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09.03.2006 11:09 Uhr

Wacker Burghausen sucht nach der Konstanz

Das hatten sich die Verantwortlichen von Wacker Burghausen am vorigen Wochenende ganz anders vorgestellt. Da gastierte mit LR Ahlen das Liga-Schlusslicht bei den Bayern, ein Sieg war mehr oder weniger fest eingeplant. Doch es kam alles ganz anders. Nach zuvor vier Heimspielen ohne Niederlage verlor Wacker daheim gegen Ahlen 1:3 (1:1).

Trainer Markus Schupp musste die schwache Vorstellung seiner Elf von der Tribüne aus verfolgen. Das DFB-Sportgericht hatte ihn damit für einen Zwischenfall im Spiel gegen Energie Cottbus bestraft. Hinterher sagte Schupp enttäuscht: „Die Niederlage hat mich schon geärgert.“

Verständlich, schließlich hätte schon am 24. Spieltag mit einem Heimsieg über die Westfalen ein weiterer großer Schritt Richtung vorzeitiger Klassenerhalt getätigt werden können. So stehen die Bayern mit 32 Punkten aus 23 Spielen im Mittelfeld.

In der zweiten Saison ist Schupp nun Trainer beim SV Wacker. Der Ex-Profi, der während seiner aktiven Laufbahn für den 1. FC Kaiserslautern, Wattenscheid 09, Bayern München, Eintracht Frankfurt und den Hamburger SV stolze 351 Bundesliga-Spiele absolviert hatte und dabei zwei Mal Deutscher Meister und ein Mal DFB-Pokalsieger wurde, führte die Bayern in der abgelaufenen Spielzeit auf den neunten Tabellenplatz und damit zur besten Zweitliga-Platzierung der Vereinsgeschichte.

Im zweiten Jahr unter Schupps Regie lief bisher noch nicht alles nach Wunsch. Der Verein aus dem 19.000-Seelen-Ort im Südosten der Republik spielt nicht konstant genug. Doch den Klassenerhalt müsste der Klub schaffen, auch wenn die Bayern vor Beginn der Serie wieder einmal wichtige Leistungsträger abgeben mussten.

Stefan Reisinger, der mit 15 Treffern beste Torjäger, wechselte zu 1860 München. Der Kongolese Macchambes Younga-Mouhani kehrte den Schwarz-Weißen ebenfalls den Rücken, läuft nun bei Rot-Weiß Essen in der Regionalliga Nord auf. „Wir hatten schon gedacht, dass wir von Beginn an im gesicherten Mittelfeld zu finden wären. Doch wir wussten auch, dass es eine schwere Saison wird, weil wir einige Leistungsträger abgeben mussten“, sagte Schupp. Auch für die neue Saison gibt es schon einen Abgang. Abwehrspieler Nico Herzig wechselt zu Alemannia Aachen.

Doch ganz so dramatisch ist die Situation für Wacker nicht, zumal die Mannschaft mit Torhüter Uwe Gospodarek und Michael Wiesinger zwei Spieler mit viel Erfahrung aus der Bundesliga in den eigenen Reihen hat, die die Mannschaft führen. Zumindest zum Klassenerhalt.

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