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14.03.2011 16:00 Uhr

Volker Röhrich: Der Pokalsieg war die Sahne auf der Meistertorte

Volker Röhrich (45) - im Meister- und Pokalsiegerjahr 1990/1991 war er oft Turm in der Schlacht, mit vier Toren in 24 Spielen einer der stabilsten Kicker im Team von Trainer Uwe Reinders. Am 4. Mai gehört Röhrich zur Meisterelf, die gegen die Hansa-Legenden antritt. Wir sprachen mit dem einstigen Torjäger.
 
Hallo Volker, war diese Saison 1990/1991 die schönste Saison Deiner Karriere?
 
Röhrich: Es war die erfolgreichste Saison. Wir waren da, als es darauf ankam, die Bundesliga zu erreichen. Individuell war ich sicherlich zwei, drei Jahre davor noch besser und erfolgreicher. In der Aufstiegssaison habe ich zwar in den ersten fünf Spielen alle meine vier Tore gemacht, aber dann machte mir eine Muskelverletzung zu schaffen. Ich spielte zwar, aber kam nicht mehr so in Schwung. Die Saison an sich aber war natürlich genial.
 
Was war mehr Wert, der Meistertitel oder der Pokalsieg?
 
Röhrich: Der Pokalsieg war die Sahne auf der Meistertorte. aber was hätte der genutzt, wenn wir nicht die Qualifikation für die Bundesliga geschafft hätten? Also mussten wir damals mindestens Zweiter werden. Das war am Ende der wichtigste Erfolg der Vereinsgeschichte. Man ist stolz, dort dabei gewesen zu sein.
 
Was machte die damalige Mannschaft aus?
 
Röhrich: Wir hielten zusammen und wir blieben vor allem zusammen. Während in anderen Vereinen die großen Absatzbewegungen Richtung Westen stattfanden, nutzten wir geschlossen die letzte Chance, Meister und Pokalsieger zu werden. Es war eine Mentalitätsfrage.
 
Wie sah Dein Leben nach dem Fußball aus?
 
Röhrich: Ich habe den B- und den C-Schein gemacht, war Trainer in Warnemünde, Ribnitz-Damgarten und Graal-Müritz, habe mich zum Dienstleistungs-Fachwirt umschulen lassen, bin in der Hotelbranche zu Hause. Privat bin ich seit über 20 Jahren mit meiner Frau Iris zusammen. Stolz der Familie ist unsere Tochter Vivien.
 
Bist Du noch fit?
 
Röhrich: Im Februar wurde die neue Hansa-Traditionsmannschaft gegründet, der ich angehöre. Momentan jogge ich ein wenig…
 
Hast Du noch Kontakt zu den alten Hansa-Spielern?
 
Röhrich: Ich gehe zwar nur unregelmäßig ins Stadion, aber zu Juri Schlünz, Axel Schulz, Ralph Kleiminger oder Frank Rillich habe ich Kontakt, auch zu „Onko“ Kodera, dem Zeugwart.
 
Du lebst in Rostock, wie verfolgst Du die aktuellen Ereignisse um Hansa?
 
Röhrich: Ich schaue regelmäßig in die Zeitung, verfolge die Spiele im TV. Ich freue mich, wie der Umbruch im Verein vollzogen wurde. Was mich betrübt, ist die Tatsache, dass der Verein erst in die 3. Liga absteigen musste, um diesen großen Schnitt zu machen. Was die Mannschaft und der Trainer momentan aber anbieten, wie sie mit Eintracht Braunschweig diese dritte Spielklasse dominieren, nötigt mir großen Respekt ab. Hansa in der 2. Liga – das würde Mecklenburg-Vorpommern und Rostock wieder sehr gut tun.

 

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