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08.02.2012 11:16 Uhr

Vorschau: MSV Duisburg zu Gast in Rostock

Den bisherigen Saisonverlauf hatte man sich beim MSV Duisburg eigentlich ganz anders vorgestellt. Ein Platz im oberen Tabellendrittel wurde von den Westdeutschen als Zielsetzung ausgegeben und insgeheim sicherlich auch mit der Rückkehr in die Bundesliga geliebäugelt. Doch die Realität sieht nach 20 von 34 Spieltagen ganz anders aus. Trainer Milan Sasic, im vergangenen Sommer nach dem Erreichen des DFB-Pokalfinales noch der gefeierte Held, musste nur fünf Monate später seinen Hut nehmen. Ausgerechnet eine Niederlage im Pokal, das 0:2 in der zweiten Hauptrunde beim Viertligisten Holstein Kiel, sorgte für das Ende der knapp zweijährigen Amtszeit des MSV-Coaches.

Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Duisburger auch in den Zweitliga-Punktspielen weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben, hatten nach 12 Spieltagen nur neun Punkte auf dem Konto und befanden sich in akuter Abstiegsgefahr. Auch unter Interims-Coach Oliver Reck wollte der dritte Saisonsieg anschließend noch nicht gelingen – nach dem 0:3 zuhause gegen 1860 München und dem 2:2 bei Schlusslicht Alemannia Aachen (2:2) fiel die Mannschaft sogar auf den Relegationsrang zurück. Doch als man den ehemaligen Torwarttrainer auch offiziell zum Chef-Coach beförderte, ging es wieder aufwärts, wozu möglicherweise auch eine Torwartentscheidung beigetragen hat. Nachdem Felix Wiedwald an Stelle von Florian Fromlowitz zwischen die Pfosten gerückt war, wurden aus den letzten fünf Begegnungen vor der Winterpause zehn Punkte geholt. Lediglich zuhause gegen den ungeschlagenen Herbstmeister Fortuna Düsseldorf gab es eine 0:2 Niederlage.

Nicht ganz so erfolgreich waren die Duisburger während der Winterpause – zumindest, was die nackten Ergebnisse der Testspiele angeht. Nach einem knappen 3:2 Erfolg über Drittligist Preußen Münster ging es in ein zehntägiges Trainingslager in die Türkei, wo man dreimal sieglos blieb. Im Spiel gegen Liga-Konkurrent Energie Cottbus reichte es nach einem 0:2 Rückstand immerhin noch zu einem 2:2, während gegen den österreichischen Vizemeister RB Salzburg eine 1:0 Führung in der Schlussphase noch verspielt und 1:2 verloren wurde. Zum Abschluss des Trainingslagers musste der MSV sich dem rumänischen Erstligisten Panduri Targu Jiu nach 0:3 Rückstand am Ende knapp 2:3 geschlagen geben.

Als es dann auch bei der Generalprobe nur ein 1:1 gegen das Reserveteam von Borussia Mönchengladbach gab, reagierten die Duisburger doch noch einmal und verpflichteten wenige Stunden vor dem Ende der Transferperiode den polnischen Nationalstürmer Tomasz Zahorski. Der 27jährige wirkte allerdings noch nicht mit, als die Mannschaft zum Rückrundenstart den FSV Frankfurt zu Gast hatte und 1:2 verlor. Goran Sukalo gelang lediglich der zwischenzeitliche Ausgleich, so dass der MSV trotz Chancenvorteilen am Ende mit leeren Händen dastand.

Mit 20 Punkten sind die Duisburger weiterhin Tabellenzwölfter, der Vorsprung auf den Relegationsrang ist allerdings wieder geschmolzen, da fast alle Mannschaften aus dem Tabellenkeller am vergangenen Wochenende punkten konnten. Am kommenden Sonntag in Rostock hoffen die „Zebras“ nun auf eine Fortsetzung ihrer positiven Auswärtsserie. Seit Oliver Reck die Mannschaft Ende Oktober übernommen hat, wurde in fremden Stadien noch kein Pflichtspiel verloren. Zuletzt gab es ein 2:1 in Aue sowie ein 1:1 in Cottbus. Kein Wunder also, dass sich die Duisburger auch bei ihrer dritten Reise in die neuen Bundesländer etwas ausrechnen. Mit einer Niederlage beim F.C. Hansa jedoch wären die Duisburger wieder mittendrin im Abstiegskampf.

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