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22.02.2012 09:53 Uhr

Vorschau: FC Ingolstadt in der Rückrunde noch ungeschlagen

Mit dem Rekord-Etat von 14 Millionen Euro war der FC Ingolstadt 04 in die zweite Zweitliga-Saison nach dem Wiederaufstieg gestartet und hatte sich einen einstelligen Tabellenplatz zum Ziel gesetzt. Doch schon während der ersten Halbserie zeichnete sich ab, dass man sich wohl doch wieder auf den Kampf um den Klassenerhalt konzentrieren muss. Nach 14 Spieltagen hatten die Ingolstädter zwar schon 19 Tore geschossen und stellten den achtbesten Angriff der Liga, doch die Abwehr war löchrig wie ein Käse. 36 Gegentore (2,57 pro Spiel) bedeuteten nicht nur die mit Abstand schlechteste Defensive, sondern auch den letzten Tabellenplatz. Und so musste Trainer Benno Möhlmann nach der 2:3 Niederlage im Kellerduell beim Karlsruher SC seinen Hut nehmen.

Unter dem neuen Chef-Coach Tomas Oral sah plötzlich vieles anders aus, auch wenn eine Trendwende noch nicht erreicht werden konnte.
Sichtbarstes Zeichen der Veränderung war die gelungene Stabilisierung der Hintermannschaft, die in den bislang acht Punktspielen unter dem neuen Trainer nur noch fünf Gegentore (0,62 pro Spiel) zuließ! Allerdings wurde nicht nur die Torgefahr der Gegner gebannt – auch die Effektivität der eigenen Angriffe ging rapide zurück. Das wurde ausgerechnet im eigenen Stadion deutlich, wo in den zurückliegenden fünf Heimspielen nur noch zwei Treffer erzielt wurden! Vor dem Trainerwechsel hingegen hatten die Ingolstädter nur einmal im eigenen Stadion verloren und pro Heimspiel durchschnittlich zwei Tore erzielt.

Auswärts hingegen haben sich die Ingolstädter steigern und die magere Ausbeute aus der Zeit vor dem Trainerwechsel vergessen machen können. Unter Benno Möhlmann wurden in den ersten acht Auswärtsspielen acht Niederlagen kassiert, anschließend unter Tomas Oral jedoch nicht mehr verloren – in Cottbus (0:0), Aue (1:1) und beim FSV Fankfurt (1:1) gab es drei Unentschieden in Serie. Ungeschlagen sind die Oral-Schützlinge aber nicht nur auswärts, sondern auch in der gesamten zweiten Halbserie. Und dies, obwohl in diesem Zeitraum drei Aufstiegskandidaten im Ingolstädter Audi-Sportpark gastierten. Nachdem man am 18. Spieltag den FC St. Pauli durch ein Last-Minute-Tor mit 1:0 bezwungen hatte, konnten Fortuna Düsseldorf (1:1) und der SpVgg Greuther Fürth (0:0) zuletzt jeweils Unentschieden abgetrotzt werden.

Da andererseits der glückliche Sieg über den FC St. Pauli auch der einzige volle Erfolg nach dem Trainerwechsel ist, konnten sich die Ingolstädter noch nicht aus der Abstiegszone befreien. Als Tabellen-Vorletzter haben sie nur einen Punkt mehr auf dem Konto als der F.C. Hansa und auch die insgesamt fünf Neuverpflichtungen der Winterpause haben noch nicht wunschgemäß eingeschlagen. Während man mit Innenverteidiger Ralph Gunesch die zuvor bereits verbesserte Abwehr noch einmal verstärken konnte, haben die Erstliga-erfahrenen Stürmer Adam Nemec (1.FC Kaiserslautern) und Florian Heller (Mainz 05) noch nicht für ihren neuen Verein getroffen.

Bester Torschütze des FCI bleibt zunächst der US-Amerikaner Edson Buddle, der in 17 Begegnungen sechs Treffer markierte, bevor er in der Winterpause zurück nach Los Angeles ging. Zweitbester Stürmer ist mit fünf Treffern derzeit Moritz Hartmann, der zuletzt mehrere Wochen wegen einer Knieverletzung pausieren musste, am vergangenen Sonntag beim 0:0 gegen Fürth aber schon wieder auf der Ersatzbank saß. Das Bayern-Derby beendeten die Ingolstädter übrigens nur zu zehnt, da Marino Biliskov kurz vor dem Abpfiff die Rote Karte sah. Der Innenverteidiger ist also beim Kellerduell am kommenden Freitag ab 18 Uhr in der Rostocker DKB-Arena gesperrt.

Hinweis: Am Freitag öffnet die DKB-Arena um 17 Uhr ihre Pforten. Karten können am Freitag ab 10 Uhr morgens an den Stadionkassen gekauft werden.

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