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29.06.2007 17:57 Uhr

Verpflichtung von Addy-Waku Menga perfekt

Nach Erledigung letzter Formalitäten ist die Verpflichtung von Stürmer Addy-Waku Menga jetzt perfekt. Der 23-jährige Kongolese hat beim F.C. Hansa Rostock einen Vertrag bis zum 30.06.2010 unterschrieben, der für die 1. und 2. Liga gültig ist. In der abgelaufenen Regionalliga-Saison erzielte Menga (1,77 m, 79 kg) für Zweitligaaufsteiger VfL Osnabrück 15 Tore.


Erster Kongolese bei Hansa

 

Auf der Landkarte der Bundesliga-Profis des F.C. Hansa Rostock taucht ein neuer Name auf: Der Kongo. Denn der Aufsteiger in die Beletage des deutschen Profifußballs verpflichtete unter Federführung des neuen und alten Lizenzchef Herbert Maronn jetzt mit Ardiles-Waku Menga aus Kinshasa erstmals einen kongolesischen Fußballer.
Es ist auch wieder einmal wie so oft bei Cheftrainer Frank Pagelsdorf. Er vertraut gerne Spielern, die jung bzw. sehr talentiert sind und die er auch schon aus gemeinsamer Trainingsarbeit kennt.
Wer ist dieser Spieler?
Der Afrikaner „Addy“ Menga war bislang in seiner afrikanischen Heimat bei Amis-Luanga (Kongo) und TSV Venne aktiv, bevor er beim VfL Osnabrück in der Jugend anfing und sich zuletzt bis zur Stammmannschaft in der Regionalliga Nord entwickelte.
Mit Hansa-Trainer Frank Pagelsdorf hat Menga schon zu dessen Zeiten in Osnabrück zusammengearbeitet: 2003/04 verhalf Pagelsdorf dem Kongolesen als A-Jugendlichem (!) zum Debüt in der Zweiten Liga (12 Spiele/2 Tore). In den drei folgenden Regionalliga-Spielzeiten erzielte er 33 Treffer, 15 davon allein in der gerade abgelaufenen Saison.
In Osnabrück wurde Menga außer von Pagelsdorf in sieben Jahren an der Bremer Brücke auch von Jürgen Gelsdorf und Klaus-Dieter Wollitz trainiert.
Insgesamt kommt Menga auf 98 Regionalliga-Spiele und 33 Tore sowie auf  eben 12 Zweitliga-Spiele und zwei Treffer. Menga kann mit beiden Füßen gleich gut den Ball behandeln.
Die Fußball-Zeitschrift „kicker“ beschrieb die Laufbahn des Kongolesen so: „Mit 16 Jahren kam Menga aus dem Kongo, wo er als Jugendlicher für einen Drittligisten stürmte. In Deutschland begann er beim TSV Venne, einem Dorf nahe Osnabrück, wo die Mengas herzlich aufgenommen wurden und der Fußball wichtige Integrationshilfe war. Entdeckt für den VfL wurde Menga, weil er dem ehemaligen Zweitligaprofi Detlev Hegekötter auffiel - als Torschütze und wegen seiner Salti, mit denen er schon damals seine Treffer feierte. Hegekötter informierte VfL-Manager Lothar Gans: "Da liegt ein Rohdiamant. 2002 debütierte Menga als A-Jugendlicher in der Regionalliga, später warf ihn Frank Pagelsdorf ins "Zweitligawasser": Beim ersten Einsatz in der Startelf spielte er Aachens Willi Landgraf schwindelig, erzielte zwei Tore.
Addy Waku Menga machte am 28. November 2003 auf sich aufmerksam, als er in einem Punktspiel des VfL Osnabrück gegen Alemannia Aachen zwei Treffer erzielte. Zudem schoss er den VfL mit zwei Treffern beim 2:1-Sieg gegen den damaligen Bundesligisten Borussia Mönchengladbach  am 25. Oktober 2006 in das Achtelfinale des DFB-Pokals.
Endgültig etablieren konnte sich Menga in der Saison 2006/2007. Er erkämpfte sich einen Stammplatz und führte zwischenzeitlich die Torschützenliste der Regionalliga Nord an. Nach starken Auftritten im DFB-Pokal - unter anderem erzielte er zwei Tore gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach - geriet er auch ins Visier der Konkurrenz.
So buhlte zuletzt u.a. auch der 1. FC Köln um die Gunst des Schwarz-Afrikaners.
Addy Menga wurde am 28. September 1983 in Kinshasa geboren. Der Stürmer ist 1,77 m groß und  79 kg schwer. Er hat Schuhgröße 44,5. Mengas Freundin heisst  Dany. Er hat Hauptschul-Abschluss, glaubt an Gott, mag Black Music, liebt Spanien als Urlaubsziel, spielt Fußball „weil es mir Spaß macht“ und benennt sein Lebensmotto so: „Alles geben…“
Frank Pagelsdorf sieht den Torjäger als „einen pfeilschnellen Stürmer“.
Der Hansa-Trainer hat in jüngster Zeit mit erfolgreichen Stürmern aus der 3. Liga schon gute Erfahrungen in Rostock gemacht. Erst vor 18 Monaten hatte der Fußball-Lehrer ja Enrico Kern als Torjäger vom Regionalligisten Jahn Regensburg geholt, jetzt ist der sein erfolgreichster Stürmer und Vize-Kapitän.
Fußballer aus Afrika haben in Rostock auch stets erfolgreich gespielt. Aus Nordafrika kamen so die Ägypter Yasser und Emara. Die Nigerianer Jonathan Akpoborie und Victor Agali wurden durch ihre Tore sogar schnell Publikums-Lieblinge im Ostseestadion und Nationalspieler in ihrem Land.
Mengas sportliches Vorbild ist Georg Weah aus Liberia, sein persönliches Vorbild der brasilianische Weltmeister Pele.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 


 


 

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