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12.09.2007 11:44 Uhr

Wie vor einem Jahrzehnt: Middendorp gegen Pagelsdorf

Erst zehn Meisterschaftsspiele hat es bislang zwischen Arminia Bielefeld und dem F.C. Hansa gegeben. Kein Wunder, denn kurz bevor die ostdeutschen Vereine in den DFB-Spielbetrieb integriert wurden, waren die Bielefelder gerade zweimal abgestiegen und spielten von 1988 bis 1994 nur in der Amateur-Oberliga. Erst dann begann der Durchmarsch: Ein Jahr Regionalliga, ein Jahr 2.Liga und in der Saison 1996/97 gab es dann die ersten Bundesliga-Duelle zwischen Arminia und Hansa. Seinerzeit übrigens - wie auch heute - auf den Trainerbänken: Ernst Middendorp und Frank Pagelsdorf.

 

Nachdem die Hanseaten das allererste Aufeinandertreffen durch zwei Akpoborie-Tore und einen von Beinlich verwandelten Foulelfmeter daheim 3:1 gewonnen und damit die Rote Laterne abgegeben hatten, sicherten sie sich am vorletzten Spieltag auf der Bielefelder Alm erneut durch einen 3:1 Sieg den vorzeitigen Klassenerhalt. Vor der Pause trafen erneut Akpoborie und Beinlich und nach 52 Minuten hatten die Hanseaten durch einen Barbarez-Treffer sogar schon mit 3:0 geführt.

 

Dreieinhalb Monate später gastierte der F.C. Hansa schon wieder auf der Alm, wie das Stadion in der Seidensticker-Stadt seinerzeit noch hieß. Majaks Tor bedeutete einen 1:0 Erfolg und nach dem 2:1 Sieg im Rückspiel durch Treffer von Barbarez und Pamic beendeten die Hanseaten die Saison 1997/98 auf Rang 6, während die Bielefelder als Tabellenletzter absteigen mussten.

 

Unter Ernst Middendorp haben die Ostwestfalen in vier Spielen also noch keinen einzigen Punkt gegen den F.C. Hansa geholt! Allerdings liest sich auch die aktuelle Gesamtbilanz aus Rostocker Sicht sehr positiv. Während in den fünf Bundesliga-Heimspielen vier Heimsiege zu Buche stehen und sich die Hanseaten nur im Mai 2005 als bereits feststehender Absteiger mit einem 1:1 Unentschieden begnügen mussten, wurde überhaupt erst ein Meisterschaftsspiel gegen Arminia Bielefeld verloren. Diese Niederlage am 7. Dezember 2002 fiel mit 0:3 sogar recht heftig aus. Während Hansa-Abwehrchef Andreas Jakobsson mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde, erzielte Artur Wichniarek zwei der drei Bielefelder Tore.

 

Nach einem zwischenzeitlichen Gastspiel bei Hertha BSC stürmt der 30jährige Pole inzwischen wieder für die Arminia und könnte Frank Pagelsdorf im doppelten Sinne gefährlich werden. Denn während der Hansa-Trainer mit 28 Treffern immer noch als bester Bielefelder Bundesliga-Torschütze aller Zeiten an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückkehrt, ist ihm Wichniarek mit 25 Treffern inzwischen schon dicht auf den Fersen. Dass er auch aktuell das Tore schießen nicht verlernt hat, beweist die Tatsache, dass der Mann mit der Rückennummer 18 an den ersten drei Spieltagen dieser Saison jeweils einmal traf und damit auf Rang 3 der aktuellen Bundesliga-Torschützenliste liegt.

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