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06.12.2011 14:25 Uhr

Überraschungsmannschaft: Paderborn ist seit 13 Punktspielen ungeschlagen

Dass der SC Paderborn 07 nach Abschluss der ersten Halbserie in der Spitzengruppe der 2. Bundesliga zu finden ist, hatten vor der Saison wohl nur die wenigsten Experten vermutet. Auch die Paderborner selbst setzten sich zunächst nur den Klassenerhalt zum Ziel, nachdem sie die vergangene Spielzeit mit 39 Punkten auf Rang 12 beendet und anschließend auch noch ihren langjährigen Trainer Andre Schubert verloren hatten.
Doch dessen Nachfolger Roger Schmidt bewies ein glückliches Händchen, als es um die Zusammenstellung des aktuellen Kaders ging. Vor allem ein Neuzugang ist inzwischen in aller Munde, denn Nick Proschwitz, der vom Schweizer Erstligisten FC Thun nach Ostwestfalen wechselte, hat bereits zehn Saisontreffer markiert und führt damit die Torschützenliste der 2. Bundesliga an.

Insgesamt hat die Mannschaft in 17 Spielen allerdings erst 24mal getroffen und ist damit in der Offensive bei weitem nicht so gefährlich wie die vier Mitkonkurrenten um die Aufstiegsplätze, die bereits 36 oder mehr Tore geschossen haben. Dafür glänzen die Paderborner mit der besten Defensive der Liga, die erst 13 Gegentreffer zugelassen hat. Den bislang letzten kassierte Torhüter Lukas Kruse am vergangenen Freitag in der dritten Minute der Nachspielzeit, als dem FC St. Pauli in Paderborn noch der 1:1 Ausgleich gelang. Wäre dieses Tor in letzter Sekunde nicht mehr gefallen, hätte der SC Paderborn 07 aktuell nur einen Punkt Rückstand auf den Relegationsrang gehabt.

Den ersten Gegentreffer der laufenden Saison musste der 28jährige Torhüter, der im Sommer den langjährigen Stammkeeper Daniel Masuch beerbte, am ersten Spieltag in Rostock hinnehmen. Tino Semmer besorgte das 1:0 für den F.C. Hansa, doch nur zwei Minuten später glich Daniel Brückner bereits aus. Und in der Schlussphase der Partie machte Goalgetter Nick Proschwitz den 2:1 Auswärtssieg der Schwarz-Blauen perfekt. Auch beim Heimauftakt gegen Fortuna Düsseldorf lagen die Paderborner 0:1 im Rückstand, bevor mit dem Ex-Ahlener Matthew Taylor ein weiterer Neuzugang wenigstens noch einen Zähler rettete.
Anfang August folgten dann allerdings zwei Spiele ohne Tore und Punkte. Bei Union Berlin (0:3) und zu Hause gegen die SpVgg Greuther Fürth (0:1) ging man völlig leer aus und so sah es auch nach dem vierten Spieltag noch nicht danach aus, als sollte der SCP 07 ein ernstes Wort um den Bundesliga-Aufstieg mitreden können. Als Tabellenelfter schien er den Blick eher nach unten richten zu müssen, denn zu diesem Zeitpunkt hatte man gerade einmal einen Punkt mehr auf dem Konto als der F.C. Hansa.

Vor dem Rückspiel am kommenden Freitag, zu dem der F.C. Hansa ab 18 Uhr in Paderborn gastiert, sieht die Situation nun allerdings völlig anders aus. Die Gastgeber haben inzwischen dreimal soviele Punkte wie die Rostocker eingefahren, was sie einer langen Erfolgsserie verdanken. Immerhin schon seit 13 Spieltagen haben die Paderborner nicht mehr verloren! Abgesehen vom immer noch unbezwungenen Herbstmeister Fortuna Düsseldorf können die Ostwestfalen damit auf die längste Erfolgsserie aller Zweitligisten verweisen.
In fremden Stadien waren die Paderborner dabei sogar noch erfolgreicher als in der heimischen Energieteam-Arena, wo lediglich 15 der bislang 33 Punkte eingefahren wurden und in acht Spielen auch nur 10 Tore erzielt werden konnten. Fünf der neun Saisonsiege wurden auswärts gefeiert, wo mit dem 4:0 Erfolg in Bochum auch der höchste Sieg gelang! In der Auswärtstabelle rangiert man auf Rang 2 nur knapp hinter Eintracht Frankfurt, während es in der Heimtabelle lediglich zu Platz 7 reicht.

Obwohl die Paderborner nur jedes zweite Heimspiel gewannen, sind sie im eigenen Stadion schwer zu bezwingen. Nur fünf Gegentreffer wurden dort in der Hinrunde kassiert und dabei nie mehr als einer pro Partie. Dass es allerdings auch doppelt geht, hat der F.C. Hansa bereits einmal bewiesen. Beim bislang einzigen Gastspiel der Rostocker in der erst vor dreieinhalb Jahren eingeweihten Arena gab es am 14. März 2010 ein 2:2 Unentschieden. Dabei standen die Hanseaten nach zweimaliger Führung durch Treffer von Fin Bartels und Andreas Dahlen sogar dicht vor einem Auswärtssieg. Erst vier Minuten vor dem Abpfiff gelang den Gastgebern seinerzeit noch der Ausgleich.

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