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02.05.2013 14:39 Uhr

Vorschau: Offenbacher Kickers warten fast neun Stunden auf ein Tor

Wenn der F.C. Hansa am Sonnabend um 14 Uhr die Offenbacher Kickers empfängt, gastiert eine Mannschaft in der Rostocker DKB-Arena, deren Zukunft gleich in mehrfacher Hinsicht noch ungewiss ist. Zum einen haben die Hessen zuletzt fünf Meisterschaftsspiele in Folge nicht gewonnen und sind bis auf den 15. Tabellenplatz zurückgefallen. Doch auch die Gefahr einer Insolvenz ist noch nicht abgewendet, denn – obwohl sie überraschend bis in das Viertelfinale des DFB-Pokals vorgestoßen waren – drückt die Kickers ein riesiger Schuldenberg. Wegen Verstößen im Rahmen des wirtschaftlichen Zulassungsverfahrens wurden ihnen zudem zwei Punkte abgezogen, die am Ende der aktuellen Saison vielleicht sogar zum Klassenerhalt fehlen könnten. Aktuell beträgt der Vorsprung auf Rang 18 lediglich drei Zähler.

Das letzte Kickers-Tor erzielte Mittelfeldspieler Julius Reinhardt am 30. März – in der achten Spielminute des Heimspiels gegen die SpVgg Unterhaching besorgte er den 1:0-Siegtreffer. Nach dieser Partie hatte der Vorsprung auf die Abstiegsplätze noch acht Zähler betragen – und da war der Punktabzug bereits eingerechnet! Doch nach Ostern haben die Kickers kein einziges Ei mehr in des Gegners Nest legen können – seit fast neun Stunden warten sie nun schon auf einen Torerfolg in der 3. Liga. Und auch das Halbfinale im Hessen-Pokal beim Liga-Konkurrenten SV Darmstadt 98 wurde am Montag dieser Woche mit 0:1 verloren.

Zu den Offenbacher Stärken gehörte zwischenzeitlich die Defensive, die in den sechs aufeinander folgenden Begegnungen zwischen dem 16. März und dem 17. April lediglich ein einziges Gegentor – bei der 0:1-Heimniederlage gegen Aufstiegskandidat Preußen Münster – zuließ. Auswärts spielte man in Burghausen, Babelsberg und Dortmund dreimal hintereinander 0:0 unentschieden, bis diese Serie vor zwei Wochen beim 0:2 in Chemnitz riss.

Und 0:2 hieß es am Freitag vergangener Woche – drei Tage vor dem Pokalspiel gegen den gleichen Gegner – auch im Hessen-Derby gegen die noch stärker abstiegsbedrohten Darmstädter Lilien. Auf dem heimischen Bieberer Berg verloren die Offenbacher aber nicht nur das Spiel, sondern nach 57 Spielminuten auch Jan Washausen. Aufgrund seiner Gelb-Roten Karte ist der defensive Mittelfeldspieler in Rostock noch gesperrt.

Zurück an seine ehemalige Wirkungsstätte kehrt am Sonnabend Verteidiger Marc Stein, der in 34 von 35 Drittliga-Punktspielen in der Startelf stand. Lediglich im Hinspiel gegen den F.C. Hansa musste er wegen einer Gelb-Sperre zuschauen. Dennoch konnten die Offenbacher diese Begegnung mit 2:1 gewinnen und belegten nach dem 17. Spieltag mit 26 Punkten den siebenten Tabellenplatz – obwohl sie zunächst mit vier Niederlagen in die Saison gestartet waren! Durch zwei Tore von Stefan Vogler hatten die Offenbacher gegen den F.C. Hansa schon 2:0 geführt, bevor Lucas Albrecht erst kurz vor dem Abpfiff den Anschlusstreffer markierte.
Beste Torschützen des OFC sind aktuell Mathias Fetsch (10) und Thomas Rathgeber (7).

Während alle Rathgeber-Treffer bereits aus der ersten Halbserie stammen, traf Fetsch zuletzt am 16. Februar beim 2:0-Heimsieg über den 1.FC Saarbrücken – dem ersten Spiel nach dem Amtsantritt des neuen Trainers Rico Schmitt. Anschließend erzielten die Offenbacher in zehn Punktspielen nur noch vier Tore, blieben dabei allerdings auch fünfmal ohne Gegentreffer. In Rostock werden sie wohl erneut versuchen, mit einer defensiven Einstellung zum Erfolg zu kommen und damit den sportlichen Klassenerhalt zu realisieren. Ob auch die drohende Insolvenz abgewendet werden kann, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

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