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16.05.2007 08:18 Uhr

Unterhaching wieder bis zum Schluss mit dem Rücken zur Wand

In Unterhaching lieben sie die Spannung. Selbst wenn es an den eigenen Nerven zehrt. In den letzten drei Jahren musste die Spielvereinigung immer bis zum Schluss um den Klassenerhalt zittern. Und in dieser Saison ist es nicht anders, wieder entscheidet sich das Schicksal der Oberbayern am letzten Spieltag. Diesmal im Ostseestadion.

 

Dabei könnten die Hachinger um Torhüter Philipp Heerwagen und die Mittelfeld-Routiniers Miroslaw Spizak und Thomas Sobotzik die Rettung aus eigener Kraft schaffen. Denn am 33. Spieltag befreiten sie sich von den Abstiegsrängen. Mit einem hart umkämpften 2:1-Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth, deren Aufstiegsträume damit platzten. Unterhaching ist aufgrund der um drei Treffer besseren Tordifferenz Tabellen-14. vor den punktgleichen Verfolgern Kickers Offenbach und Carl Zeiss Jena, aber hinter Rot-Weiß Essen, das ebenfalls 35 Punkte aufweist, jedoch elf Tore besser ist. Zwei dieser vier Teams müssen in die Regionalliga absteigen.

 

Torschützen für die Hachinger waren vor 7500 Zuschauern Thomas Rathgeber (7.) und Ceyhun Gülselam (87.). „Die drei Punkte sind für uns überlebenswichtig“, sagte Trainer Werner Lorant: „So muss man spielen in der 2. Liga.“

Vor allem dann, wenn man den Sieg sogar in Unterzahl holt. Denn Abwehrspieler Stefan Frühbeis sah in der 50. Minute die Gelb-Rote Karte, Mittelfeldspieler Stefan Buck sieben Minuten später sogar nach einer Notbremse „Rot“. Beide müssen damit jetzt auch im Ostseestadion im entscheidenden Spiel zuschauen.

Trotzdem herrscht Optimismus beim früheren Bundesligisten. „Wir können den Klassenverbleib jetzt aus eigener Kraft schaffen, das ist wichtig für die Mannschaft“, sagte Lorant, der gegen Fürth für die zweite Halbzeit auf die Tribüne verbannt worden war. Er soll sich in der ersten Halbzeit heftige Wortgefechte mit dem Linienrichter geliefert und in der Pause dann mit Schiedsrichter Michael Weiner aneinandergeraten war.

 

Unabhängig vom Klassenerhalt wird der bundesligaerfahrene Coach die Münchner Vorstädter auch in der neuen Saison trainieren. Fünf Tage vor dem vorletzten Spieltag hatte der 58-Jährige seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2008 verlängert, gültig für die zweite und die dritte Liga. „Er hat Leben in die Bude gebracht. Ich bin mir sicher, dass er uns über längere Sicht sehr helfen kann“, begründete Klub-Präsident Engelbert Kupka die Entscheidung. Der frühere Trainer des Lokalrivalen 1860 München hatte Ende März die Nachfolge von Harry Deutinger angetreten.

 

Für den Fall des Klassenerhaltes hat Lorant übrigens medienwirksam angekündigt, sich von seinem Markenzeichen zu trennen. Seine graue Mähne will sich Lorant dann abrasieren lassen und eine Glatze tragen.

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