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18.09.2012 16:14 Uhr

Wiedersehen nach 22 Jahren: Auswärtsstarke Hallenser zu Gast

Wenn am kommenden Sonnabend ab 14 Uhr der Hallesche FC in der Rostocker DKB-Arena gastiert, wird Fußball-Geschichte wieder lebendig. Begegnungen zwischen Hansa und dem HFC haben eine lange Tradition, immerhin 55 Pflichtspiele wurden zwischen den ersten Mannschaften beider Vereine in der Vergangenheit schon absolviert. Doch seit dem letzten Aufeinandertreffen in der Saison 1990/91 sind mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnte vergangen.

Am 23. März 1991 gab es im Kurt Wabbel Stadion der Saalestadt ein 1:1 Unentschieden. Und auf den Tag genau 22 Jahre vor der Neuauflage am kommenden Sonnabend gastierten die Hallenser zum bislang letzten Mal in Rostock. In der zweiten Runde des DFV-Pokals gewannen die Hanseaten am 22. September 1990 mit 2:0, nachdem sich beide Mannschaften im Oberliga-Punktspiel – nur acht Tage zuvor an gleicher Stelle – 1:1 getrennt hatten. Von den insgesamt 28 Heimspielen gegen Halle blieb der F.C. Hansa immerhin 26mal unbesiegt, verlor nur einmal in der DDR-Oberliga und einmal im FDGB-Pokal.

Nach der Vereinigung der deutschen Fußballverbände trennten beide Mannschaften plötzlich Welten. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre war der Hallesche FC sogar für vier Jahre in der Verbandsliga Sachsen-Anhalt verschwunden, während Bundesligist F.C. Hansa zweimal zu den sechs besten deutschen Mannschaften gehörte. Doch in der aktuellen Saison spielen FCH und HFC nun erstmals wieder gemeinsam in einer Liga. Nachdem sich die Hallenser in der vergangenen Saison die Meisterschaft in der NOFV-Regionalliga sichern konnten, während unsere Mannschaft aus der 2. Bundesliga abstieg, kommt es heute also zum 56. Aufeinandertreffen beider Mannschaften.

In der Drittliga-Tabelle sind die Saalestädter aktuell sogar besser platziert. Nach dem 2:2 (2:0) am vergangenen Sonnabend gegen Darmstadt 98 findet man die Mannschaft von Trainer Sven Köhler, in der mit Maik Wagefeld und Anton Müller auch zwei ehemalige Hanseaten stehen, auf dem achten Rang. Das verdankt sie in erster Linie der besten Abwehr der Liga, die in 810 Spielminuten erst sechs Gegentreffer zuließ. Nach vier Spieltagen war Torhüter Darko Horvat sogar noch unbezwungen, denn zuhause bezwang man die Offenbacher Kickers (1:0) und Rot-Weiß Erfurt (3:0), während die Spiele beim Karlsruher SC und den Stuttgarter Kickers torlos endeten.

Ausgerechnet, als der 39-jährige Kroate dann wegen einer Knöchelverletzung nicht zwischen den Pfosten stehen konnte, kassierte der HFC im Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching (0:1) den ersten Gegentreffer und die erste Saisonniederlage. Nach der Wiedergenesung des Stammkeepers gelang mit dem 1:0-Erfolg in Babelsberg dann der erste Auswärtssieg, doch anschließend konnte auch Darko Horvat nicht verhindern, dass gegen Preußen Münster (0:2) die zweite Saisonniederlage erneut vor heimischen Publikum kassiert wurde. Das erste und bislang einzige Gegentor in einem Auswärtsspiel gab es schließlich am achten Spieltag beim Chemnitzer FC, wobei dieser Treffer einem Handelfmeter entsprang, den Darko Horvat fast noch pariert hätte.

Am vergangenen Sonnabend gegen Darmstadt 98 sahen die Hallenser fast schon wie der sichere Sieger aus, denn bis zur 81. Spielminute führten sie noch mit 2:0! Zwei späte Gegentreffer sorgten allerdings noch für den 2:2-Ausgleich. Das kostete den Saalestädtern zwei Punkte und den möglichen Sprung auf den sechsten Tabellenplatz. Trotz dieser beiden Gegentreffer kurz vor dem Ende der Partie verfügt der HFC aber weiterhin über die beste Defensive der 3. Liga, während er mit gerade einmal acht erzielten Toren zu den drei angriffsschwächsten Mannschaften zählt. Also werden sich die auswärts weiterhin unbezwungenen Hallenser wohl auch am kommenden Sonnabend in Rostock als kompakte Elf präsentieren.

 

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