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07.04.2008 17:14 Uhr

Wächter: Wir dürfen uns jetzt nicht verrückt machen lassen

Sieben Spieltage vor dem Ende der laufenden Bundesliga-Saison ist es nun also doch passiert. Zum ersten Mal nach vier Monaten rutschte der F.C. Hansa wieder auf einen Abstiegsplatz. Nachdem drei der vier Mitkonkurrenten ihre Spiele am vergangenen Wochenende gewinnen konnten, beträgt der Rückstand zu Arminia Bielefeld und Energie Cottbus, die aktuell die Plätze 15 und 14 belegen, einen bzw. zwei Punkte.

 

Immerhin können die Hanseaten den Klassenerhalt weiterhin aus eigener Kraft realisieren, denn mit den Cottbusern kommt es am 30. Spieltag noch zum direkten Duell. Und schon am kommenden Wochenende treffen mit Cottbus und Bielefeld die beiden unmittelbar vor dem F.C. Hansa platzierten Mannschaften aufeinander. Mit einem gleichzeitigen Sieg in Karlsruhe würden die Rostocker also die unmittelbare Abstiegszone schon wieder verlassen können. Eine Rechnung, die auch Stefan Wächter gerne aufmachen würde: „Ich hoffe, dass die momentane Platzierung nur eine Momentaufnahme bleibt. Wir kennen die Situation ja bereits aus der Hinrunde und dürfen uns auch jetzt nicht davon verrückt machen lassen.“

 

Zu Beginn der Saison, als der F.C. Hansa fünfmal in Folge verlor, konnte sich die Mannschaft mit einem Zwischenspurt aus der gefährdete Zone befreien. Aktuell stehen zwar „nur“ drei Niederlagen in Folge zu Buche, aber mit zuletzt sieben sieglosen Punktspielen haben die Hanseaten die längste Negativserie aller Bundesligisten. Und das, obwohl Stefan Wächter nur einmal in diesen sieben Spielen mehr als ein Gegentor kassierte! Dreimal jedoch bedeutete dies eine 0:1 Niederlage. „Und wenn man 0:1 verliert, kann man natürlich nie zufrieden sein“, macht Stefan Wächter deutlich, „auch wenn wir auf Schalke schon deutlich besser gespielt haben als eine Woche zuvor gegen Wolfsburg.“

 

Achillesferse bleibt einmal mehr die ungenügende Ausbeute der Hanseaten vor dem gegnerischen Tor. In keinem der bisherigen zehn Rückrundenspiele ist dem F.C. Hansa ein Doppelpack gelungen. Und in zuletzt sieben Stunden wurde nur ein einziger Treffer erzielt – durch Innenverteidiger Orestes. Kein Wunder, dass man mit lediglich 22 Toren aus 27 Saisonspielen die mit Abstand offensivschwächste Mannschaft der Bundesliga stellt.

 

Dank Stefan Wächter können die Hanseaten mit 38 Gegentoren aber immerhin auf die beste Abwehr aller fünf Abstiegskandidaten verweisen. Doch nicht zuletzt die vergangenen beiden Spieltage haben deutlich gemacht, dass nur Siege das Allheilmittel sind. Die Cottbuser konnten sich mit sechs Punkten aus zwei Spielen auf Rang 14 verbessern – und auch Duisburg, Bielefeld und Nürnberg bewiesen, dass sie das Siegen nicht verlernt haben. Stefan Wächter hat den Ernst der Lage erkannt: „Auf die Ergebnisse der Kontrahenten brauchen wir nicht schauen, daran kann man ohnehin nichts ändern. Wir müssen jetzt selbst das Heft des Handelns in die Hand nehmen!“

 

Wie man im Karlsruher Wildpark Tore erzielt, wissen die meisten Hanseaten ja eigentlich noch aus der Vorsaison, als man beim KSC ein 4:4 Unentschieden erkämpfte. Amir Shapourzadeh, der seinerzeit zweimal traf, ist diesmal allerdings auf Grund seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Vielleicht erinnern sich aber die anderen Hansa-Stürmer ja auch noch daran. Und wenn sich dann Torhüter Wächter bei seiner Premiere im Wildparkstadion in genauso prächtiger Form präsentiert wie in den vergangenen Wochen ...

 

 

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