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12.04.2012 14:07 Uhr

Vorschau: FSV Frankfurt zu Gast in Rostock

Schaut man sich die Ergebnisse nach der Winterpause an, kann der FSV Frankfurt sogar auf eine positive Bilanz verweisen. Vier Siege und vier Unentschieden stehen zubuche, während das 0:1 am Dienstag dieser Woche in Düsseldorf erst die dritte Niederlage der Hessen war. Dass der FSV trotzdem in Abstiegsgefahr schwebt, hat seine Ursache noch im alten Jahr, als die Frankfurter keines ihrer zehn Heimspiele gewinnen konnten! Dreifach punktete man nur am 6. Spieltag in Karlsruhe sowie am 10. Spieltag in Aachen. Von Oktober bis Dezember blieb der FSV dann komplett sieglos und fiel nach drei Unentschieden sowie sechs Niederlagen vom 11. auf den 16. Tabellenplatz zurück.

Nach insgesamt nur 14 Punkten aus 19 Meisterschaftsspielen trennte man sich von Trainer Hans-Jürgen Boysen und verpflichtete Benno Möhlmann, der die Mannschaft auf die restlichen 15 Saisonspiele vorbereitete und im Januar mit Verteidiger Dennis Cagara (Lyngby BK), Mittelfeldspieler Michael Görlitz (Halmstads BK) und Stürmer Ilijan Micanski (1.FC Kaiserslautern) drei Neuzugänge an den Bornheimer Hang holte. Zu den Frankfurter Abgängen gehörte auch Ex-Hanseat Andreas Dahlen, der zurück in seine schwedische Heimat wechselte und sich Djugardens IF anschloss.

Am ersten Spieltag nach der Winterpause feierte der FSV mit dem 2:1 Erfolg in Duisburg seinen dritten Saisonsieg in der Fremde, bevor die Mannschaft dann auch im heimischen Stadion fleißig zu punkten begann. Zwar reichte es zunächst gegen den FC Ingolstadt nur zu einem 1:1 Unentschieden, doch im zwölften Versuch konnte dann der erste Heimsieg der laufenden Saison eingefahren werden. Und nach den dreifachen Punktgewinnen gegen Karlsruher SC (2:1), 1860 München (3:1) und Alemannia Aachen (2:1) sah es am vergangenen Sonnabend sogar danach aus, als sollten die Frankfurter auch das vierte aufeinanderfolgende Heimspiel gewinnen. Doch gegen den FC St. Pauli wurde eine 3:0 Führung verspielt und nur mit viel Glück konnte in der zweiten Halbzeit das 3:3 über die Zeit gerettet werden. Insbesondere der in Rostock noch bestens bekannte Torhüter Patric Klandt bewahrte seine Mannschaft mit zahlreichen Glanzparaden vor einer Niederlage.

Neben dem Frankfurter Torhüter gehören mit Verteidiger Gledson sowie den beiden Mittelfeldspielern Zafer Yelen und Mario Fillinger drei weitere ehemalige Hanseaten dem aktuellen Frankfurter Kader an. Während Klandt und Yelen bislang alle Saisonspiele bestritten und auch Gledson einen Stammplatz besitzt, kann Mario Fillinger verletzungsbedingt erst auf zwölf Einsätze verweisen. Wegen eines Knöchelbruchs hat er in diesem Jahr noch kein Zweitliga-Punktspiel absolviert und wird auch an diesem Freitag an seiner ehemaligen Wirkungsstätte fehlen. Wieder zur Verfügung steht den Hessen dagegen Abwehrspieler Björn Schlicke, der nach seiner Roten Karte am vergangenen Sonnabend gegen den FC St. Pauli lediglich für eine Partie gesperrt wurde und diese Sperre bereits am Dienstag in Düsseldorf abgesessen hat.

Das Auswärtsspiel bei der Fortuna wurde knapp mit 0:1 verloren, so dass die Frankfurter mit 30 Zählern auf dem Konto vom Rheinland an die Ostseeküste weitergereist sind. Da zudem der Vorsprung auf die Abstiegsplätze noch einmal geschmolzen ist, muss der Tabellen-Fünfzehnte wieder um den Klassenerhalt bangen. Der Vorsprung auf den Relegationsrang beträgt aktuell nur noch drei Punkte und auch der Abstand zwischen FSV und Hansa hat sich auf vier Zähler verringert. Bei einer Niederlage in Rostock würde es also noch einmal richtig eng werden für die Frankfurter.

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