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06.12.2006 08:15 Uhr

Weitere Punkte für das Winterpolster sammeln

Vereinsrekord, Tabellenführung und Überwintern auf einem Aufstiegsplatz: Für unseren F.C. Hansa läuft in dieser Saison weiterhin alles nach Wunsch. Nach dem 2:0 gegen Rot-Weiß Essen und dem 3:0-Auswärtserfolg beim TuS Koblenz sind unsere Jungs die „letzten Mohikaner“ im deutschen Profi-Fußball: die letzte Mannschaft ohne Niederlage. Denn den Karlsruher SC erwischte es am vorigen Sonntag bei der 0:1-Heimpleite zu Hause gegen Aue, was „Paule“ Beinlich und Co. zugleich die Rückkehr an die Tabellenspitze mit drei Punkten Vorsprung auf den KSC bescherte.

Noch deutlicher ist der Abstand zu den Nicht-Aufstiegsplätzen, doch mit weiteren Punkten gegen 1860 München, gegen die es in der 2. Liga bisher in zwei Heimspielen zwei Siege gab, und bei der Auswärtspartie in Unterhaching soll das Winterpolster noch bequemer werden. Einen Platz in der Chronik des F.C. Hansa hat das aktuelle Team von Trainer Frank Pagelsdorf aber bereits sicher. Die 15 Spiele in Folge ohne Niederlage, die unsere Mannschaft seit Saisonbeginn hingelegt hat, sind Vereinsrekord. Damit übertraf das Team die bisherige Bestmarke aus der Saison 1992/93, als die Mannschaft des damaligen Trainers Erich Rutemöller unter anderem mit dem heutigen Co-Trainer Timo Lange in der 2. Liga vom 5. Spieltag am 25. Juli 1992 bis einschließlich zum 18. Spieltag am 17. Oktober 1992 14-mal in Folge nicht verlor.

Aber eine komplette Hinserie ohne Niederlage wäre sicher auch eine schöne Rekordmarke. Was bei den Leistungen unserer Mannschaft in den letzten Wochen und Monaten sicher möglich ist, zumal die beste Abwehr der Liga nach dem „Ausrutscher“ beim denkwürdigen 4:4 in Karlsruhe zu alter Sicherheit zurückgefunden hat. Zweimal spielten die Jungs vor Keeper Mathias Schober wieder zu null, insgesamt in den 15 Spielen jetzt schon neunmal.

Und auch der Hansa-Angriff ist inzwischen richtig auf Touren gekommen. Mit 29 Treffern sind Enrico Kern und Co. hinter Karlsruhe (35) die Nummer zwei in der Liga, allein in den letzten vier Spielen durften unsere Fans 13-mal jubeln.

Der Erfolg stimmt, weil sich das Team von Frank Pagelsdorf auf dem Platz nie aus der Ruhe bringen lässt – auch nicht durch eine Grippewelle vor dem letzten Heimspiel gegen Rot-Weiß Essen, die fast die ganze Mannschaft erfasste und Dexter Langen, Tim Sebastian und Tobias Rathgeb ins Bett spülte. Nach kleineren Abstimmungsschwierigkeiten der neu formierten Abwehrkette in der Anfangsphase brachte dann der kurzfristig als Rechtsverteidiger aufgebotene Kai Bülow unsere Mannschaft nach 27 Minuten mit einem Kopfballtreffer nach einem Freistoß von Zafer Yelen sein Team in Führung. Zafer Yelen scheiterte in der Folgezeit mit zwei weiteren gefährlichen Freistößen an Essens Keeper Zaza, ebenso wie Kai Bülow kurz nach der Pause mit einem weiteren Kopfball.

Mehr Glück hatte dann in der 56. Minute der linke Abwehrmann des F.C. Hansa: Marc Stein traf aus 30 Metern Entfernung zum 2:0-Endstand, nach Amir Shapourzadehs 2:4 in Karlsruhe das zweite Rostocker Weitschusstor der Saison. In der Schlussphase gab es diesmal etwas untypisch, aber wegen der Grippe-Auswirkungen auch verständlich, zwar keine Hansa-Tore mehr, aber dafür eine Premiere. Neuzugang Maik Wagefeld kam nach langer Verletzungspause zu seinem ersten Kurzeinsatz und wurde von den 17.000 Fans im Ostseestadion mit viel Applaus empfangen. In Koblenz durfte der Ex-Dresdner und Ex-Nürnberger dann schon 15 Minuten mitmischen.

Beim frechen Aufsteiger vom Rhein musste der F.C. Hansa zunächst ein hartes Stück Arbeit verrichten, was Torjäger Enrico Kern seinen Kollegen ein wenig hätte erleichtern können. Aber nach einem mustergültigen Konter über Kai Bülow und Amir Shapourzadeh verfehlte der Angreifer in der 20. Minute aus sechs Metern das nahezu leere Tor und ärgerte sich mächtig.

In der 56. Minute machte Enrico Kern es dann aber besser und besiegelte mit dem 1:0 quasi schon den Rostocker Sieg. Denn immer, wenn der Goalgetter in dieser Saison den ersten Treffer der Partie erzielte, ging der F.C. Hansa als Sieger vom Platz – in Koblenz bereits zum sechsten Mal.

Den Rest der Aufgabe nach dem achten Saisontor von Enrico Kern, das Zafer Yelen mit einem klugen Pass uneigennützig vorbereitet hatte, erledigten unsere Jungs dann wieder in ihrer berühmten Schlussviertelstunde (mit 11:0 Toren einsame Liga-Spitze). Nachdem der Schiedsrichter in der 73. Minute noch ein Tor von Zafer Yelen – es wäre sein erstes und eine schöne Belohnung für seine zuletzt starken Leistungen gewesen - wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt hatte, traf Christian Rahn in der 76. Minute mit einem Linksschuss zum 2:0. Für den früheren Nationalspieler, der in Rostock unter Frank Pagelsdorf immer mehr aufblüht, war es Treffer Nummer vier in den letzten vier Spielen.

Der Schlusspunkt blieb dann aber dem Kapitän vorbehalten. Stefan Beinlich erzielte mit einem Schlenzer von der Seitenlinie in der Nachspielzeit das 3:0. Für den Routinier und Heimkehrer war es das erste Tor im Rostocker Trikot seit neuneinhalb Jahren. Zuletzt hatte „Paule“ am 24. Mai 1997 beim 3:1-Sieg in Bielefeld für den F.C. Hansa getroffen.

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