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29.03.2012 08:00 Uhr

Vorbericht: 30. Duell zwischen TSV 1860 und F.C. Hansa

Wenn es am kommenden Sonnabend in der Münchner Allianz-Arena zum Zweitligaduell zwischen dem gastgebenden TSV 1860 und dem F.C. Hansa kommt, handelt es sich gleichzeitig um ein Jubiläumsspiel. Bereits zum 30. Mal treffen beide Mannschaften in einem Meisterschaftsspiel aufeinander – gegen keine andere Vertretung aus der ehemaligen DDR haben die Münchner so oft gespielt. Und auch umgekehrt ist dies der Fall, denn 30 Begegnungen mit einem Verein aus den alten Bundesländern konnte auch der F.C. Hansa bislang noch nicht aufweisen.

Fast wäre es in dieser Saison allerdings nicht zum Vergleich mit den Sechzigern gekommen, denn deren Lizenz hing am seidenen Faden. Die Rettung kam erst im letzten Moment durch den Einstieg des jordanischen Investors Hasan Ismaik, dessen Firma HAM International Limited für die Finanzspritze von 18 Millionen Euro immerhin 60 Prozent der Anteile der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA übertragen werden mussten. Um die sogenannte „50+1 Regel“ einzuhalten, verzichtet Hasan Ismaik aktuell zwar auf elf Prozent seiner Stimmrechte, hält damit aber trotzdem die Fäden in der Hand. Perspektivisch wollen die "Löwen" in die Bundesliga zurück.
Obwohl den Münchnern erst am 6. Juni die Lizenz erteilt werden konnte, hatte Trainer Rainer Maurer seine Mannschaft bereits zwei Wochen später komplett und dabei insgesamt 15 Neuzugänge in den Zweitliga-Kader integriert. Mit fünf Siegen in den ersten acht Saisonspielen und seinerzeit nur drei Punkten Rückstand zum dritten Tabellenplatz erwischten die Löwen einen akzeptablen Start. Doch nach nur einem Punkt aus den nächsten vier Begegnungen – darunter der 0:2 Niederlage beim Hinspiel in Rostock – musste sich der TSV 1860 scheinbar von den Aufstiegsplänen verabschieden. Plötzlich waren es zwölf Punkte zum oberen, aber nur noch sieben Punkte zum unteren Relegationsrang.

Zehn Saisonspiele später hatten sich die Münchner Löwen allerdings doch noch einmal im Aufstiegskampf zurückgemeldet. Nach acht Siegen sowie 25 von 30 möglichen Punkten war der TSV Tabellensechster und hatte – obwohl durch den Spielausfall in Aue gegenüber der Konkurrenz sogar noch mit einem Spiel im Rückstand – nur noch fünf Punkte Rückstand zu einem direkten Aufstiegsplatz! Die neue Euphorie sorgte plötzlich für Zuschauerrekorde in der Arena, doch innerhalb von nur zwölf Tagen hatte man erneut alle Chancen verspielt. Zuhause gegen den FC St. Pauli reichte es nur zu einem glücklichen 1:1, dem mit dem 1:3 beim FSV Frankfurt und der torlosen Begegnung in Aue auch nur ein Punktgewinn gegen zwei damalige Abstiegskandidaten folgten. Schließlich musste man daheim gegen Fürth (1:4) sogar die höchste Saisonniederlage hinnehmen und danach war bei neun Punkten Differenz zu Platz 3 bzw. zwölf Punkten zu Platz 2 alle Aufstiegseuphorie verflogen.

Nach dem 1:0 Auswärtssieg zuletzt bei Dynamo Dresden rechnen sich die Optimisten im Lager der Löwen zwar wieder eine Chance auf den Relegationsrang aus, zumal das Trio auf den Rängen 3 bis 5 am vergangenen Wochenende sieglos blieb. Doch dazu müsste an den verbleibenden sieben Spieltagen noch einmal eine Serie gelingen. Da kommt den Löwen sicherlich recht, dass man am kommenden Sonnabend zunächst das Tabellenschlusslicht empfängt. Gegen den F.C. Hansa muss Trainer Maurer allerdings zwei gesperrte Akteure ersetzen, denn Dominik Stahl und Kai Bülow sahen in Dresden ihre jweils fünfte Gelbe Karte. Damit muss Letzterer auch im zweiten Duell mit seinem Ex-Verein zuschauen, denn das Hinspiel in der DKB-Arena verpasste der gebürtige Rostocker, der im Sommer 2010 von der Warnow an die Isar gewechselt war, wegen einer Rot-Sperre.

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