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16.03.2012 10:31 Uhr

Vorschau: KSC nach Zwischenspurt wieder auf einem direktem Abstiegsplatz

Vor dem Start in die laufende Saison lag eine große Ungewissheit über Karlsruhe, denn niemand vermochte genau zu sagen, wohin der Weg des KSC führen würde. Während viele Experten nach dem großen personellen Umbruch einen Kampf um den Klassenerhalt prophezeiten, wurde von Vereinsseite ein Platz im vorderen Mittelfeld als Saisonziel ausgegeben.

Zunächst schien sich die Mannschaft auch auf einem guten Weg zu befinden, denn der Start in die aktuelle Spielzeit verlief vielversprechend. Nach Siegen über den MSV Duisburg (3:2) und in Aue (2:0) – bei einer knappen Niederlage in München (1:2) – war man nach drei Spieltagen Tabellensechster und hatte nur einen Punkt Rückstand auf Tabellenführer Fortuna Düsseldorf.
Mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig begann dann allerdings eine Negativserie und relativ schnell wurde klar, dass die Karlsruher wohl doch in den Abstiegskampf verwickelt würden. Nach zehn sieglosen Spielen (drei Unentschieden, sieben Niederlagen) war der KSC Ende Oktober bis auf Rang 17 durchgereicht worden. Dies dedeutete zugleich die Trennung von Chef-Trainer Rainer Scharinger.
Nachdem Interimscoach Markus Kauczinski die Mannschaft wieder auf Rang 14 geführt hatte, übernahm Jörn Andersen das Zepter und erwischte mit seiner Mannschaft den denkbar schlechtesten Start. Aus den verbleibenden fünf Meisterschaftsspielen des alten Jahres wurde kein einziger Punkt geholt und der Karlsruher SC überwinterte als Tabellenschlusslicht.
Auf die Talfahrt reagierte man in der Punktspielpause mit sechs Neuzugängen und holte vor allem Verstärkungen für die Abwehr, die zuvor 43 Gegentore in 19 Spielen kassiert hatte- so viele wie keine andere Mannschaft der 2. Bundesliga. Drei der vier Stammplätze in der Abwehrkette der Karlsruher wurden durch Ilias Charalambous (31, Zypern), Ionut Rada (29, Rumänien) und Bakary Soumare (26, Mali) neu besetzt.

Nicht zuletzt die erfahrenen ausländischen Abwehrspieler sorgten dafür, dass der KSC nach der Winterpause gut aus den Startlöchern kam. Nur ein Gegentor in den ersten drei Spielen gegen Aue (2:1), in Braunschweig (0:0) und gegen Cottbus (2:0) sorgten für sieben von neun möglichen Punkten und den Sprung von Rang 18 auf Rang 15. Zuletzt allerdings gab es wieder drei Niederlagen in Serie und nach dem knappen 1:2 im Kellerduell beim FSV Frankfurt sogar die höchste Saisonniederlage. Im heimischen Wildparkstadion musste man sich Fortuna Düsseldorf mit 0:5 geschlagen geben.
Vor einem Erfolgserlebnis standen die Karlsruher am Montag dieser Woche im Auswärtsspiel beim FC St. Pauli. Doch ein Stellungsfehler von Torhüter Dirk Orlishausen kostete am Ende einen Punktgewinn. Der Hamburger Volz sah, dass der KSC-Keeper zu weit vor seinem Gehäuse stand und erzielte mit einem Distanzschuss das einzige Tor dieser Partie. Damit blieben die Karlsruher auf Rang 17 und haben aktuell zwei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer, bevor mit dem Heimspiel gegen den Tabellenletzten F.C. Hansa am kommenden Sonntag wieder ein Kellerduell auf dem Programm steht.

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