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12.02.2010 10:11 Uhr

TuS Koblenz kämpft mit fünf Neuzugängen um den Klassenverbleib

Eigentlich schienen sich im vergangenen Sommer die dunklen Wolken über der Moselmündung verzogen zu haben. Nachdem die TuS Koblenz in den beiden zurückliegenden Zweitliga-Spielzeiten jeweils mit Punktabzügen bestraft worden war, konnte sie in die Saison 2009/10 erstmals wieder ohne Handicap starten. Doch das schien leichter gesagt, als getan, denn von Anfang an hatte die Mannschaft des damaligen Trainers Uwe Rapolder große Probleme.

Von den ersten neun Saisonspielen gewann Koblenz nur ein einziges. Und selbst bei jenem 3:2-Heimsieg über Arminia Bielefeld brauchte man viel Glück, denn zehn Minuten vor dem Abpfiff hatten die Gäste noch 2:0 geführt. Neues Selbstvertrauen schien die erfolgreiche Aufholjagd, die mit drei Toren innerhalb von nur sechs Minuten gelungen war, den Koblenzern allerdings nicht zu geben. Nach der 1:2-Niederlage am 5. Spieltag beim F.C. Hansa rutschte die TuS auf den 16. Tabellenplatz ab, den sie danach auch während der gesamten Hinrunde belegte. Durch die 0:1-Heimniederlage im Kellerduell gegen den FSV Frankfurt fiel man unmittelbar vor Weihnachten schließlich sogar auf Rang 17 zurück.

Dass sich die Koblenzer gleich zum Start in die zweite Halbserie wieder auf den Relegationsrang verbesserten, hatten sie in erster Linie den noch schlechteren Ergebnissen der beiden Mitkonkurrenten im Tabellenkeller zu verdanken. Die TuS blieb in den ersten beiden Rückrundenspielen gegen München (2:2) und in Bielefeld (2:4) weiterhin sieglos.

Optimistischer stimmte aber schon wieder die eigene Trefferquote, denn innerhalb einer Woche schoss man so viele Tore wie zuvor insgesamt in den letzten sieben Hinrundenspielen.

Am 20. Spieltag im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf blieb der Treffer von Abwehrspieler Matej Mavric in der 71. Spielminute dann zwar der einzige der Partie, doch da die Koblenzer zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Gegentor blieben, reichte es zum vierten Saisonsieg. Es war gleichzeitig der erste volle Erfolg unter dem neuen Trainer Petrik Sander, der die Mannschaft in der Winterpause übernommen hatte.

Und die drei Punkte waren auch bitter nötig, zumal am gleichen Wochenende die Verfolger aus Frankfurt und Ahlen im Kampf um den Relegationsplatz ebenfalls dreifach punkteten.

Doch auch Rang 15 hat man in Koblenz natürlich noch nicht aus den Augen verloren. Und so nahm man kurz vor dem Ende der Transferperiode auch die Gelegenheit wahr, Mittelfeldspieler Anel Dzaka vom 1.FC Kaiserslautern zurückzuholen. Der 29-Jährige hatte bereits von 2004 bis 2008 zum TuS-Kader gehört und war mit der Mannschaft in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Zuvor hatten sich die Koblenzer in der Winterpause bereits mit den Mittelfeldspielern Daniel Gunkel (Mainz 05) und Andreas Glockner (SC Freiburg) sowie den Stürmern Marvin Pourie (1860 München) und Edmond Kapllani (FC Augsburg) verstärkt.

Andererseits galt es auch den Abgang von Shefki Kuqi, der erst vor einem halben Jahr von Crystal Palace an den Rhein gewechselt war, zu verschmerzen. Der Finne, der mit sieben Treffern in der Hinrunde bester Schütze der Koblenzer war, wechselte zurück auf die britische Insel zu Swansea City.

Am vergangenen Spieltag reichte es für die Koblenzer zumindest zu einen 1:1-Unentschieden beim FC Energie Cottbus. Mit dem Punktgewinn steht die TuS auf Abstiegs-Relegationsplatz 16 und hat sechs Punkte Rückstand auf den Tabellennachbarn aus Rostock.

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