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26.01.2011 10:03 Uhr

Unentschiedenspezialist VfB Stuttgart II am Sonnabend zu Gast in Rostock

Bereits zwei Nachholspiele hat der VfB Stuttgart II in den vergangenen Tagen absolviert und dabei erneut zweimal 1:1 Unentschieden gespielt. Sowohl am Sonnabend in Jena als auch am gestrigen Dienstag zuhause gegen den VfR Aalen konnte ein 0:1 Rückstand noch ausgeglichen werden. So stehen inzwischen schon neun Punkteteilungen zubuche, so viele wie bei keinem anderen Drittligisten. Und dies, obwohl die Stuttgarter erst 18 Begegnungen und damit weiterhin die wenigsten Spiele ausgetragen haben. Jedes zweite Meisterschaftsspiel der VfB-Reserve endete also unentschieden! Siebenmal hieß es am Ende 1:1.

Obwohl die Schwaben erst fünfmal verloren haben und damit ebensowenig Niederlagen einstecken mussten wie der Tabellendritte Kickers Offenbach, befinden sie sich aktuell nur auf dem 14. Tabellenplatz. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt gerade einmal zwei Pünktchen und so muss sich der VfB Stuttgart II wohl erst einmal auf den Klassenerhalt konzentrieren. Dabei sah es zu Beginn der Saison noch danach aus, als könnte die Mannschaft nach Rang 11 und 10 in den vergangenen beiden Jahre diesmal vielleicht sogar einen einstelligen Tabellenplatz anpeilen. Obwohl man sich an den ersten vier Spieltagen mit hoch gehandelten Kontrahenten auseinandersetzen musste, die sich später tatsächlich auch im oberen Tabellendrittel etablieren konnten, spielte die Mannschaft von Trainer Jürgen Seeberger unbekümmert und sehr erfolgreich auf. Nach Heimsiegen über Rot-Weiß Erfurt (3:1) und den F.C. Hansa (3:0) sowie Unentschieden in Heidenheim (0:0) und Dresden (1:1) rangierte sie mit acht Punkten überraschend auf Rang 5 der Drittliga-Tabelle.

Im weiteren Verlauf der Hinrunde sollte es dann allerdings nur noch zu neun Toren in zwölf Spielen sowie zwei weiteren Siegen in Sandhausen (1:0) und Regensburg (2:1) reichen. Während der Winterpause fand sich die Reserve des VfB Stuttgart auf dem 15. Tabellenplatz wieder, wobei man ihr zugutehalten musste, dass sie von Spielausfällen gebeutelt war wie keine andere Mannschaft der 3. Liga. Gegenüber den Mitkonkurrenten im unteren Tabellendrittel war der VfB mit durchschnittlich drei Spielen im Rückstand, nachdem er in den letzten beiden Monaten des alten Jahres nur noch zwei seiner sieben angesetzten Punktspiele bestreiten konnte. In den beiden Vergleichen mit den Top-Teams aus Offenbach (0:2) und Braunschweig (0:0) verkauften die Stuttgarter ihre Haut teuer, blieben aber ohne eigenen Torerfolg.

Gemeinsam mit FC Bayern II und Carl Zeiss Jena stellten die Stuttgarter zur Winterpause den schwächsten Angriff, wobei sie sechs ihrer 16 Treffer allein bei ihren beiden einzigen Heimsiegen im Sommer über Erfurt und den F.C. Hansa erzielt hatten. Zur Verstärkung der Offensive verpflichtete der VfB deshalb kürzlich den 18jährigen österreichischen Junioren-Auswahlstürmer Alexander Aschauer, der am Dienstag gegen den VfR Aalen debütierte, auf Schneeboden seine Torgefährlichkeit allerdings noch nicht unter Beweis stellen konnte. Bester Torschütze der Stuttgarter ist Stürmer Sven Schipplock (5 Tore), der beim Hinspiel gegen den F.C. Hansa zweimal traf und inzwischen auch schon in der Bundesligamannschaft des VfB zum Einsatz gekommen ist.

Vier Tore hat auch Ex-Hanseat Tobias Rathgeb bereits auf seinem Konto, der als Mannschaftskapitän der VfB-Reserve neben dem finnischen Ex-Nationalspieler Pekka Lagerblom sowie dem Deutsch-Brasilianer Daniel Vier eine der drei erfahrenen Säulen in der Mannschaft darstellt. Jüngster Akteur des sonst ausschließlich aus U23-Spielern bestehenden Kaders ist der erst 17jährige Mittelfeldspieler Raphael Holzhauser, der schon für die österreichische U21-Auswahl zum Einsatz kam, am vergangenen Wochenende beim Auswärtsspiel in Jena allerdings die Rote Karte sah und gegen den F.C. Hansa sicherlich nicht mitwirken kann, auch wenn das Urteil über die Dauer seiner Sperre noch nicht gesprochen wurde.

Zu beachten ist auf jeden Fall die Defensivstärke der Stuttgarter, die – wie der F.C. Hansa – erst 19 Gegentore kassiert haben und damit die zweitbeste Abwehr stellen. Auswärts hat der VfB sogar erst sieben Gegentreffer einstecken müssen, das ist – gemeinsam mit Eintracht Braunschweig – der Spitzenwert der 3. Liga! Kein Wunder, dass die Seeberger-Elf in einer separaten Auswärtstabelle mit einer ausgeglichenen Bilanz auf Rang 9 rangieren würde. Nur in Saarbrücken (0:1) und Wiesbaden (1:2) wurde zweimal knapp verloren, so dass man sich sicherlich auch am kommenden Sonnabend ab 14 Uhr in Rostock etwas ausrechnen wird.

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