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03.04.2012 15:54 Uhr

Vorbericht: Herbstmeister Düsseldorf erst mit zwei Rückrundensiegen

Fortuna Düsseldorf hat an den 28 absolvierten Zweitliga-Spieltagen zwar erst zweimal verloren - und damit die wenigsten Niederlagen aller 56 Mannschaften der drei höchsten deutschen Ligen kassiert - muss den direkten Aufstieg in die Bundesliga aber wohl abschreiben. Nach dem torlosen Remis am gestrigen Montag im Heimspiel gegen den FC St. Pauli beträgt der Rückstand des aktuellen Tabellendritten auf den zweiten Tabellenplatz schon sechs Punkte. Zudem verfügt man über eine deutlich schlechtere Tordifferenz gegenüber den führenden Teams aus Frankfurt und Fürth. So werden sich die Düsseldorfer wohl darauf einstellen müssen, den Umweg über die Relegation zu gehen. Aber selbst Rang 3, der zu den beiden Entscheidungsspielen gegen den Drittletzten der Bundesliga berechtigen würde, haben die Fortunen noch nicht sicher. Der FC St. Pauli sowie der SC Paderborn 07 liegen mit nur zwei bzw. drei Punkten Rückstand in Lauerstellung.

Dabei hatte es in der Hinrunde noch danach ausgesehen, als sollten die Düsseldorfer überhaupt nicht zu bezwingen sein. Nachdem sie schon an den letzten sieben Spieltagen der Vorsaison keine Niederlage mehr einstecken mussten, wurde die Erfolgsserie in der laufenden Spielzeit auf insgesamt 24 Spiele ausgebaut. Als einziger Zweitligist hatte die Fortuna in der ersten Halbserie nicht verloren und sicherte sich mit 12 Siegen sowie fünf Unentschieden die Herbstmeisterschaft. Bei fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz sah es sogar danach aus, als sollten sich die Rheinländer den Wiederaufstieg in die Bundesliga auf dem direkten Weg sichern können. Aktuell sieht die Situation an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga jedoch schon wieder ganz anders aus. Nach nur zwei Siegen aus den ersten elf Rückrundenspielen ist die Mannschaft von Trainer Norbert Meier auf den dritten Tabellenplatz zurückgefallen.

Zwar hat man immer noch gute Chancen, nach 15jähriger Abstinenz den Wiederaufstieg in die Bundesliga zu schaffen, doch dazu müssen die Rheinländer wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Neben den einzigen Saisonniederlagen gegen Paderborn (2:3) und in München (1:2) sowie den beiden Siegen in Karlsruhe (5:0) und gegen Aue (3:1) gab es in den bislang elf Rückrunden-Begegnungen schon sieben Unentschieden. Damit belegt der Herbstmeister in der separaten Rückrundentabelle nur den zehnten Tabellenplatz. Auch sind die Fortunen bei weitem nicht mehr so torgefährlich wie noch in der ersten Halbserie, in der man allein 40 Treffer (2,35 pro Spiel) markieren konnte. In der Rückrunde sind es bislang nur 16 Tore (1,45 pro Spiel). Dennoch haben allein Sascha Rösler (12), Maximilian Beister (11) und Jens Langeneke (9) schon sieben Tore mehr geschossen als alle Hanseaten zusammen!
Dauerbrenner im Team der Düsseldorfer ist ein Spieler, der am Donnerstag - beim Fortuna-Gastspiel ab 18 Uhr in der DKB-Arena - an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückkehrt.

Innenverteidiger Assani Lukimya-Mulongoti hat nicht nur als einziger Fortuna-Akteur alle Saisonspiele bestritten, sondern auch noch keine Spielminute verpasst. Der Deutsch-Kongolese, der von 2007 bis 2009 beim F.C. Hansa unter Vertrag stand und über ein einjähriges Jena-Gastspiel im Sommer 2010 nach Düsseldorf kam, ist bei den Fortuna-Fans allerdings in Ungnade gefallen. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass er im kommenden Sommer zum Lokalrivalen 1. FC Köln wechseln wird.

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