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02.05.2008 08:31 Uhr

Vom letzten Heimspiel ist noch eine Rechnung offen

In den elf Bundesliga-Spieljahren des F.C. Hansa zwischen 1991 und 2005 gehörte der Hamburger SV zu jenen sieben Vertretungen, die regelmäßig im Ostseestadion gastierten. Die Bilanz dieser elf Nord-Derbys ist ausgeglichen, denn beide Mannschaften konnten jeweils viermal gewinnen.

Den Anfang machten die Gäste von der Elbe am 16. November 1991, als sie durch Treffer von Bode (26.) und Furtok (71.) – bei einem Gegentreffer Boddens (59.) – mit 2:1 gewannen und die damals üblichen zwei Punkte mit auf die Heimreise nehmen konnten. Bereits drei Zähler konnte sich der F.C. Hansa dann aber schon bei seinem ersten Heimsieg am 17. April 1996 gutschreiben lassen. Die Treffer zum 2:0 Erfolg hatten Jonathan Akpoborie (12.) und Stefan Beinlich (25.) frühzeitig erzielt und dafür gesorgt, dass der HSV in der Bundesliga-Tabelle überflügelt werden konnte.

Siege und Niederlagen im Wechsel gab es zunächst auch weiterhin. Am 23. August 1996 besiegelte Bäron (65.) den 1:0 Erfolg des Hamburger SV. Ein Jahr später, am 9. August 1997, sorgte ein Doppelpack von Sergej Barbarez (35., 41.) für den 2:1 Sieg des F.C. Hansa, den auch der Anschlusstreffer durch Wojtala (67.) nicht mehr gefährden konnte. Eine weitere 0:1 Niederlage aus Rostocker Sicht gab es dann wieder am 21. März 1999 beim Heimdebüt von Andreas Zachhuber, das Gravesen dem neuen Chef-Coach der Hanseaten mit einem frühen Tor in der 5. Minute verdarb.

In der Folgezeit blieb der FCH fünfmal hintereinander ungeschlagen, allerdings endeten drei dieser Begegnungen unentschieden. Am torreichsten ging es dabei am 5. November 1999 zu, als drei Rostocker Tore nicht zum Sieg reichten. Timo Lange (4.) und Steffen Baumgart (5.) hatten zunächst für eine schnelle 2:0 Führung gesorgt, die Butt per Foulelfmeter (39.) und Grammozis (48.) zum 2:2 egalisierten. Und auch die erneute Hansa-Führung durch Kai Oswald (55.) glich Grubac (76.) noch zum 3:3 Endstand aus. Dafür genügte ein Jahr später dann ein einziger Treffer für drei Punkte. Am 25. November 2000 erzielte Magnus Arvidsson mit dem rechten (Ersatz-)Schuh, der eigentlich Hilmar Weilandt gehörte, vier Minuten vor dem Abpfiff das goldene Tor. Am 23. März 2002 sorgte mit Andreas Jakobsson wieder ein Schwede für die 1:0 Führung des F.C. Hansa (51.), doch der Ex-Rostocker Barbarez (66.) traf noch zum 1:1 Endstand. Und am 14. Dezember desselben Jahres fielen dann im Ostseestadion überhaupt keine Tore.

Den bislang höchsten Sieg über den Hamburger SV feierten die Hanseaten am 6. März 2004, als die Elbestädter 3:0 geschlagen wurden. Gabriel Melkam (5.), Magnus Arvidsson (19.) und Antonio Di Salvo (79.) konnten Torhüter Stefan Wächter bezwingen. Dennoch hatte der HSV-Keeper (Note 3) vom kicker seinerzeit noch die beste Bewertung aller HSV-Akteure erhalten und Christian Rahn (4) die beste Note aller Hamburger Feldspieler. Die klar bessere Mannschaft von Juri Schlünz hatte den Kontrahenten damit auch in der Tabelle überholt.

Doch acht Monate später sah es dann schon wieder ganz anders aus für die Hanseaten und ihren Trainer, der nach dem Heimspiel gegen den Hamburger SV zurücktreten musste. Ausgerechnet genau am 50. Jahrestag des ersten Meisterschaftsspiels der Vereinsgeschichte hatte der F.C. Hansa mit dem 0:6 gegen die Elbestädter die höchste Heimniederlage aller Zeiten kassiert! Die Torschützen des 14. November 2004 müssen wir aus Platzgründen an dieser Stelle leider unerwähnt lassen. Bleibt zu hoffen, dass der HSV seinerzeit sein Pulver verschossen hat und am kommenden Sonnabend wieder die Hansa-Fans Grund zum Jubeln haben. Dann wäre auch die offene Rechnung vom letzten Aufeinandertreffen endlich beglichen.

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