur 1:0 Führung. Selbst am 2:1 Siegtreffer in der Schlussminute war er beteiligt, der herrliche Pass auf Torschütze Esswein war Tonis zehnter Scorerpunkt im WM-Turnier.

Auch wenn es am Ende nicht zum ganz großen Wurf gereicht hat, war Toni Kroos durchaus zufrieden mit dem Abschneiden bei dieser WM: "Ich denke, wir haben ein ordentliches Turnier gespielt und uns mit dem dritten Platz für unsere guten Leistungen belohnt. In diesem Team steckt noch eine Menge Potential, wir wollen nun an die Grundlage anknüpfen, die in Korea gelegt worden ist." Toni Vater Roland sieht das ähnlich. Der B-Junioren-Trainer des F.C. Hansa, der fast alle Spiele seines Sohnes per TV oder Internet live verfolgt hat, hätte der deutschen Auswahl auch die Finalteilnahme zugetraut: „Doch nachdem die Mannschaft durch zwei Torwartfehler schon früh mit 0:2 im Rückstand lag, wirkte sie im Halbfinale etwas verunsichert.“ Andererseits ist der größte Erfolg einer deutschen U17-Elf nach der Vizeweltmeisterschaft 1985 für Roland Kroos nicht gleichbedeutend damit, dass ein außergewöhnlich talentierter Jahrgang heranwächst: „Bei der Europameisterschaft im Mai diesen Jahres ist die Mannschaft immerhin nur Fünfter geworden und hat sich damit gerade noch so für die WM qualifiziert. Dieser dritte Platz beruhte auch darauf, dass sich die Mannschaft während der Weltmeisterschaft gefunden hat, wobei Können und das nötige Glück gepaart waren.“

Ausgerechnet das Spiel um Platz 3 konnte Roland Kroos nicht live verfolgen, weil die Hansa-B-Junioren an diesem Tag in Bremen spielten. Es war gleichzeitig das letzte Spiel der Mannschaft, die künftig das Gerüst der U18-Auswahl firmiert. Doch auch in der neuen U17-Nationalmannschaft, die vom 18. bis 25. September in Mecklenburg-Vorpommern an einem Vier-Nationen-Turnier teilnimmt, wird der Name Kroos nicht fehlen. Tonis ein Jahr jüngerer Bruder Felix, der weiterhin für den F.C. Hansa stürmt, gehört zum Aufgebot, wenn die deutsche Elf am 20. September (16.00 Uhr in Bergen) gegen die Niederlande, am 22. September (14.30 Uhr in Stralsund) gegen Belgien und am 24. September (11.00 Uhr in Greifswald) gegen Griechenland spielt.

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