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04.03.2011 09:40 Uhr

Wacker Burghausen im Aufwind

Für den ehemaligen Zweitligisten Wacker Burghausen, der von 2002 bis 2007 immerhin fünf Jahre in Folge dem Bundesliga-Unterhaus angehörte, geht es auch in der dritten Saison der eingleisigen 3. Liga nur um den Klassenerhalt. Nach Rang 18 in der Premierensaison (der Abstieg wurde durch den Emdener Lizenzentzug vermieden) und Rang 17 in der Saison 2009/10 (nach Rang 6 in der Hinrundentabelle) zeichnete sich in dieser Saison von Anfang an ab, dass es erneut nur um das Überleben in der höchsten Spielklasse des DFB gehen würde. Nach dem sechsten Spieltag waren die noch sieglosen Burghauser sogar im Besitz der Roten Laterne, bevor sie mit ihrem neuen Trainer Mario Basler zu einem Zwischenspurt ansetzten. An den folgenden acht Spieltagen blieb man siebenmal ungeschlagen, entführte dabei unter anderem auch einen Punkt aus der Rostocker DKB-Arena und hatte nach dem 4:3-Heimsieg über den damaligen Spitzenreiter Kickers Offenbach als Tabellenzehnter bereits acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze.
 
In den letzten fünf Spielen des alten Jahres gab es dann auschließlich Niederlagen und zur Winterpause war das Abstiegsgespenst, das sich zwischenzeitlich in die Gemäuer der längsten Burg Europas verzogen hatte, in die Wacker-Arena zurückgekehrt. Auf Rang 17 hatten die Burghauser nur noch einen Punkt mehr auf dem Konto als Verfolger SV Sandhausen und zwei Punkte Vorsprung auf die beiden zweiten Mannschaften aus München und Bremen. Immerhin sollte dem SV Wacker im ersten Spiel des neuen Jahres ein wichtiger 2:0-Heimsieg über die Bayern-Reserve gelingen und auch drei Tage später konnte man mit dem 1:1 in Sandhausen einen weiteren Mitkonkurrenten zumindest auf Distanz halten. Danach kassierten die Ostbayern in Wiesbaden (0:3) und zuhause gegen Regensburg (0:1) allerdings wieder zwei Niederlagen ohne eigenen Torerfolg.
 
Zuletzt befanden sich die Burghauser allerdings wieder im Aufwind und haben dies nicht zuletzt wieder jenem Stürmer zu verdanken, den Trainer Mario Basler erst nach seinem Amtsantritt verpflichtete. Eric Agyemang, der kurz vor dem Ende der Transferperiode am 31. August nach Burghausen wechselte und schon in der Hinrunde mit fünf Toren erfolgreichster Schütze seiner Mannschaft war, erzielte den 1:0-Siegtreffer bei Rot Weiss Ahlen und traf innerhalb von acht Minuten auch zweimal beim 3:2-Erfolg über den VfR Aalen. Das erste Tor dieser Begegnung hatte mit Sturmkollege Christian Knappmann der einzige Winterpausen-Zugang der Burghauser erzielt.
 
Am vergangenen Sonnabend reichte es bei Aufstiegskandidat Rot-Weiß Erfurt zwar nur zu einem Punkt, doch auch dieses 1:1-Unentschieden fühlte sich wie ein Sieg an. Erneut war es Eric Agyemang, der fünf Minuten vor dem Ende zum Ausgleich traf. Mit insgesamt sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen hat sich der SV Wacker wieder auf den 13. Tabellenplatz verbessert. Bei nur fünf Punkten Vorsprung auf Rang 18 muss am Fuße der Burg allerdings immer noch gezittert werden.
 
 

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