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19.02.2012 16:36 Uhr

'Wir können mit dem Punkt gut leben' - Kevin Müller im Gespräch

Kevin Müller, Torwart des F.C. Hansa, war im Auswärtsspiel gegen Alemannia Aachen ein sicherer Rückhalt und hatte somit entscheidenden Anteil  am Punktgewinn. Nach dem Spiel sprach fc-hansa.de mit dem Schlussmann.

fc-hansa.de: Kevin, ihr hattet ja heute mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Sebastian hat uns erzählt, dass die Spieler beider Mannschaften der Ansicht waren, dass das Spiel lieber nicht angepfiffen werden sollte. Was denkst du, warum der Schiedsrichter die Partie schlussendlich doch angepfiffen hat?
Kevin Müller: Ich denke, dass man gerade in der Anfangsphase gesehen hat, dass der Platz nicht so gut zu bespielen war. Nachdem es aufgehört hat zu schneien und der Schnee halbwegs abgetaut war, wurde der Platz dann besser und man hatte zumindest einen festen Stand. Was den Schiedsrichter schlussendlich dazu bewogen hat doch anzupfeifen kann ich nicht sagen, wenn es nach mir gegangen wäre hätte das Spiel nicht durchgeführt werden dürfen. Denn der Schnee ist am Ball haften geblieben und hat ein reguläres Fußballspiel sehr schwierig gemacht.

fc-hansa.de: Haben diese Platzverhältnisse Einfluss auf das Torwartspiel und wie kann sich ein Torhüter darauf vorbereiten?
Kevin Müller: Man muss natürlich in jeder Situation hellwach sein und sich darauf einstellen, dass der Ball mal nicht so reagiert wie bei normalen Verhältnissen. Zudem ist es wichtig sich warm zu halten, die Muskulatur in Bewegung zu halten, damit man sich bei schnellen Bewegungen nicht verletzt.

fc-hansa.de: Nun musstet ihr  ja 40 Minuten in der Kabine die Entscheidung abwarten. Wie hält man in solchen Momenten die Spannung hoch und den Körper auf Betriebstemperatur?
Kevin Müller:
Wir haben uns erst einmal ganz ruhig in die Kabine gesetzt und jeder ist noch einmal ein wenig in sich gegangen. Dann haben wir uns etwas Dickes angezogen und haben uns noch einmal fünf Minuten auf dem Platz erwärmt. Das war auch wichtig, obwohl wir ja wie immer die komplette Erwärmung absolviert haben.

fc-hansa.de: Wir auf der Tribüne waren uns bei deinem Zweikampf in der 43. Minute gegen Benjamin Auer nicht ganz einig, ob der Schiedsrichter auf Elfmeter hätte entscheiden müssen oder nicht. Wie hast du diese Situation erlebt?
Kevin Müller: Selbstverständlich kann ich nicht leugnen, dass es eine Berührung zwischen uns gab. Natürlich will Benni Auer in dieser Situation den Elfmeter, aber wenn er sich den Ball so an mir vorbei legt, will er natürlich auch das Tor machen. Es war eine knifflige Entscheidung bei der wir am Ende Glück hatten, dass der Schiedsrichter nicht auf den Punkt gezeigt hat.

fc-hansa.de: Viele brenzlige Situationen hast du ja ansonsten nicht entschärfen müssen. Wie zufrieden bist du in der Summe mit diesem Unentschieden? 
Kevin Müller: Vor allem ist es wichtig, dass wir nach vier Spielen mal wieder zu null gespielt haben. Das zeigt uns, dass wir in der Abwehr wieder stabiler geworden sind. Ich denke wir können mit dem Auswärtspunkt zufrieden sein. Jetzt müssen wir zusehen, dass wir im Heimspiel gegen Ingolstadt drei Punkte nachlegen.

fc-hansa.de: Dafür wünschen wir viel Erfolg und bedanken uns fürs Interview.

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